Die Akte „Moorfrosch“ kann noch nicht geschlossen werden

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19.06.2025
Grafenau
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Ein unscheinbarer Tümpel im Finsterauer Filz sorgt für Aufsehen: Im Rahmen eines Forschungsprojekts zur Bestandsanalyse von Froscharten im Nationalpark Bayerischer Wald wurde erstmals DNA des seltenen Moorfroschs nachgewiesen. Das Ergebnis überrascht Fachleute – galt die Art im Gebiet bisher als nicht nachgewiesen.

 

Der Moorfrosch, eine vom Aussterben bedrohte Amphibienart, war laut Berichten eines Naturfreundes möglicherweise bereits in den 1990er Jahren im Finsterauer Filz beobachtet worden. Doch ob es sich damals um Moorfrösche oder bläulich gefärbte Grasfrösche handelte, blieb unklar. Nationalparkleiterin Ursula Schuster griff das Thema nun im Rahmen eines Monitorings auf, unterstützt durch die Tatsache, dass der Moorfrosch zum Lurch des Jahres 2025 ernannt wurde.

 

Der Moorfrosch ist der Lurch des Jahres 2025, in Brandenburg ist diese Art noch weiter verbreitet.
Zwei blau gefärbte Moorfrösche schwimmen an der Wasseroberfläche eines Tümpels.

 

Im Rahmen des Projekts wurden Abstriche von Fröschen und Froschlaich sowie Wasserproben aus verschiedenen Gewässern entnommen und im Labor auf Umwelt-DNA untersucht. Der Leiter des Sachgebiets Naturschutz und Forschung, Prof. Jörg Müller, betont die Zuverlässigkeit der Methode: „Die Umwelt-DNA erlaubt eine sichere Bestimmung von Gras-, Moor- und Springfröschen – auch ohne Sichtkontakt.“

 

Die große Überraschung lieferte schließlich eine Probe aus einem kleinen Tümpel im Bereich zwischen Mauth und Finsterau, die von Nationalparkmitarbeiter Martin Pauli entnommen wurde. Neben DNA des bekannten Grasfroschs enthielt sie auch DNA des Moorfroschs. Ein Fund, mit dem niemand gerechnet hatte. Müller ließ die Probe nochmals überprüfen – mit gleichem Ergebnis.

 

Die Gewässerprobe, die Nationalparkmitarbeiter Martin Pauli im südöstlichen Bereich des Schutzgebietes entnommen hat, enthielt die DNA eines Moorfrosches.
Ein Mann in Outdoor-Kleidung entnimmt mit einem Röhrchen eine Wasserprobe aus einem kleinen Waldtümpel.

 

Besonders spannend: Der Fundort liegt nicht weit vom mutmaßlichen Sichtungsort aus den 1990er Jahren entfernt. Der Fall bleibt also offen: „Die Akte Moorfrosch kann noch nicht geschlossen werden“, so Müller. Für das Frühjahr 2026 sind daher weitere Gewässerproben im südöstlichen Teil des Nationalparks geplant.


- JS


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Quellenangaben

Nationalpark Bayerischer Wald, Renate Ettl, Annette Nigl

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