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25.03.2018
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Jetzt sind die Ärzte gefragt

Regen. „Für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Regen möchte ich persönlich eine gute Gesundheitsversorgung: Jeder soll einen einfachen und schnellen Zugang zur ärztlichen Versorgung haben“, sagt Landrätin Rita Röhrl. Im ambulanten Bereich werde demnach eine ausreichende Anzahl an Haus- und Fachärzten benötigt, um eine wohnortnahe, qualitativ hochwertige medizinische Versorgung gewährleisten zu können. „Auch für die Zukunft ist es notwendig der Bevölkerung des Landkreises eine flächendeckende, medizinische Struktur vor Ort zu bieten, denn eine gute Gesundheitsversorgung trägt unter anderem zur Attraktivität der Region bei“, so die Landrätin weiter.

Ihr ist es daher ein großes Anliegen die ambulante Versorgung im Landkreis Regen frühzeitig sicherzustellen und zukunftsfähig zu gestalten. „Zwar liegt der Sicherstellungsauftrag für die ambulante medizinische Versorgung bei den Kassenärztlichen Vereinigungen, dennoch ist der Haus- und Fachärztemangel, gerade in ländlichen Gebieten, ein immer wiederkehrendes Thema“, sagt dazu Dr. Manfred Schappler, der stellvertretende Vorsitzende des Ärztlichen Kreisverbandes Deggendorf-Regen.

Basierend auf den Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung ist die aktuelle ärztliche Versorgung in der Region noch gesichert. Allerdings ergibt ein Blick in die Zukunft, dass bereits in fünf Jahren im Landkreis Regen mehr als die Hälfte der ambulant tätigen Ärzte über 60 Jahre alt sein werden. Laut dem Versorgungsatlas ist insbesondere die Altersstruktur der Hausärzte bedenklich: In Zwiesel liegt der aktuelle Altersdurchschnitt bei 58,5 Jahren, in Viechtach bei 56,2 Jahren und in Regen weisen die Hausärzte einen Altersdurchschnitt von 58,6 Jahren auf.

Sie hoffen auf eine rege Beteiligung der Ärzt, v.li.:  Natalie Walter, Verena Stiedl und Landrätin Rita Röhrl.Sie hoffen auf eine rege Beteiligung der Ärzt, v.li.: Natalie Walter, Verena Stiedl und Landrätin Rita Röhrl.

Aufgrund des hohen Altersdurchschnittes der hiesigen Ärzteschaft wird der Landkreis Regen in den nächsten Jahren ein immenses Problem in der Nachwuchsbesetzung sowohl im haus- als auch im fachärztlichen Bereich bekommen. Viele Ärzte könnten zeitgleich das Ende ihrer Berufstätigkeit anstreben, weshalb mit weiteren offenen Stellen in der ärztlichen Versorgung zu rechnen ist. Den Berufsweg des Landarztes wollen jedoch nur wenige junge Ärzte einschlagen. Folglich könnte die Nachbesetzung dieser Praxen zum Problem werden. Mit diesem drohenden Szenario befasst sich die Gesundheitsregionplus Arberland vertreten durch die Geschäftsstellenleiterin Natalie Walter. In Zusammenarbeit mit der Studentin Verena Stiedl wurde ein Fragebogen für die niedergelassene Ärzteschaft entwickelt. Stiedl stammt aus dem Landkreis, hat an der Hochschule in Kempten Gesundheitswirtschaft studiert und verfasst derzeit ihre Abschlussarbeit zu dieser Thematik. Sie befasst sich mit der Forschungsfrage, wie die niedergelassenen Ärzte im Landkreis Regen die Zukunft ihrer Praxis planen. Der Ärztliche Kreisverband Deggendorf-Regen unterstützt die Forschung der Studentin, denn „der Fragebogen soll dazu beitragen, dass der Landkreis mehr über die Wünsche und Anliegen der Ärzte erfährt“, bestätigt deren zweiter Vorsitzender Dr. Manfred Schappler. Unter anderem werden die Zukunftsvisionen der Ärzte sowie benötigte Unterstützungsmöglichkeiten abgefragt. Mithilfe der schriftlichen Befragung kann eine lokale Datenbasis gewonnen werden, die es der Gesundheitsregionplus ermöglicht bedarfsgerechte Maßnahmen einzuleiten und somit die Ärzte bei ihren Zukunftsplänen zielgerichtet unterstützen kann.
Der Fragebogen wird Ende März mit einem Rücksendeformular an alle niedergelassenen Ärzte – mit Ausnahme der Psychotherapeuten – versendet. Die Landrätin bittet deshalb alle Haus- und Fachärzte der Region, an der schriftlichen Befragung teilzunehmen. „Das Ergebnis wird dazu beitragen die medizinische Versorgung für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Regen zukunftsfähig zu gestalten und ermöglicht die Ärzte bei ihren Zukunftsplänen zu unterstützen“, ist sie sich sicher. In beidseitigem Interesse hofft Röhrl so auf eine rege Beteiligung der Ärzteschaft.


- sb

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Quellenangaben

Landratsamt Regen



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