zurück zur Übersicht
24.06.2019
1418 Klicks
teilen

Lindbergmühle kommt mit Produktion kaum hinterher

Immer mehr Fischzüchter stellen ihren Betrieb ein und so kommt es, dass die Nachfrage beim Fischereilichen Lehr- und Beispielbetrieb des Bezirks Niederbayern immer mehr steigt. „Hier werden nicht nur die ‚Klassiker‘ wie Bach- und Regenforelle, Bach- oder Seesaibling gezüchtet, sondern auch gefährdete heimische Fischarten wie Huchen, Äsche, Barbe, Nase und Rutte vermehrt. „Mit der Produktion kommen wir im Moment kaum mehr hinterher. Wir sind mittlerweile bayernweit vorne dran, was die Sonderfischarten angeht, sogar national“, fasste Leiter Florian Baierl die Entwicklung der vergangenen Monate und Jahre zusammen, als Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich kürzlich die Anlage besichtigte.

Seit vergangenem Jahr laufen die Umbau- und Sanierungsarbeiten in dem Betrieb, um ihn fit für die Zukunft zu machen. Dabei wurde das Bruthaus saniert und ein Schulungs- und Besucherzentrum neu gebaut. Bei Letzterem stehen noch Restarbeiten an, etwa die Außenanlagen, die vom eigenen Personal im Sommer in Eigenregie durchgeführt werden. Bis zur offiziellen Einweihung Ende September wird aber alles fertig sein.

Betriebsleiter Florian Baierl führte Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (l.) durch das neue Schulungsgebäude, das bis Herbst fertiggestellt sein soll.Betriebsleiter Florian Baierl führte Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (l.) durch das neue Schulungsgebäude, das bis Herbst fertiggestellt sein soll.


Die vom Bezirkstag genehmigten Gesamtkosten in Höhe von rund 3.056.000 Euro werden voraussichtlich eingehalten. Warum es gerade in der Fischzucht wichtig ist, auf dem neuesten Stand der Technik zu arbeiten, erläuterte Baierl beim Rundgang über das Gelände. „Bei dem Hitzesommer im letzten Jahr hätten wir sonst einen Supergau erlebt.“ Neben dem Ansturm auf die Besatzfische steigt auch die Nachfrage an den Kursen und Schulungen, die sich an Interessierte der Fischerei richten. „Beim Räucherkurs dachten wir, dass irgendwann alle, die sich dafür interessieren hier gewesen wären und die Nachfrage zurückgeht. Stattdessen werden es aber immer mehr“, freut sich Baierl. Im neuen Schulungsgebäude wurde auch ein solcher Ofen eingebaut, genauso wie ein Lehrsaal mit großen Fenstern, die den Blick über die gesamten Anlagen eröffnen. Auch ein Labor und Verarbeitungsraum finden sich darin. „Damit sind wir gut für die Zukunft aufgestellt“, freute sich Olaf Heinrich. „Der Bezirk ist ein wichtiger Partner für Betriebe in Niederbayern und für Artenschutzprojekte. Das wollen wir bleiben, deswegen investiert der Bezirk.“ Nachdem der große Andrang auf den Fischereilichen Lehr- und Beispielbetrieb auch die personellen Ressourcen fordert, will Florian Baierl künftig nicht nur einen Azubi anwerben, sondern denkt auch über einen Bufdi-Mitarbeiter (Bundesfreiwilligendienst) nach. Heinrich begrüßt es sehr, wenn der Bezirk jungen Menschen vor Ort einen interessanten Arbeitsplatz anbieten kann – vor allem auch dann, wenn sich der Betrieb weiterhin zu gut entwickelt wie bisher.


- sb


Bezirk NiederbayernLandshut

Quellenangaben

Bezirk Niederbayern



Kommentare

Bitte registrieren Sie sich um hier Kommentare eintragen zu können!
» Jetzt kostenlos Registrieren oder haben Sie Loginprobleme?

Ähnliche Berichte

Lindbergmühle züchtet künftig mehr gefährdete FischartenDeggendorf (Mainkofen) Der Bezirksausschuss stimmte am Dienstag dafür, einen Teich im Fischereilichen Lehr- und Beispielbetrieb in Lindbergmühle zu reaktivieren und dort künftig noch mehr gefährdete Fischarten wie Elritze oder Barbe zu züchten.Mehr Anzeigen 27.07.2020Fischereilicher Lehr- und Beispielsbetrieb Lindbergmühle als Einsatzstelle für das Freiwillige Ökologische Jahr anerkanntLindberg (Lindbergmühle) Seit mehr als zwei Jahrzehnten bietet das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) jungen Leuten zwischen 16 und 27 Jahren die Möglichkeit, Erfahrungen im Natur- und Umweltschutz, der ökologischen Landwirtschaft oder der ökologischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu sammeln.Mehr Anzeigen 13.04.2020Immobilienpreise fordern das Landshuter Netzwerk herausLandshut Immobilien- und Baupreise sind eine Herausforderung – auch und vor allem für soziale Einrichtungen und Träger wie es das Landshuter Netzwerk ist. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Bezirksrätin Martina Hammerl sprachen darüber mit Geschäftsführer Jürgen Handschuch und stellvertretendem Vorsitzenden Lothar Schels, als sie das Tageszentrum am Landshuter Bahnhof besuchten.Mehr Anzeigen 21.03.2020Galerie im Europahaus eröffnetFreyung Der Dachstuhl im Europahaus in Freyung, unter dem vergangenen Freitag im Beisein von gut 80 Besuchern die neue Galerie feierlich eröffnet wurde, ist 227 Jahre alt und ein Meisterwerk der Zimmermannskunst. Sehr passend also, dass die Wahl der Eröffnungsausstellung auf „Das blaue Wunder“ fiel, in der die 372-jährige Handwerkstradition der Blaudrucker-Dynastie Fromholzer gezeigt wird.Mehr Anzeigen 29.02.2020Neues Schulungs- und Besucherzentrum eingeweihtLindberg (Lindbergmühle) 1982 errichtet, 1991 erweitert und nach umfassender Modernisierung und mit einem neuen Schulungs- und Besucherzentrum ausgestattet, steht der Fischereiliche Lehr- und Beispielsbetrieb Lindbergmühle mit der offiziellen Einweihung des Neubaus am 27.09.2019 bestens gerüstet für die Zukunft da.Mehr Anzeigen 04.10.2019Zurück zur NaturNeustadt a. d. Donau Beruflich ist Thomas Klaus, Leiter des Referats für Finanzen und Beteiligungen des Bezirks Niederbayern, ein Mann der Zahlen, dennoch zieht es ihn in der Freizeit ans Wasser und in die Natur. So lag es nahe, dass er zum ‚Rollenwechsel‘ einen Tag bei der Fischereifachberatung des Bezirks verbringt. Das Projekt ‚Rollenwechsel‘ wurde Anfang des Jahres ins Leben gerufen, um Führungskräften Einblicke in die verschiedenen Fachgebiete des Bezirks zu verschaffen.Mehr Anzeigen 09.09.2019