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25.05.2018
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Selbstgemachtes Kräuterpesto, Fladenbrot und Grüni

Hutthurm. „Jetzt erkenne ich, dass die Natur einen wirklich großen Schatz darstellt, der zum Nutzen für den Menschen da ist“, so formulierte es ein Teilnehmer des Workshops „Löwenzahn trifft Bärlauch und Knoblauchsrauke“, der im Rahmen der Biowoche der Ökomodellregion Ilzer Land in Lenzingerberg stattgefunden hat.

Die Wildkräuter wachsen vor der eigenen Haustüre:  Margarete Vogl (rechts) und die Workshopteilnehmer im Rahmen der Biowoche der Ökomodellregion Ilzer Land.Die Wildkräuter wachsen vor der eigenen Haustüre: Margarete Vogl (rechts) und die Workshopteilnehmer im Rahmen der Biowoche der Ökomodellregion Ilzer Land

Kräuterpädagogin Margarete Vogl und Projektmanager Gerhard Falter von der Ökomodellregion begrüßten zunächst die Workshopteilnehmer auf dem „Kräuterhof“ in Lenzingerberg bei Hutthurm. Bevor es dann raus in die Natur ging, wies Kräuterpädagogin Margarete Vogl darauf hin, nur diejenigen Wildkräuter in der Natur zu pflücken und zu essen, die man auch wirklich gut kenne. Auch solle man darauf achten, dass die Kräuter nur von Stellen genommen werden, die ungedüngt und ungespritzt sind und wo keine Hunde „spazieren gehen“.

„Direkt vor der Haustür“ wachsen bei Frau Vogl sprichwörtlich die Kräuter. So reißt Frau Vogl den Beifuß, der zwischen Hausmauer und befestigtem Eingangsbereich herausgewachsen ist, nicht aus, sondern lässt ihn wachsen. „Hier sieht man, welche Kraft unsere Pflanzen haben“, erklärte sie. Nur ein paar Schritte hinter ihrem Haus standen die Teilnehmer dann gleich „mitten in den heimischen Wildkräutern“. Auf den ersten Blick sieht der normale Durchschnittsbürger vielleicht zunächst nur einen nicht gemähten Bereich unter großen Bäumen. Aber dann erklärt Frau Vogl, was hier für wunderbare Kräuter und Pflanzen wachsen, so zum Beispiel der Rotklee! Einige der Teilnehmer erinnerten sich, dass sie als Kinder die roten Blüten des Klees „lutschten“, um den süßlichen Nektar im Mund zu spüren und zu genießen. Margarete Vogl erklärte: „Den Rotklee kennen zwar die meisten Leute, aber die Wenigsten wissen, dass man sowohl die Blüte, als auch die Wurzel essen kann! Dann holte sie geschickt eine Kleepflanze aus dem Boden, reinigte die Wurzel von der Erde und ließ allen ein Stück der Wurzel probieren. Einige meinten, die Wurzel schmecke etwas wie Rettich. Dann lenkte die Kräuterpädagogin die Blicke der Teilnehmer auf den Löwenzahn, den Bärlauch und die Knoblauchsrauke, die im Gegensatz zur echten Nelkenwurz feine und weiche Blätter habe und deren Wirkstoffe dem von Senf oder Meerrettich ähnlich seien und deshalb gut zum „Geselchten“, also geräuchertem Fleisch passen und dieses leichter verdaulich mache.

Margarete Vogl
Margarete Vogl

Beim Pflücken der Pflanzen riet die Referentin die Kräuter und Pflanzen nur einzeln und mit der Hand zu pflücken, damit man auch wirklich sehen kann was man pflückt.

Nach der „Outdoor-Kräutererfahrung“ ging es dann ans Umsetzen der Kenntnisse und Erfahrungen. In der „Kräuterstube“, der Küche des ehemaligen Bauernhauses, reichte Frau Vogl den Teilnehmern frisches „Rosen- und „Holunderwasser“. Dann wurde aus den frischen Kräutern Pesto gemacht: Dazu wurden Bärlauch, Knoblauchsrauke, Löwenzahn, Sonnenblumenkerne, Salz, etwas Pfeffer und Olivenöl in einen Mixer gegeben, und schon war das Pesto fertig. Auf dem frisch zubereiteten Dinkelfladenbrot schmeckte das frische Pesto vorzüglich. Dazu der frisch geschleuderte Honig und dazu noch einen „Grüni“, so nennt Frau Vogl ihre selbstgemachten Smoothie’s, hergestellt aus Mähdesüß, Löwenzahn, Apfel, etwas Zitrone und Wasser. So fand der Workshop ein perfektes, genussvolles Ende. Frischer und natürlicher geht’s nicht!


- sb


Ilzer Land e.V.Perlesreut

Quellenangaben

Projektmanagement Ökomodellregion Ilzer Land



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