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27.07.2019
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Regionale Allianz für Bio-Weidefleisch

„Unser Engagement für das Klima, für unsere Natur, für den Artenschutz und für unsere Region muss durch unseren Magen gehen“, so der Projektmanager der Ökomodellregion Gerhard Falter beim Treffen der Hutthurmer Ökoakteure in der Ökoakademie Kringell. Sowohl der Leiter der Akademie für Ökologischen Landbau in Kringell, Herr Hans Blöchinger, wie auch Bürgermeister Hermann Baumann aus Hutthurm freuten sich mit Gerhard Falter über die Biozertifizierung der Metzgerei Rosenstingl und die positive Entwicklung in der Ökomodellregion. 


Bioregional erzeugen und vor Ort einkaufen

Durch den Genuss nachhaltig produzierter Lebensmittel, wie dem Bio-Weidefleisch aus dem Ilzer Land, kann jeder sofort etwas Gutes für sich und die Mitwelt tun, so der Projektmanager.

Das sieht auch Hans Blöchinger so. „Unsere Bildungsarbeit muss der Natur und dem Menschen einen Nutzen bieten. „Eine biologische regionale Kreislaufwirtschaft, wie beim „Ilzer Land Weidefleisch nutzt den Bauern, den Metzgern, der Gastronomie und den Verbrauchern. Bürgermeister Baumann zeigte sich in diesem Zusammenhang sehr erfreut über das Engagement der Traditionsmetzgerei Rosenstingl in Hutthurm. Philipp Rosenstingl, Geschäftsführer der Metzgerei Rosenstingl GmbH, ist stolz auf die Tradition seiner Familie. „Seit 1646 gibt es uns in Hutthurm“ erzählt der junge Metzgermeister. Er legt Wert auf Tradition und Qualität. „Und ich mag keine Massentierhaltung“, erklärt er. „Wir kaufen unsere Tiere möglichst direkt beim Bauern. Ich kenne meine Bauern und sehe wie die Tiere gehalten werden. Auch kurze Transportwege und ein respektvoller Umgang mit den Tieren sind mir wichtig“, so Rosenstingl.


Biofleisch auch in Gastronomie und Lebensmittelhandel

Seit kurzem ist die Metzgerei Rosenstingl auch biozertifiziert; d.h. sie dürfen Biofleisch- und Biofleischprodukte als solche ausloben und verkaufen. Das war sozusagen der letzte Schritt hin zu noch mehr Qualität. Neben der Haltung der Tiere spielt die Regionalität und die persönliche Beziehung zum Lieferanten eine wichtige Rolle. Deshalb will er seinen Kunden künftig auch „Ilzer Land Weiderind“- und Bioschweinprodukte anbieten. Rosenstingl ist der Meinung: „Lieber etwas weniger Fleisch essen und dafür aber was Gutes!“ Zu kaufen soll es seine Bioprodukte sowohl in seinem Laden und künftig auch in ausgewählten Gastronomiebetrieben sowie in regionalen EDEKA-Märkten geben. „Ich möchte meinen Kunden etwas Gutes anbieten, das handwerklich hergestellt ist und hinter dem ich mit gutem Gewissen stehen kann. Die Tiere sollen ein gutes Leben gehabt haben. Die Transportwege sollen möglichst kurz und stressfrei sein“. Zunächst gibt es aber nur eine „Bioecke“ in der Metzgerei. Es hängt auch davon ab, wie die Kunden die Bioprodukte annehmen, so der Metzgermeister, denn teurer sind die Produkte schon. Ich möchte ja dem Bauern auch einen gerechten Preis für seine artgerecht gehaltenen Tiere bezahlen“.    

Bildunterschrift	v.l.: Gerhard Falter, Initiator der „Ilzer Land Weidefleisch“-Marke, Hans Blöchinger, Ilzer Land Weidefleisch-Hof u. Leiter der Ökoakadamie in Kringell; Philipp Rosenstingl, Geschäftsführer der Metzgerei Rosenstingl GmbH in Hutthurm und „Ilzer Land Weidefleisch-Metzger“ sowie Hermann Baumann, Bürgermeister im Markt Hutthurm in der Ökomodellregion Ilzer Land v.l.: Gerhard Falter, Initiator der „Ilzer Land Weidefleisch“-Marke, Hans Blöchinger, Ilzer Land Weidefleisch-Hof u. Leiter der Ökoakadamie in Kringell; Philipp Rosenstingl, Geschäftsführer der Metzgerei Rosenstingl GmbH in Hutthurm und „Ilzer Land Weidefleisch-Metzger“ sowie Hermann Baumann, Bürgermeister im Markt Hutthurm in der Ökomodellregion Ilzer Land

 

Spezialanhänger für stressfreie Schlachtung

Am liebsten wäre ihm, wenn die Tiere direkt auf dem Bauernhof geschlachtet werden könnten. Deshalb hat sich der innovative Metzger einen Spezialanhänger bauen lassen mit dem die Tiere nach einer stressfreien Betäubung oder, im Idealfall, durch Weideschuss auf seinen Anhänger verladen und dann in den Schlachthof oder einen eigenen Schlacht- und Zerlegeraum gebracht werden können. Für Rosenstingl gehört alles zusammen: biologische Aufzucht und Haltung, stressfreier Transport, eine stressfreie Schlachtung und handwerklich hergestellte Produkte. Seinen Anhänger will Rosenstingl übrigens auch an interessente Kollegen in der Region verleihen.


Back to the roots

Auf die Frage, was seiner Meinung nach die größte Herausforderung in Sachen Biofleisch ist antwortet er: „Wir müssen „back to the roots“ (zurück zu den Wurzeln) und wieder lernen ohne Geschmacksverstärker und Co und dafür wieder mehr mit natürlichen Gewürzen und traditionellem Know How zu arbeiten. Die Bio-Currywurst schmeckt jedenfalls um Welten besser, soviel ist sicher“, erklärte uns der gelehrte Metzgermeister und Koch Philipp Rosenstingl. Erste zugekaufte „Ilzer Land Weiderinder“ vom staatlichen Ökohof in Kringell und Schweine vom Biobauernhof stimmen Rosenstingl zuversichtlich. „Solche Qualitäten sind einfach besonders. Und wenn dann manche Kunden auch noch sagen: Endlich gibt’s bei dir jetzt bio!“, ist Philipp Rosenstingl überzeugt den richtigen Weg mit seinem Team zu gehen.


- sb |


Ilzer Land e.V.Politik, Vereinsforen, Wirtschaft | Perlesreut

Quellenangaben

Ilzer Land e. V.



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