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22.11.2021
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Gute und schlechte Ernährung bei Atemwegserkrankungen

Viele Menschen, die an Asthma oder einer anderen schweren Atemwegserkrankung leiden, sind überrascht, zu erfahren, dass falsche Ernährung überhaupt zu den Ursachen von Atemwegsbeschwerden gehören kann.

Unser Körper nutzt die Nahrung als Brennstoff für alle Aktivitäten. Die richtige Mischung von Nährstoffen kann das Atmen leichter machen. Kein einzelnes Lebensmittel liefert alle Nährstoffe, die wir brauchen. Eine gesunde Ernährung ist vor allem abwechslungsreich.

Tipps für eine hilfreiche Ernährung

Die folgenden Tipps für Menschen mit Asthma und COPD sind sehr allgemeiner Natur. Sie sollten unbedingt mit einem Arzt sprechen, bevor Sie Ihre Ernährung umstellen! Die Bedürfnisse jedes einzelnen Menschen unterscheiden sich stark.

Bei der Verstoffwechselung von Kohlenhydraten entsteht im Verhältnis zur verbrauchten Sauerstoffmenge am meisten Kohlendioxid, bei der Verstoffwechselung von Fett am wenigsten. Einigen Menschen mit COPD und Asthma fällt das Atmen leichter, wenn sie sich etwas kohlenhydratärmer und fettreicher ernähren.

Bei den Kohlenhydraten sollten Sie komplexe Kohlenhydrate, wie Vollkornbrot und -nudeln, frisches Obst und Gemüse wählen.

Falls Sie abnehmen wollen, entscheiden Sie sich für frisches Obst und Gemüse statt Brot und Nudeln. Zur Gewichtszunahme sollten Sie eine Vielzahl von Vollkornkohlenhydraten sowie frisches Obst und Gemüse essen.

Vermeiden Sie einfache Kohlenhydrate, einschließlich Haushaltszucker, Süßigkeiten, Kuchen und Softdrinks.

Nehmen Sie täglich 20 bis 30 Gramm Ballaststoffe zu sich, z. B. aus Brot, Nudeln, Nüssen, Samen, Obst und Gemüse. Essen Sie mindestens zweimal am Tag eine gute Eiweißquelle, um die Atemmuskulatur zu stärken. Eine gute Wahl sind Milch, Eier, Käse, Fleisch, Fisch, Geflügel, Nüsse und getrocknete Bohnen oder Erbsen.

Falls Sie abnehmen wollen, sind fettarme Eiweißquellen wie mageres Fleisch und fettarme Milchprodukte empfehlenswert. Falls Sie eher zunehmen wollen, wählen Sie Eiweiß mit einem höheren Fettgehalt, z. B. Vollmilch, Vollmilchkäse und Joghurt.

Bei den Fetten sollten Sie einfach und mehrfach ungesättigte Fette zu sich nehmen, die kein Cholesterin enthalten. Diese Fette sind bei Zimmertemperatur oft flüssig und stammen aus pflanzlichen Quellen, wie Raps-, Distel- und Maisöl.

Meiden Sie Lebensmittel, die Transfette und gesättigte Fette enthalten. Dazu gehören Butter, Schmalz, Fett und Haut von Fleisch, hydrierte Pflanzenöle, Backfett, frittierte Lebensmittel, Kekse, Cracker und Gebäck.

Achten Sie auf Ihr Gewicht!

Starkes Übergewicht oder Untergewicht ist ein nachteiliger Faktor bei einer Atemwegserkrankung. Falls in dieser Hinsicht eine Gefahr besteht, sollten Sie sich regelmäßig wiegen und einen Arzt oder Ernährungsberater aufsuchen.

Ein gut genährter Körper ist besser in der Lage, Infektionen zu bewältigen. Wenn Menschen mit Asthma oder COPD eine Infektion bekommen, kann diese schnell ernst werden und zu einem Krankenhausaufenthalt führen. Eine gute Ernährung kann dazu beitragen, das zu verhindern. Falls doch eine Krankheit auftritt, kann ein gut ernährter Körper besser auf eine Behandlung reagieren.

Vitamine und Mineralstoffe

Viele Menschen finden die Einnahme von Multivitaminpräparaten hilfreich. Menschen mit einigen schweren Atemwegserkrankungen nehmen Steroide ein. Die langfristige Einnahme von Steroiden kann den Bedarf an Kalzium erhöhen. Ziehen Sie in diesem Fall die Einnahme von Kalziumpräparaten in Betracht! Suchen Sie am besten nach einem Präparat, das Vitamin D enthält. Kalziumkarbonat oder Kalziumzitrat sind gute Kalziumquellen. Bevor Sie Vitamine in Ihre täglichen Routine integrieren, sollten Sie unbedingt mit einem Arzt darüber sprechen.

Was man generell meiden sollte

Menschen mit Asthma und schweren Allergien haben individuell unterschiedliche Auslöser. Dabei spielt auch die Genetik eine große Rolle.

Auf alle Fälle vermeiden sollte man Lebensmittel, auf die man möglicherweise allergisch reagiert. Besonders oft reagieren Menschen auf Eier, Milch, verschiedene Nüsse, Soja, Weizen, Fisch, Shrimps und andere Schalentiere allergisch.

Auch Lebensmittelkonservierungsstoffe können einen Asthmaanfall auslösen. Zusatzstoffe von Natriumsulfit bis Kaliummetabisulfit werden häufig bei der Verarbeitung von Lebensmitteln verwendet und können in getrockneten Früchten, fertig zubereiteten Kartoffelgerichten, Wein, Bier, abgefülltem Limetten- oder Zitronensaft, Shrimps und anderen eingelegten Lebensmitteln enthalten sein.




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