Die Lamplbruderschaft Passau war zu Gast im Rathaus und stellte ihren neuen stellvertretenden Bruderschaftsmeister vor. Gemeinsam mit Bruderschaftsmeister Dr. Ludwig Bauer besuchte Ralf Schützenberger Oberbürgermeister Jürgen Dupper, der selbst seit 2011 Mitglied der traditionsreichen Vereinigung ist.
Die Lamplbruderschaft zählt zu den ältesten bürgerlichen Vereinigungen der Welt und ist seit dem Jahr 1306 urkundlich belegt. Ursprünglich ging sie aus der Gemeinschaft der Schiffsleute und Salzfertiger hervor. Ihren Namen erhielt sie durch eine Stiftung des Passauer Bürgers Magnus Lampl aus dem Jahr 1604.
Bis heute verbindet die Mitglieder das Ziel, Bedürftige in Passau zu unterstützen und zugleich jahrhundertealte Traditionen zu bewahren. Oberbürgermeister Jürgen Dupper würdigte dieses Engagement und hob hervor, dass die Hilfe der Lamplbrüder still, unbürokratisch und dort ankomme, wo sie am dringendsten benötigt werde.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand der Austausch über die aktuelle Arbeit der Bruderschaft. Unterstützt werden insbesondere Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind. Die Hilfe erfolgt in enger Abstimmung mit kirchlichen und sozialen Einrichtungen.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper empfängt (v. l.) stellv. Bruderschaftsmeister Ralf Schützenberger und Bruderschaftsmeister Dr. Ludwig Bauer im Amtszimmer.
In den vergangenen Jahren konnten auf diese Weise hohe Geldbeträge an Hilfsbedürftige ausgezahlt werden. Finanziert wird die Arbeit der Lamplbruderschaft durch Mitgliedsbeiträge, Spenden sowie durch die traditionelle Sammelbüchse, die bei den monatlichen Treffen der Bruderschaft herumgereicht wird.
Die Aufnahme neuer Mitglieder erfolgt nicht über einen Antrag, sondern ausschließlich auf Vorschlag eines bestehenden Mitglieds. Neben dem sozialen Auftrag pflegt die Bruderschaft auch ihre historischen Bräuche, darunter das sogenannte Fröhliche Mahl, das im Rhythmus von sieben Jahren stattfindet.

Stadt Passau