zurück zur Übersicht

12.08.2020
872 Klicks
teilen

Euregio FRG Interreg Förderung

Eibl: Gute Nachrichten aus Brüssel für die Zukunft der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit

 

MdL Manfred Eibl (FREIE WÄHLER) und sein Fraktionskollege Tobias Gotthardt, Vorsitzender des Ausschusses für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie regionale Beziehungen besuchten die Geschäftsstelle der EUREGIO Bayerischer Wald - Böhmerwald - Unterer Inn, um sich über die neue Interreg-Förderperiode 2021-2027 zu informieren. Sie waren in Begleitung zahlreicher Mitglieder der Kreistagsfraktionen FW Grafenauer Land sowie CWG/FW, unter ihnen der stellvertretende Landrat Franz Brunner.

 

Geschäftsführer Kaspar Sammer informierte ausführlich über die EUREGIO. Diese existiert seit 1993 und ist ein grenzüberschreitender Zusammenschluss von Städten, Gemeinden, Landkreisen und Verbänden/Vereinen in der bayerisch-tschechisch-oberösterreichischen Grenzregion, somit ein kommunaler Verband, zu dem auf bayerischer Seite die Landkreise Cham, Straubing-Bogen, Regen, Deggendorf, Freyung-Grafenau, Passau und Rottal-Inn gehören, sowie die kreisfreien Städte Passau und Straubing.

 

Die EUREGIO kümmert sich um die Umsetzung von Partnerschaften und arbeitet daran, Gemeinsamkeiten der Geschichte, Kultur, Wirtschaftsbeziehungen und des öffentlichen Lebens zu beleben und die grenzübergreifende Zusammenarbeit zu stärken. Schranken zwischen den Bevölkerungen sollen abgebaut und das gegenseitige Vertrauen gestärkt werden. Aufgaben sind die grenzüberschreitende Koordination, Planung und Entwicklung in politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Themenbereichen und die Vertretung regionaler Interessen und Inhalte.

im Vordergrund von li: MdL Tobias Gotthardt, Euregio-Geschäftsführer Kaspar Sammer, MdL Manfred Eibl

 

So ist die EUREGIO Anlaufstelle für grenzüberschreitende Projekte zwischen Bayern, Tschechien und Österreich und vertritt die Grenzregion auf europäischer Ebene in der Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen (AGEG). Zudem informiert sie Bürger über relevante Themen der Europäischen Union und berät bei der Beschaffung von nationalen und europäischen Fördermitteln.

 

Eine bereits im Mai 2018 angekündigte größere Kürzung der Finanzmittel für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit fällt aller Voraussicht nach nun doch wohl deutlich moderater aus, so dass die Arbeit im bisherigen Umfang weitergeführt werden kann. In den vergangenen Jahren gab es im Schnitt pro Jahr ca. 80 größere und ca. 200 kleinere grenz­über­greifende Projekte und Veranstaltungen. Dafür standen Mittel aus den INTERREG-Programmen in Höhe von ca. 150 Mio. € für den bayerisch-tschechischen und bayerisch-österreichischen Grenzraum zur Verfügung.

 

Die Interreg-A-Förderung hat das Ziel, die wirtschaftliche und soziale Zusammenarbeit in benachbarten Grenzregionen voran zu treiben. Hierzu zählen beispielsweise Begegnungen zwischen Vereinen oder Kommunen. Bisher musste die Förderung aufwändig abgerechnet werden. Wie Tobias Gotthardt bestätigte, wird voraussichtlich ab Mitte 2021 das Förderverfahren dahingehend vereinfacht, vor allem für kleinere Projekte Zuschüsse in Form von Pauschalen zu gewähren.

