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04.04.2018
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30 Jahre Stadtarchäologie in Passau

1988 wurde die Stadtarchäologie als eigene Dienststelle bei der Stadt Passau eingerichtet. Dieser Umstand hat wesentlich zur Erforschung der Vorgeschichte, der Römischen Zeit und des Mittelalters sowie zur Sicherung wertvoller Funde in der Dreiflüssestadt beigetragen. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens besuchte Oberbürgermeister Jürgen Dupper den Stadtarchäologen Dr. Jörg-Peter Niemeier, der als Mann der ersten Stunde auch das bereits 1982 eröffnete Römermuseum Kastell Boiotro in der Innstadt leitet.
Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Passau hat eine große Geschichte, auf die wir sehr stolz sind. Etliche Gäste aus aller Welt kommen jedes Jahr zu uns, um in diese Vergangenheit einzutauchen und deren Faszination zu spüren, was vor allem in unseren städtischen Museen bestens gelingt. Aber nicht nur dafür ist die historische Erforschung unserer Heimat wichtig, sondern auch für unsere Identität, die sich über Jahrtausende hinweg entwickelt hat. Daher sind wir weiterhin bestrebt, neue Erkenntnisse über unsere Historie zu gewinnen.“


Nach nur sporadischen Ausgrabungen bis in die 1970er-Jahre hinein erlebte die Archäologie in Passau mit den Aktivitäten des Prähistorikers Dr. Rainer Christlein vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege eine Renaissance. Er leistete einen maßgeblichen Beitrag zur Bestandssicherung bei den Ausgrabungen der spätantiken Kastelle Batavis in der Altstadt und Boiotro in der Innstadt, dessen Fundamente im Römermuseum bis heute zu besichtigen sind. Da aber das Stadtgebiet vom Landesamt nur punktuell betreut werden konnte, entschloss sich die Stadt, selbst einen Archäologen einzustellen. Die Wahl fiel 1988 auf den gebürtigen Düsseldorfer Dr. Jörg-Peter Niemeier. Er hat das Recht, bei allen Bauvorhaben in der Dreiflüssestadt den Boden vorab archäologisch zu untersuchen. Hinzu kommen eigene Grabungsprojekte. Die daraus resultierenden Forschungsergebnisse werden in Fachpublikationen veröffentlicht.

Stadtarchäologe Dr. Jörg-Peter Niemeier (Mitte) zeigt Oberbürgermeister Jürgen Dupper (rechts) und Kulturreferent Dr. Bernhard Forster eine erst kürzlich restaurierte Martis-Fibel aus der Zeit Ende 2./Anfang 3. Jahrhundert nach Christus, die im Bereich der Schlosserstiege gefunden wurde und nun im Römermuseum ausgestellt ist.Stadtarchäologe Dr. Jörg-Peter Niemeier (Mitte) zeigt Oberbürgermeister Jürgen Dupper (rechts) und Kulturreferent Dr. Bernhard Forster eine erst kürzlich restaurierte Martis-Fibel aus der Zeit Ende 2./Anfang 3. Jahrhundert nach Christus, die im Bereich der Schlosserstiege gefunden wurde und nun im Römermuseum ausgestellt ist.

Im Römermuseum Kastell Boiotro können kleine und große Besucher die 600 spektakulärsten Funde aus Passau in Augenschein nehmen und sich über die Periode zwischen der Mittelsteinzeit und dem Ende des Römischen Reiches informieren. Dazu dienen Touchscreens, Hörstationen, Modelle, verständliche Texte, ein Film sowie ein Audioguide in verschiedenen Sprachen. Details sind unter www.stadtarchaeologie.de abrufbar.


- sb

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Quellenangaben

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