Neue Alzheimer-Therapie soll bald in Mainkofen starten

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16.02.2026
Deggendorf
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Am Bezirksklinikum Mainkofen laufen die Vorbereitungen für ein neues Behandlungsangebot gegen Alzheimer. Seit einigen Monaten ist in Deutschland eine spezielle Antikörper-Therapie zugelassen, die sogenannte Amyloid-Ablagerungen im Gehirn mobilisieren kann. Die neurologische Abteilung plant, diese Therapie im Laufe des Jahres anzubieten.

 

Chefarzt Prof. Tobias Schmidt-Wilcke erläuterte beim Jahresgespräch mit Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, dass derzeit noch organisatorische Abstimmungen erfolgen. Eine Heilung sei durch die Therapie zwar nicht möglich, jedoch könne das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt werden. Besonders wirksam ist die Behandlung im frühen Stadium der Krankheit.

 

Gut aufgestellt ist das Klinikum auch im Bereich der Immunabsorption. Mit den drittmeisten Behandlungen zählt Mainkofen hier zu den großen Zentren in Deutschland. Für die Weaning-Therapie, bei der Patienten von der Beatmung entwöhnt werden, erhielt die Klinik 2025 erneut die Zertifizierung. Für 2026 ist eine Steigerung der Behandlungszahlen geplant.

 

Auch in der Lehre engagiert sich Schmidt-Wilcke. Nach seiner Habilitation an der Universität Düsseldorf wechselte er an die Universität Regensburg, um Medizinstudierende zu unterrichten. Mit Blick auf den Medizin-Campus Niederbayern bezeichnete Heinrich diesen Schritt als besonders wertvoll.

 

Chefarzt Prof. Tobias Schmidt-Wilcke und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich stehen vor dem Eingang des Bezirksklinikums Mainkofen und posieren für ein gemeinsames Foto.
Chefarzt Prof. Tobias Schmidt-Wilcke l. und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich.

 

Im Bereich Digitalisierung wurden sowohl auf Normal- als auch auf Intensivstationen die elektronische Patientenakte eingeführt. Zudem wird derzeit der ICU-Manager für Intensiv- und Weaningstation implementiert. Untersuchungsdaten wie Beatmungsparameter, Sauerstoffsättigung oder EKG-Werte können damit direkt in die Patientenkurve integriert werden. Dies erleichtert die Dokumentation und schafft mehr Zeit für die Patienten.

 

Nach der erneuten Zertifizierung der Stroke Unit im Jahr 2025 blickt man angesichts der geplanten Krankenhausreform mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. Da kleinere Behandlungszentren wegfallen könnten, sieht man auch Herausforderungen. Viele Patienten, die zunächst mit Schlaganfall-Verdacht kommen, werden im Anschluss mit anderen neurologischen Erkrankungen weiterbehandelt.

 

Bezirkstagspräsident Olaf Heinrich dankte dem Chefarzt für dessen Einsatz und die strategischen Überlegungen, mit denen das hohe medizinische Niveau am Bezirksklinikum Mainkofen weiter gesichert werden soll.


- JS


Kulturreferat - Bezirk NiederbayernKulturreferat - Bezirk NiederbayernLandshut

Quellenangaben

Bezirk Niederbayern
Manuela Lang

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