zurück zur Übersicht
24.10.2017
1048 Klicks
teilen

Grenzenlos wilde Nationalparks in Prag

Prag. „Der Natur ihren freien Lauf zu lassen, ist unser gemeinsames Ziel – beiderseits der Grenzen arbeiten wir mit viel Herzblut daran“, betonen Pavel Hubený, Direktor des Nationalparks Šumava, und Franz Leibl, Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald. Die Zusammenarbeit der beiden Verwaltungen ist daher in den vergangenen Jahren stark intensiviert worden. Jüngstes Zeichen dieser gelebten grenzüberschreitenden Freundschaft ist eine gemeinsame Ausstellung über das größte zusammenhängende Waldschutzgebiet Mitteleuropas, die am Donnerstagabend im Beisein von Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf und Tschechiens Umweltminister Richard Brabec unter dem Titel „Grenzenlos wild“ in der Repräsentanz des Freistaats Bayern in Prag eröffnet wurde.

Eröffnet wurde die Ausstellung auf einer Vernissage in der Repräsentanz des Freistaats Bayern von Umweltministerin Ulrike Scharf.
Eröffnet wurde die Ausstellung auf einer Vernissage in der Repräsentanz des Freistaats Bayern von Umweltministerin Ulrike Scharf.

„Die Natur kennt keine Grenzen. Die Nationalparke Bayerischer Wald und Šumava sind ein großes gemeinsames Identifikationsband und herausragende Naturschätze“, sagte Scharf. „Wir wollen die Zukunft der Nationalparke weiterentwickeln und das gemeinsame Fundament stärken. Mit der neuen Ausstellung setzen wir die hervorragende Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Bayern und der Tschechischen Republik fort. Wir wollen den Menschen unsere Urwälder in unmittelbarer Nachbarschaft noch näher bringen.“ „Wer einen Ort sucht, um neue Kraft zu schöpfen: Dafür gibt’s keinen besseren als die Böhmerwald-Region“, so Brabec.

Betonten ein freundschaftliches und konstruktives Miteinander: Pavel Hubený (von links), Ulrike Scharf, Richard Brabec und Franz Leibl.
Betonten ein freundschaftliches und konstruktives Miteinander: Pavel Hubený (von links), Ulrike Scharf, Richard Brabec und Franz Leibl.

„Die Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava haben viele Gemeinsamkeiten. Sie besitzen ein und dieselbe Natur. Sie stehen für gute nachbarschaftliche Beziehungen und gemeinsame Entwicklungen“, erklärte Leibl. „Unser Herz liegt da im Wald“, erklärte Hubený. „Ich hoffe, dass sie ein Stück davon in der Ausstellung sehen werden.“
Die Wanderausstellung zeigt die Nationalparks mit ihrem einzigartigen Artenreichtum. Dazu stellen Mitarbeiter und Ehrenamtliche der beiden Großschutzgebiete mit Statements und eindrucksvollen Bildern ihren jeweiligen Themenbereich, etwa das Auerhuhn, Moore oder Pilze, vor. Auch die Bedeutung als Wirtschaftsfaktor und Tourismusmotor wird in der Ausstellung vermittelt.

Nationalparkleiter Franz Leibl führte Umweltministerin Ulrike Scharf durch die Ausstellungsräume, die ab 23. Oktober für Besucher frei zugänglich sind.
Nationalparkleiter Franz Leibl führte Umweltministerin Ulrike Scharf durch die Ausstellungsräume, die ab 23. Oktober für Besucher frei zugänglich sind.

Die Repräsentanz des Freistaats Bayern in der Tschechischen Republik lädt alle Prag-Besucher zur Besichtigung in die Galerieräume der Repräsentanz - Michalská 12, 110 00 Praha 1 – ein. Die Ausstellung kann ab 23. Oktober bis Anfang Mai von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr kostenlos besichtigt werden – außer an bayerischen und tschechischen Feiertagen.


- sb


Nationalparkverwaltung Bayerischer WaldGrafenau

Quellenangaben

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Fotos: Martin Svozílek



Kommentare

Bitte registrieren Sie sich um hier Kommentare eintragen zu können!
» Jetzt kostenlos Registrieren oder haben Sie Loginprobleme?

Ähnliche Berichte

50 Jahre Nationalpark Bayerischer Wald und unsere Liebe zur Natur Vor 50 Jahren wurde der erste Nationalpark Deutschlands eröffnet: Der Nationalpark Bayerischer Wald. Heute handelt es sich gemeinsam mit dem anliegenden Šumava-Nationalpark um das größte zusammenhängende Waldschutzgebiet in ganz Mitteleuropa, das Lebensraum für eine unglaubliche Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen ist.Mehr Anzeigen 28.04.2020Von Dobernigl bis Rundspor-LorchelGrafenau Um Licht ins Dunkel der vielen verschiedenen Pilzarten des Böhmerwaldes zu bringen, läuft seit 2017 das Interreg-Projekt „Funga des Böhmerwaldes“. Dafür arbeiten die beiden Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava mit Pilzexperten aus Deutschland, Tschechien und Österreich zusammen.Mehr Anzeigen 09.02.2020Was ist eigentlich Natura 2000?Mauth (Finsterau) Fünf Stunden lang informierten sich am vergangenen Wochenende gut 20 interessierte Naturfans aus der Region über den Schutz der heimischen Landschaft. Die Gruppe wanderte ab Finsterau entlang des Reschbachs über den Siebensteinkopf nach Tschechien und über das Finsterauer Filz zurück.Mehr Anzeigen 16.09.2019Jugendliche aus drei Ländern helfen dem MoorLindberg (Zwieslerwaldhaus) Das Treffen ist seit Jahrzehnten schon fest eingeplant in den sechs grenzüberschreitenden Nationalparks entlang der tschechischen Grenze. Jedes Jahr treffen sich Jugendliche aus Schutzgebieten in Deutschland, Tschechien und Österreich zum gegenseitigen Austausch.Mehr Anzeigen 17.08.2018Jamaikanische Ranger holen sich bayerische EindrückeNeuschönau Außergewöhnlicher Besuch war jüngst im Nationalpark Bayerischer Wald zu Gast. Rund 8500 Kilometer mussten zwei Ranger aus dem Blue Mountains and John Crow Nationalpark in Jamaika zurücklegen, um ihre Kollegen im Nationalpark Bayerischer Wald zu besuchen.Mehr Anzeigen 08.08.2018Schmuckstücke des BöhmerwaldesGrafenau Schon zum dritten Mal haben sich die Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava zusammengetan, um dem größten zusammenhängenden Waldschutzgebiet Mitteleuropas einen Kalender zu widmen.Mehr Anzeigen 02.07.2017