zurück zur Übersicht
02.06.2018
781 Klicks
teilen

Übergang macht Schule

Passau (can). Nicht allen Kindern gelingt der Schulstart ohne Probleme. Deshalb will die Caritas Kinder mit Entwicklungsverzögerung und Verhaltensauffälligkeiten gezielt fördern. Diese, so die Erfahrung, tun sich manchmal schwer. Die Eltern wünschen trotz des Förderbedarfes, dass ihr Kind eine Regelschule besucht. Für Kinder, die behindert oder von Behinderung bedroht sind, startet der Caritasverband für die Diözese Passau e.V. das Modellprojekt. „Übergang macht Schule“. Ein weiterer Schritt in Richtung Inklusion.

Ab dem kommenden Schuljahr erfahren schulpflichtige Kinder, so Caritasdirektor Michael Endres, die vom Caritas-Frühförderungsdienst betreut werden, weitere Hilfen. Was im vorschulischen Bereich an Beratung und Förderung gewährleistet ist, soll beim Übertritt in das Regelschulsystem nicht einfach abbrechen. Gerhard Krinninger, der Leiter des Caritas-Frühförderungsdienstes Passau, spricht von einer Brücke in den Schulbereich, auch mit Blick auf sozial- und heilpädagogische oder medizinisch-therapeutische Leistungen. Man vernetzt Elternhaus, Schule und Fördermaßnahmen.

Das Passauer Projekt „Übergang macht Schule“ haben sie am Dienstag, 29. Mai, den Landtagsabgeordneten Prof. Dr. Gerhard Waschler und Walter Taubeneder, erläutert. Man war sich einig, wie wichtig es ist, persönliche Defizite möglichst früh auszugleichen und junge Leute gezielt zu fördern. Kommt doch der Grundschule bei der Frage nach Inklusion besondere Bedeutung zu. In Stadt und Landkreis Passau wird die Caritas ab Herbst fünf bis sieben Kinder und Familien begleiten.

Kinder und Familien gezielt auch in der Grundschule gezielt fördern. Die Landtagsabgeordneten Walter Taubeneder (li.) und Prof. Dr. Gerhard Waschler (re.), sprachen darüber mit Gerhard Krinninger, dem Leiter des Caritas-Frühförderungsdienstes Passau, Dr. Martina Hartl, der Abteilungsleiterin Pastoral und Pädagogik in der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, und Caritasvorstand Michael Endres.Kinder und Familien gezielt auch in der Grundschule gezielt fördern. Die Landtagsabgeordneten Walter Taubeneder (li.) und Prof. Dr. Gerhard Waschler (re.), sprachen darüber mit Gerhard Krinninger, dem Leiter des Caritas-Frühförderungsdienstes Passau, Dr. Martina Hartl, der Abteilungsleiterin Pastoral und Pädagogik in der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, und Caritasvorstand Michael Endres.

Grundlage des Gespräches war der Landtagsbeschluss, zum Schuljahr 2018/19 bayernweit Modellprojekte sogenannte „Schulstarthelfer“, auf den Weg zu bringen. Caritasvorstand Michael Endres hat zusammen mit Gerhard Krinninger und Dr. Martina Hartl, Abteilungsleiterin Pastoral und Pädagogik in der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, das schon durch den Titel breit angelegte und vernetzte Hilfsangebot der Caritas als Möglichkeit für den Regierungsbezirk Niederbayern deutlich gemacht.

Die Caritas als Träger von Kindertagesstätten, dem Frühförderungsdienst und Förderschulen mit heilpädagogischen Tageszentren verfügt bereits über eine Plattform und kann individuelle wie ganzheitliche Hilfspakete für Kinder und Eltern schnüren. Es gibt vielfach Nahtstellen zu den Grundschulen. An den Caritas-Förderschulen etwa sind Fachkräfte der Mobilien sonderpädagogischen Hilfen (MSH) für Kinder mit sonderpädagogischem Betreuungsbedarf im Vorschulalter im Einsatz oder des Mobilen sonderpädagogischen Dienstes (MSD), die für Kinder mit in Regelschulen zuständig sind. Diese könnten mit Grundschul-Lehrkräften in einem „Tandem-System“ die Kinder unterstützen. Ein Vorteil ist die Arbeit mit den Kindern und Eltern zuhause. Man kennt bereits die Handicaps oder familiären Schwierigkeiten.

Beim Gespräch war man sich allerdings einig, dass es auf dem Weg zur Inklusion auch in Zukunft spezielle Einrichtungen wie die Caritas-Förderzentren geben müsse, weil manche Kinder einen Schutz- und Schonraum brauchen, den die Regelschule einfach nicht bieten könne.


- sb


Caritasverband für die Diözese Passau e. V.Passau

Quellenangaben

Caritasverband für die Diözese Passau e. V.



Kommentare

Bitte registrieren Sie sich um hier Kommentare eintragen zu können!
» Jetzt kostenlos Registrieren oder haben Sie Loginprobleme?

Ähnliche Berichte

Mit der Caritas durch das Jahr 2020Passau Nachdenken, Innehalten und Genießen. Die neuen Jahresbegleiter 2020 der Caritas sind da. Ab sofort sind das Kalenderbuch und der Tages-Abreißkalender erhältlich.Mehr Anzeigen 18.08.2019Zeugnis geben in der Caritas und der KirchePassau Die frohe Botschaft Jesu Christi persönlich verkünden und sie unter die Menschen tragen. Sich um die täglichen Sorgen und Nöte der Menschen kümmern. Das bestimmt den Dienst eines Diakons seit den Anfängen des Christentums.Mehr Anzeigen 03.12.2018Mittel in der Kinder- und Jugendhilfe sind gut investiertPassau Der Einsatz öffentlicher Mittel in der Kinder- und Jugendhilfe lohnt sich. Zuallererst natürlich für die jungen Leute und deren Angehörige. Aber auch für die gesamte Gesellschaft. Jeder Euro, der in den Bereich Hilfen zur Erziehung fließt, ist gut investiert.Mehr Anzeigen 30.11.2018Ein Netzwerk für junge FamilienPassau Um jungen Familien mit Kindern bis 3 Jahren optimal zu helfen, arbeiten Caritas-Dienste eng zusammen. Es geht um passgenaue Hilfen, Risiken erkennen und Familien motivieren.Mehr Anzeigen 10.10.2018Die Caritas Stabsstelle „Beratung der Vereine und Verbände“ ist neu besetztPassau Personalwechsel bei der Caritas. Alice Nigl hat die Stabsstelle „Vereine und Verbände, Beratung und Begleitung“ übernommen. Die 46-Jährige Diplom-Verwaltungswirtin (FH) wird künftig mit den sieben Kreiscaritasverbänden sowie den 96 Orts- und Pfarrcaritas-Vereinen zusammenarbeiten.Mehr Anzeigen 09.10.2018Gewalt wird nicht geduldetPassau Um Gewalt vorzubeugen und die Muster aufzubrechen haben drei ehrenamtlich engagierte junge Männer eine Schulung zur Gewaltprävention „Mit Migranten für Migranten“ (MiMi) absolviert. Sie stammen ursprünglich aus Syrien und dem Senegal und leben seit etwa drei Jahren in Deutschland.Mehr Anzeigen 23.07.2018