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14.11.2019
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Bayerischen Miteinander-Preis 2019

Im Jahr 2009 wurde im Jugendzentrum Zeughaus das inklusive Projekt „Stufenlos“ gestartet. In einer Kooperation mit der Lebenshilfe e.V. Passau ermöglicht das Zeughaus so zwanglose Begegnung und gemeinsame Teilhabe von jungen Menschen mit und ohne Behinderung. Am gestrigen Montag, 11.11.2019 wurde dieses Projekt von der Bayerischen Sozialministerin Kerstin Schreyer mit dem Bayerischen Miteinander-Preis 2019 ausgezeichnet. Stadtjugendpfleger Edmund Kriegl nahm gemeinsam mit dem Geschäftsführer Thomas Hofbrückl und Sabine Grundmüller von der Lebenshilfe und der Initiatorin Petra Asenbauer den Preis im Schloss Nymphenburg entgegen.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Das Projekt „Stufenlos“ ist nicht nur ein sehr gelungenes Teilhabekonzept sondern gelebte Inklusion. Wenn Jugendliche mit und ohne Behinderung in zwangloser Atmosphäre gemeinsame Zeit verbringen, wird für sie Vielfalt alltäglich und das Miteinander eine Selbstverständlichkeit. Ich danke allen Kooperationspartnern und Unterstützern, die sich hier mit einbringen und zum Erfolg dieses wunderbaren Projekts beitragen.“

v. l.: Laudatorin Felicitas Hönes (Antenne Bayern hilft), Edmund Kriegl (Stadtjugendpfleger), Petra Asenbauer, Sabine Grundmüller (Lebenshilfe Passau), Thomas Hofbrückl (Geschäftsführer Lebenshilfe Passau), Sozialministerin Kerstin Schreyerv. l.: Laudatorin Felicitas Hönes (Antenne Bayern hilft), Edmund Kriegl (Stadtjugendpfleger), Petra Asenbauer, Sabine Grundmüller (Lebenshilfe Passau), Thomas Hofbrückl (Geschäftsführer Lebenshilfe Passau), Sozialministerin Kerstin Schreyer


Im Rahmen des „Stufenlos-Projekts“ treffen sich, mittlerweile jeden Donnerstag und Freitag, junge Leute mit oder ohne Handicap im Zeughaus und machen dort Musik, planen Veranstaltungen oder vertreiben sich die Zeit im Jugendtreff mit Spielen, Karaoke oder einfach nur mit Unterhaltungen.

Das Ziel der Idee, die von Petra Asenbauer vor zehn Jahren an den Leiter des Zeughauses, Edmund Kriegl, herangetragen wurde, ist, behinderten Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, Gleichaltrige in einer normalen, in der Gesellschaft integrierten Umgebung kennen zu lernen, gemeinsam die Freizeit zu verbringen, Kontakte zu knüpfen und gemeinsame Interessen zu entdecken. „Stufenlos“ soll helfen, die Berührungsängste auf beiden Seiten abzubauen, Selbstständigkeit und Selbstverständlichkeit zu fördern und eine Teilhabe in der Gesellschaft zu ermöglichen. Eine Professionelle Unterstützung und Hilfestellung wird durch entsprechend geschultes Personal des Lebenshilfe Passau e. V. geleistet. Die K-Schule Don Bosco war ebenfalls lange Jahre als Kooperationspartner tätig und begleitete das „Stufenlos-Projekt“.

v. l.: Laudatorin Felicitas Hönes (Antenne Bayern hilft), Edmund Kriegl (Stadtjugendpfleger), Petra Asenbauer, Sabine Grundmüller (Lebenshilfe Passau), Thomas Hofbrückl (Geschäftsführer Lebenshilfe Passau)v. l.: Laudatorin Felicitas Hönes (Antenne Bayern hilft), Edmund Kriegl (Stadtjugendpfleger), Petra Asenbauer, Sabine Grundmüller (Lebenshilfe Passau), Thomas Hofbrückl (Geschäftsführer Lebenshilfe Passau)


Der Zutritt zum Haus wurde mittlerweile barrierefrei gestaltet. Nach dem Start des Projekts wurde auf Initiative von Oberbürgermeister Jürgen Dupper ein Außenlift errichtet, der das Zeughaus mittlerweile auch für Rollstuhlfahrer erreichbar macht. Zudem gibt es geschlechtergetrennt behindertengerechte Toilettenanlagen.

Für die Verantwortlichen, aber auch für die Laudatoren bei der gestrigen Preisverleihung sind das Besondere an dem Projekt die jungen Menschen, die es in den vergangenen zehn Jahren geschafft haben, eine Normalität herzustellen und die Gemeinschaft im Jugendzentrum Zeughaus unabhängig von den gesundheitlichen Beeinträchtigungen einzelner zu stärken.


- sb


Stadt PassauStadt | Passau

Quellenangaben

Stadt Passau



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