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05.06.2019
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Von Vampiren, Bären und Renaissanceschlössern

Die Sonne strahlte genauso vom Himmel wie die deutschen und tschechischen Schülerinnen und Schüler, die sich am Dienstag zu ihrem gemeinsamen Tagesausflug in Český Krumlov trafen. Nach einem Besuch der Schule in Prachatice und dem Gegenbesuch am Gymnasium Freyung war dies nun das dritte Treffen der Austauschpartner im Rahmen des Projekts „Schule ohne Grenzen“, das von der Euregio unterstützt wird.

Der gemeinsame Tag begann mit einer Führung durch das Schloss Krumau, bei der die Schülerinnen und Schüler vieles über dessen bis ins 13. Jahrhundert zurückreichende Geschichte erfuhren. Im 16. Jahrhundert erweiterte Wilhelm von Rosenberg die Anlage zu einem repräsentativen Residenzschloss im Stil der Renaissance und des Barock, die im heutigen Zustand mit einer Gesamtlänge von über 3 km eine der größten in Tschechien ist. Eine Besonderheit hat aber sonst keine: Im Burggraben lebt nämlich noch heute eine echte Bärendame mit dem Namen Maria Theresia!

Die Austauschpartner aus Prachatice und aus Freyung im Hof des Krumauer Schlosses mit Blick zum Schlossturm, den die Schülerinnen und Schüler gemeinsam erklommen.
Die Austauschpartner aus Prachatice und aus Freyung im Hof des Krumauer Schlosses mit Blick zum Schlossturm, den die Schülerinnen und Schüler gemeinsam erklommen.


So großzügig die Räume im Schlossinneren gestaltet sind, so eng ist der Aufgang auf den Schlossturm – zumal, wenn über 60 junge Leute gleichzeitig auf die obere Etage wollen. Beim Blick von oben auf die Stadt trat den Schülerinnen und Schülern klar vor Augen, woher deren Name stammt: sie liegt auf einer krumben ouwe, also einer krummen Au, die von der Moldau malerisch umrahmt wird.

Nach einem Mittagessen mit typisch tschechischen Spezialitäten machten sich die Austauschpartner zu einer zweisprachigen Stadtführung auf. Die Stadtführerinnen wussten manch Geschichte zu erzählen, z. B. von einem auffällig geformtem Radabweiserstein am ältesten Renaissance-Haus der Stadt oder von der in der St.-Veits-Kirche bestatteten Eleonore zu Schwarzenberg, die von ihren Zeitgenossen im 18. Jahrhundert für eine Vampirin gehalten worden war. Ihr Sarg soll sogar mit Steinen beschwert worden sein, damit sie ihm nicht wieder entsteigen könne.

Bei strahlend blauem Himmel und vor der pittoresken Kulisse des Krumauer Schlosses erläuterte die Stadtführerin interessante Fakten zur Geschichte der Stadt, deren Altstadt seit 1992 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.Bei strahlend blauem Himmel und vor der pittoresken Kulisse des Krumauer Schlosses erläuterte die Stadtführerin interessante Fakten zur Geschichte der Stadt, deren Altstadt seit 1992 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.


Diese spannende Einführung in die Historie der Stadt im Böhmerwald und der sich um sie rankenden Sagen und Legenden bot den deutschen und tschechischen Schülerinnen und Schülern viel Gesprächsstoff. Beim nächsten Treffen, das für Anfang des kommenden Schuljahres geplant ist und bei dem das Freyunger Gymnasium wieder der Gastgeber sein wird, soll der Kontakt zwischen den zwei Schulen weiter vertieft werden.


- sb

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Gymnasium FreyungFreyung

Quellenangaben

Gymnasium Freyung, Tanja Wagner



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