Wie Digitalisierung auf kommunaler Ebene Verwaltungsabläufe vereinfachen, Kosten senken und gleichzeitig die Zufriedenheit der Bürger erhöhen kann, darüber tauschte sich der CSU-Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Ebner bei einem Arbeitsgespräch mit Spiegelaus Bürgermeister Karlheinz Roth aus.
Ebner war dabei in doppelter Funktion vor Ort: Als Stimmkreisabgeordneter und zugleich als Digitalbeauftragter der CSU-Landtagsfraktion wollte er sich ein Bild davon machen, wie Digitalisierung in den Kommunen seines Stimmkreises praktisch umgesetzt wird, wo es gut funktioniert und wo es noch Verbesserungsbedarf gibt.
Die Gemeinde Spiegelau gilt dabei als Vorzeigekommune. Sie war unter anderem Modellort der Initiative „Digitales Dorf“ und zeigt, wie moderne Verwaltung funktionieren kann, wenn Prozesse konsequent digitalisiert und miteinander vernetzt werden.
Bürgermeister Roth betonte im Gespräch das enorme Potenzial digitaler Abläufe für Kommunen. Angesichts zunehmend herausfordernder Haushaltslagen und steigender Investitionsbedarfe könne Digitalisierung helfen, Ressourcen effizienter einzusetzen. In Spiegelau arbeitet die Verwaltung in vielen Bereichen inzwischen nahezu papierfrei. Posteingang, Kassen- und Personalwesen, Kämmerei sowie das Standesamt sind digital organisiert.
Durch diese Umstellung konnten Papier- und Tonerverbrauch um rund 90 Prozent reduziert werden. Gleichzeitig seien die Abläufe schneller geworden und die Beschwerdequote der Bürger liege inzwischen bei unter einem Prozent. „Mit nur 9,4 Mitarbeiteranteilen in der Verwaltung bewältigen wir Aufgaben, für die andere Kommunen deutlich mehr Personal brauchen“, erklärte Roth.
Ein zentraler Baustein dieser Entwicklung ist die Zusammenarbeit mit der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), die Spiegelau ein durchgängiges System für zahlreiche digitale Verwaltungsprozesse bietet.

Digitalisierung als Erfolgsmodell: MdL Dr. Stefan Ebner und Spiegelaus Bürgermeister Karlheinz Roth tauschten sich über dieses Schlüsselthema und weitere Zukunftsaspekte aus.
MdL Ebner zeigte sich beeindruckt von den Erfahrungen aus Spiegelau. „Spiegelau zeigt vorbildlich, wie Digitalisierung die Verwaltung entlasten und effizienter machen kann“, betonte er. Besonders wichtig sei aus seiner Sicht eine bessere Vernetzung staatlicher und kommunaler Systeme sowie der Abbau unnötiger Bürokratie.
Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz wurde im Gespräch thematisiert. Ebner sieht darin großes Potenzial, vor allem dort, wo Dokumentationspflichten viel Zeit binden. KI könne helfen, Verwaltungsmitarbeiter von Routineaufgaben zu entlasten.
Darüber hinaus sprachen Ebner und Roth über gesellschaftliche Herausforderungen der Digitalisierung, etwa im Zusammenhang mit sozialen Medien. Roth plädierte für mehr Transparenz und wissenschaftliche Untersuchungen zu deren Auswirkungen.
Für Ebner steht fest: Erfolgreiche Digitalisierungsmodelle wie in Spiegelau sollten stärker unterstützt und auch anderen Kommunen zugänglich gemacht werden. „Konsequente Digitalisierung ist längst kein Zukunftsthema mehr, sondern ein entscheidender Standortfaktor“, so der Abgeordnete.

Gemeinde Spiegelau
Abgeordnetenbüro Dr. Stefan Ebner, MdL