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07.05.2018
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Gutes Schulklima am Gymnasium

Freyung. Die Auswirkungen, die die Schulpastoral und die Stadtgruppe des Schülerverbandes Katholische Studierende Jugend (KSJ) auf das Gymnasium haben, können nach Schulleiterin Barbara Zethner nicht hoch genug eingeschätzt werden: „KSJ bedeutet erstens für die ganze Schule eine Gruppe von Mentoren und Tutoren, die sich für andere Schüler engagieren.“ Es bedeute für sie zusammenzuhalten, einander zuzuhören, einander zu helfen, einander Mut zuzusprechen, gemeinsam zu arbeiten. Dies alles trage weit über die Schule hinaus und mache das Klima lebenswert.

„KSJ bedeutet zweitens für die Schüler“, so die Schulleiterin weiter, „Zusatzqualifikationen zu erwerben, die ihnen kein Mathematik-, Deutsch- oder Lateinunterricht vermitteln könne.“ KSJ bedeute drittens für die Lehrer, sich mit einer homogenen Schülergruppe zu beschäftigen, die sich nicht mit kleinlichen „wie-stören-wir-heute“-Aktionen selbst die Zeit an der Schule vermiesen würden, sondern positiv ins Leben und auf das Tagwerk blicken könnten. Damit die Mentoren und Tutoren alle ihre Aktivitäten pädagogisch qualifiziert durchführen können, wird Ausbildung bei der KSJ großgeschrieben. Deswegen hat sie gerade vier Schulungen durchgeführt.

Dazu gehört das Schülermentorenprogramm (SMP), in dem seit neun Jahren das Gymnasium Freyung und das Auersperg-Gymnasium Passau mit ihren KSJ-Stadtgruppen zusammenarbeiten. Ziel dieses Pilotprojektes in Niederbayern ist es, gemeinsam die Mentoren auszubilden, die einerseits das Leben an ihren Schulen mitgestalten und andererseits Erfahrungen in der außerschulischen Jugendarbeit der KSJ sammeln können.

Die Mentoren genossen ganz offenkundig ihre Grundschulung.Die Mentoren genossen ganz offenkundig ihre Grundschulung.

Die erste Schulung fand schon im vergangenen Herbst statt. Dabei wurden zwanzig künftige Mentoren, davon die Hälfte aus Freyung, in einer fünftägigen Grundschulung im Bergheim Riedelsbach ausgebildet. Sie wurden in den Bereichen Fach-, Methoden-, Personal- und Sozialkompetenz geschult. In der sich daran anschließenden ca. halbjährigen Praxisphase zwischen Grund- und Aufbauschulung konnten sie in verschiedenen Projekten das Gelernte anwenden. Dabei organisierten sie für Schüler der siebten und achten Klasse ein Weißwurstfrühstück unter dem Motto „Typisch bayerisch“ und vor kurzem für Schüler der sechsten Klasse einen Quiznachmittag mit dem viel versprechen-den Motto „Pizzatime meets Quizduell“.

In dieser Woche wurde die zweite Schulung durchgeführt, eine viertägige Aufbauschu-lung im Jugendhaus Dornach. Bei dieser Schulung erarbeiten die zukünftigen Mentoren pädagogische, soziale und politische Themen. Das Ganze läuft praxisorientiert ab, weil sie neue Spiele und didaktische Methoden erlernten und anwendeten.

Auch die Tutoren muss man zuerst eingehend ausbilden, bevor man ihnen die Begleitung der fünften und sechsten Klassen anvertrauen kann und bevor sie Freizeitaktionen, z. B. das Mitwirken beim Wandertag, im Schullandheim, beim Tag der offenen Tür, bei der Schulhausrallye und beim Sommerfest durchführen können.

Die Teilnehmenden bei der Schulung „(Ess-)Kultur weltweit“ kochten die ganze Zeit selbst.Die Teilnehmenden bei der Schulung „(Ess-)Kultur weltweit“ kochten die ganze Zeit selbst.

Im nächsten Monat wird die dritte Schulung abgehalten. Die zehn künftigen Tutoren wurden im Jugendhaus Riedelsbach ausgebildet. Diese werden im kommenden Schuljahr 2018/19 Freizeitaktivitäten und Projekte durchführen, um den Übertritt der Fünftklässler von der Grundschule ins Gymnasium zu erleichtern und um die Klassengemeinschaft zu stärken. Dazu werden sie neue Methoden kennenlernen, z. B. Spiele. Die Handlungskompetenz der künftigen Tutoren, d. h. ihre Fach-, Methoden-, Personal- und Sozialkompetenz, wird dadurch gestärkt.

Die vierte Schulung war die ungewöhnlichste und stand unter dem Thema „(Ess-)Kultur weltweit“. Die teilnehmenden Mentoren und Tutoren wurden in Kleingruppen aufgeteilt. Jede Gruppe durfte sich ein Land und eine Essenszeit der Schulung auswählen. Dazu musste sie dann eine typische Mahlzeit ihres Landes kochen und einen kurzen Vortrag mit Informationen über die Kultur, das typische Essen usw. ihres Landes vorbereiten. Am Schluss der Schulung bewertete die Jury, bestehend aus allen Teilnehmenden, jede einzelne Gruppe und bestimmte den Sieger. Ziele dieser Schulung waren es, die Teilnehmer über fremde Länder und deren (Ess-)Kultur zu informieren und sie zu Ideen für zukünftige Aktionen, wie z. B. für Eine-Welt-Projekte, anzuregen. Es wurde Wert daraufgelegt, andere (Ess-)Kulturen und neue Methoden für Arbeitseinheiten, Spiele und Workshops kennenzulernen.


- sb

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Gymnasium FreyungFreyung

Quellenangaben

Gymnasium Freyung
Marcus Güll-Uhrmann



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