 

EUREGIO-Mitarbeiterin Donata Di Taranto stellte abschließend eine weitere bemerkenswerte Aktivität vor. Unter dem Titel „Gemeinsame Sprache-gemeinsame Zukunft“ soll die Sprachbarriere im deutsch-tschechischen Grenzraum durch Sprachunterricht an Grundschulen sowie weiterführenden Schulen auf beiden Seiten der Grenze abgebaut werden. Durch Exkursionen ins Nachbarland und Besuche deutscher und tschechischer Firmen im Grenzgebiet sollen Firmenkontakte aufgebaut werden und so Perspektiven für eine Zukunft auf dem deutschen bzw. tschechischen Arbeitsmarkt für Jugendliche aus dem Grenzgebiet entstehen.

 

Manfred Eibl dankte dem Team der EUREGIO für den informativen und bereichernden Nachmittag und fasste zusammen:

 

Die Interreg-Förderung wird aller Voraussicht nach mit guter Mittelausstattung fortgeführt.

Die Förderung von Begegnungsmaßnahmen und Projekten soll deutlich vereinfacht werden.

Dem Spracharbeit kommt eine große Bedeutung zu. Eine gemeinsame Sprache ist die Basis für eine gemeinsame Zukunft.

Tobias Gotthardt, Vorsitzender des Ausschusses für Bundes- und Europaangelegenheiten im Bayerischen Landtag sichert der EUREGIO Bayerischer Wald - Böhmerwald - Unterer Inn Unterstützung zu.


- DT



Quellenangaben

Mdl Manfred Eibl

Sie möchten Ihren Bericht regional bewerben?

Alle Informationen und Ihren Ansprechpartner finden Sie HIER.


Kommentare

Bitte registrieren Sie sich um hier Kommentare eintragen zu können!
» Jetzt kostenlos Registrieren oder haben Sie Loginprobleme?


Ähnliche Berichte

Mobilität im ländlichen Raum - flexibel auch im AlterPerlesreut Manfred Eibl, verkehrspolitischer Sprecher der Freie Wähler-Landtagsfraktion, bringt es auf den Punkt. Der Landtagsabgeordnete aus Perlesreut hatte zuvor das Pilotprojekt „Mobilität neu denken“ initiiert und das Fraunhofer Institut dafür gewinnen können.Mehr Anzeigen 23.01.2020Menschen, die Zukunft mit viel Leidenschaft gestaltenPassau Hans-Jürgen Buchner, Kopf der bayerischen Band "Haindling" ist einer der Interviewpartner in der INTERREG-geförderten Filmreihe "Wegbereiter – innovative Nachhaltigkeit und umweltbewusstes Handeln in Niederbayern und Oberösterreich“.Mehr Anzeigen 21.01.2020Mykorrhiza: Was Pilz und Pflanze verbindetGrafenau Die Funktion des Ökosystems Wald ist komplex und nicht leicht zu verstehen. Eine besondere Herausforderung ist es daher, Kinder für dieses wichtige Thema zu begeistern. Der Nationalpark Bayerischer Wald setzt bei seiner Umweltbildung daher auf anschauliche Medien, die das umfangreiche Wissen für die Jüngsten interessant und gut verständlich vermitteln.Mehr Anzeigen 10.07.2019Von Vampiren, Bären und RenaissanceschlössernFreyung Die Sonne strahlte genauso vom Himmel wie die deutschen und tschechischen Schülerinnen und Schüler, die sich am Dienstag zu ihrem gemeinsamen Tagesausflug in Český Krumlov trafen.Mehr Anzeigen 05.06.2019Mehr finanzielle Unterstützung vom Freistaat gefordertRegen Mehr finanzielle Unterstützung vom Freistaat gefordert MdL Manfred Eibl besuchte erstmals Landrätin Rita RöhrlMehr Anzeigen 29.01.2019Kaspar Sammer zum Antrittsbesuch bei Landrätin Rita RöhrlRegen Kaspar Sammer, der Geschäftsführer der Euregio Bayerischer Wald - Böhmerwald - Unterer Inn, kam zu einem Antrittsbesuch zur Landrätin. Im Landratsamt tauschten sich die beiden über die Euregio und die Möglichkeiten der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit aus.Mehr Anzeigen 09.03.2018