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07.03.2017
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Herzwerker im Landkreis Regen

Regen. Die Arbeitsgruppe der Gesundheitsregionplus Arberland aus dem Handlungsfeld „Gesundheitsversorgung“ hat sich ein großes Ziel gesetzt: die sozialen Berufe im Landkreis Regen stärken. Der Mangel an Fachkräften bezwiehungsweise Spezialisten im Bereich Pflege und Betreuung unserer Mitmenschen ist in ganz Bayern bereits messbar und wird sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten noch verstärken. Zwar stiegen die Anzahl der pflegerischen Fachkräfte in den vergangenen zehn Jahren, jedoch sind auch ein Anstieg der pflegebedürftigen Menschen, die Anzahl der Menschen mit Behinderung sowie die Anzahl der stationären Behandlung aufgrund psychischer Störungen und Verhaltensstörungen zu beobachten. Auch im Landkreis ist der Fachkräftemangel bereits spürbar.
Um rechtzeitig gegenzusteuern hat sich eine aktive Arbeitsgruppe zur Stärkung des Nachwuchses im Bereich der sozialen Berufe im Landkreis Regen zusammen getan. Intensiv wird derzeit an einem umfassenden Konzept gearbeitet, das sich im Wesentlichen aus drei Säulen zusammensetzt: eine Sensibilisierung der Schüler für soziale Berufe bereits in der Schule, ein Informationsmaterial für Schüler, das Ausbildungsmöglichkeiten und Perspektiven aufzeigt sowie eine gemeinsame Darstellung der Ausbildungsberufe unter dem Dach der Gesundheitsregionplus Arberland. „Wir müssen uns gemeinsam um Nachwuchs im Bereich der sozialen Berufe kümmern, da wir nur dadurch die Attraktivität dieser Berufe steigern und dem Fachkräftemangel entgegenwirken können.“ betont Sandra Kusy, Sprecherin der Arbeitsgruppe. Damit das Konzept auch wirksam umgesetzt werden kann, nahm die Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregionplus Julia Gmach eingangs Kontakt mit den derzeitigen Auszubildenden der drei Ausbildungsstufen des Mädchenwerks Zwiesels und mit den angehenden Erziehern und Heilerziehungspflegern der Lebenshilfe Regen Kontakt auf. Sie hat die jungen Menschen befragt, welche Motivation und welche Erwartungen sie an ihren zukünftigen Beruf stellen. In Form eines Workshops wurde zusammen mit den Auszubildenden außerdem über geeigneten Maßnahmen zur Gewinnung von Nachwuchs im sozialen Bereich diskutiert: Was kommt wirklich an bei den Schülern? Welche Informationen benötigen Sie für die richtige Berufswahl? Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Kampagne? Welche Erwartungen an Weiterbildungen und Aufstiegschancen werden gestellt?

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Nachwuchsgewinnung Sozialer Berufe“ der Gesundheitsregionplus beim kreativen Arbeiten (v.li.): Barbara Friedl (Mädchenwerk Zwiesel), Christian Schmitz (Arberlandkliniken Zwiesel und Viechtach), Sandra Kusy (Lebenshilfe Regen ),  Edwin Schedlbauer (Caritas Elisabethenheim), Anja Herzog (Donauisarklinikum Deggendorf), Maria Nothaft (Hospizverein Zwiesel), Stephan Stangl (Ambulanter Pflegedienst Stangl), Petra Stangl (Ambulanter Pflegedienst Stangl), Dr. Peter Maier (Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayern), Angela Schwarz (Arberlandkliniken Zwiesel und Viechtach), Gudrun Bösmüller (Caritas Wohn- und Pflegezentrum St. Elisabeth), Petra Stiedl (Dr. Loew Kollnburg).
Die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Nachwuchsgewinnung Sozialer Berufe“ der Gesundheitsregionplus beim kreativen Arbeiten (v.li.): Barbara Friedl (Mädchenwerk Zwiesel), Christian Schmitz (Arberlandkliniken Zwiesel und Viechtach), Sandra Kusy (Lebenshilfe Regen ), Edwin Schedlbauer (Caritas Elisabethenheim), Anja Herzog (Donauisarklinikum Deggendorf), Maria Nothaft (Hospizverein Zwiesel), Stephan Stangl (Ambulanter Pflegedienst Stangl), Petra Stangl (Ambulanter Pflegedienst Stangl), Dr. Peter Maier (Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayern), Angela Schwarz (Arberlandkliniken Zwiesel und Viechtach), Gudrun Bösmüller (Caritas Wohn- und Pflegezentrum St. Elisabeth), Petra Stiedl (Dr. Loew Kollnburg).

Die Arbeitsgruppe trifft sich regelmäßig und arbeitet derzeit die einzelnen Bestandteile des Konzepts aus. Dabei geht die Blickrichtung immer auf den gesamten Landkreis, da „nur durch diesen einheitlichen Ansatz dem Fachkräftemangel langfristig entgegen gewirkt werden kann“, darüber sind sich die Teilnehmer der Gruppe sicher. Die Schüler sollen über die Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Landkreis informiert werden. Die Vorurteile über die sozialen Berufe, sei es über den Beruf des Erziehers oder den Beruf des Altenpflegers, sind längst veraltet. Daher will die Gruppe gemeinsam vermitteln was sie wirklich sind: arbeitsplatzsichere, sinnstiftende und professionelle Tätigkeiten, bei denen Herz und Spaß nicht zu kurz kommen.


- sb

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Quellenangaben

Landratsamt Regen



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