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02.09.2022
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Schutzschirm für soziale Einrichtungen und Dienste

Die Lebenshaltungskosten steigen. Viele Menschen fragen sich, ob ihr Einkommen ausreicht, um morgen die Gasrechnung zu zahlen. Die Beratungsstellen der Caritas, Dienste wie die Tafel oder Bahnhofsmission sehen immer mehr Menschen in Bedrängnis.  Aber auch die Caritas-Einrichtungen selbst müssen sich fragen, wie sie ihre Angebote in Zeiten rasant steigender Preise aufrechterhalten können.

„Angefangen mit der Corona-Pandemie haben uns die vergangenen zwei Jahre gezeigt, wie sehr unser soziales Netz in Krisen gefordert ist. Gerade dann brauchen Menschen die Hilfe unserer Beratungsstellen, unserer Dienste und Einrichtungen“, so Caritasvorstand Mag.a (FH) Andrea Anderlik, MSc.

Deshalb fordert die Passauer Caritasdirektorin einen Schutzschirm über soziale Dienstleister zu spannen und appelliert an die Koalitionspartner, diesen Ansatz im aktuell diskutierten Entlastungspaket aufzunehmen. Die soziale Infrastruktur krisenfest zu machen ist ihrer Ansicht nach „eine der wesentlichen Aufgaben, an denen gute Politik heute gemessen wird.“

Soziale Einrichtungen seien weiter durch Corona-Maßnahmen belastet, weil Kosten für Tests und für Schutzausrüstungen und Personalaufwendungen für Hygienemaßnahmen zu Buche schlagen. „Nun schießen in Folge der russischen Invasion in der Ukraine die Energie- und Lebensmittelpreise in die Höhe und Kitas, Senioren- und Pflegeeinrichtungen, Wohngruppen oder Beratungsstellen müssen sich fragen, wie sie den Betrieb ohne Qualitätseinbußen aufrechterhalten können“, so die Caritasdirektorin.

Die Passauer Caritasdirektorin und Caritasvorstand Mag.a Andrea Anderlik, Msc.
Die Passauer Caritasdirektorin und Caritasvorstand Mag.a Andrea Anderlik, Msc.


„Zu einem Sozialstaat, der diesen Namen verdient, gehören Sozialtransfers für Menschen in Notlagen. Aber es braucht ebenso Strukturen und Orte, die die Menschen befähigen und unterstützen. Sie alle leisten grundlegende Daseinsvorsorge und tragen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. Damit sie in der Lage sind, ihre Arbeit zu tun, müssen sie in Krisen abgesichert sein. Es braucht Maßnahmen, um krisenbedingt höhere Kosten geltend machen zu können – einen Schutzschirm ohne Löcher“.


- SB


Caritasverband für die Diözese Passau e. V.Passau

Quellenangaben

Caritasverband für die Diözese Passau e.V.

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