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09.06.2015
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RegioMahl: Hofladen Obermeier

Und es gibt ihn doch noch, den Kramerladen auf dem Land. Beispielsweise in Nammering, in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem bekannten Dorf-Wirtshaus. Natürlich hat er sich der Zeit, den Vorlieben und Gewohnheiten der Verbraucher angepasst. Aber es gibt ihn. Und er nennt sich Hofladen. Nicht nur, weil er sich in den ehemaligen Stallungen des Bauernhofes der Familie Obermeier befindet.
Vor allem, weil die Obermeiers hier nur Produkte von ausgewählten Hofläden und Direktvermarktern aus der Region anbieten, viele davon in Bio-Qualität.

 

Helga Obermeier, ihre Mutter Anna Obermeier und ihr Mann Walter Schiffl-Obermeier im Hofladen in Nammering (v. r. n. l.)

 

Etwa 80 % der im Hofladen Obermeier erhältlichen Waren besitzen ein Bio-Zertifikat. Ebenso wichtig ist die Tatsache, dass der Grundsatz der Regionalität und Saisonalität beim kompletten Warenkorb im Vordergrund steht. Das Angebot reicht von Grundnahrungsmitteln über Milchprodukte bis hin zu Fleisch- und Wurstwaren sowie Getränken. Die Zulieferer kommen aus der unmittelbaren Umgebung. Wurst und Fleisch stammen von einem Direktvermarkter in Hofkirchen, in Bio-Qualität von einem Bauern aus Zenting. Schmackhafte und gut genährte Bauerngickerl sowie anderes Geflügel bezieht die Familie Obermeier vom Demeter-Hof der Stadlers in Pocking. Den Käse kaufen die Obermeiers vom Haindlhof in der Nähe von Fürstenzell, wo die Familie Huber seit mehr als 20 Jahren verschiedene Käsesorten herstellt. Gemüse und Obst werden aus dem benachbarten Ausland angeliefert: Das Eferdinger Land ist für seine Spezialitäten in Bio-Qualität bestens bekannt. Beim Brot können Verbraucher zwischen dem Angebot aus dem Mühlviertel oder den Spezialitäten der Bio-Bäckerei Wagner aus Ruderting wählen. Bei den Getränken bietet die Familie Obermeier Bio-Direktsäfte an, aber auch Wein aus naturnahem Anbau sowie selbst angesetzte Liköre.

 

Grundsätzlich stand für die Familie Obermeier, als sie den Hofladen vor 12 Jahren eröffneten, immer der Handel mit Produkten im Vordergrund der Überlegungen. Man wollte nicht selbst produzieren, wollte keine eigene Käserei oder ein Schlachthaus. Dennoch kann man heute auch selbst hergestellte Waren dort einkaufen. Konfitüren beispielsweise, Kuchen oder selbst kreierte, süß-saure und scharf-pikante Chutneys.

 

Bereits in der 7. Generation lebt die Familie Obermeier auf ihrem Hof in Nammering. Die Milchwirtschaft hatten sie vor etlichen Jahren eingestellt. Es erfolgte eine Neuorientierung: Ehemalige Stallungen dienen heute als Pferdepension. Und die Idee einer den eigenen Überzeugungen entsprechenden und die Ansprüche der Kundschaft zufriedenstellenden Versorgung mit qualitativ hochwertigen, regionalen und saisonalen Lebensmitteln fand ihre Umsetzung im Hofladen Obermeier, einem Kramerladen auf der Höhe der Zeit.

 


- sh



Quellenangaben

Fotos: Stephen Hahn



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