zurück zur Übersicht

27.12.2016
2010 Klicks
Posts |

Tausendfaches Kennenlernen der Natur

Neuschönau/Ludwigsthal. Im Wald Pflanzen und Tiere entdecken, mit dem GPS Gerät die richtige Spur finden, dank Mikroskop einen genauen Blick auf die Lebewesen im Bergbach werfen oder am Kamin über die Natur philosophieren, all das ermöglicht das Umweltbildungsangebot des Nationalparks Bayerischer Wald. Im vergangenen Jahr haben daran über 10.000 Kinder und Jugendliche von knapp 450 Schülergruppen aus dem ganzen Land teilgenommen. Eine besonders enge Kooperation besteht mit den aktuell neun Nationalpark-Partnerschulen aus der Region.
Die Nachfrage nochmal kräftig angekurbelt hat eine neue Umweltbildungsbroschüre, in der die Nationalpark-Pädagogen die umfangreichen Möglichkeiten des Naturerkundens darstellen. Von den Schulen wurde das Heftchen so gut angenommen, dass aktuell bereits eine zweite Auflage gedruckt wird.
Der Großteil der 2016 betreuten jungen Tagesbesucher tummelte sich rund um die Besuchereinrichtungen. Das Haus zur Wildnis in Ludwigsthal, das Hans-Eisenmann Haus in Neuschönau und das Waldgeschichtliche Museum in St. Oswald waren fast täglich Startpunkte für Entdeckertouren. „Die meisten Schulklassen kommen direkt aus dem Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau“, bilanziert Katharina Ries, stellvertretende Leiterin im Haus zur Wildnis.
„Erfreulich ist aber auch die stärker werdende Nachfrage aus dem Donauraum und dem Lamer Winkel.“ Hervorzuheben sei zudem der stetig steigende Teil der Gruppen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist.
Besonders viele Aktionen fanden mit den Nationalparkschulen statt, zu denen seit 2016 auch die Realschule Grafenau, das Gymnasium Zwiesel und die Paul-Friedl Mittelschule Riedlhütte gehören.
So wurden Projekt- und Ökologietage, ein P-Seminar zu lebendiger Biologie, ein Insektenprojekt, die Erarbeitung eines Reiseführers für Kinder, Waldkartierungen oder die Einführung in Geoinformationssysteme durchgeführt. Komplettiert wird die Zusammenarbeit vielerorts mit künstlerischen Aktionen in den jeweiligen Schulen. „Insgesamt kamen im vergangenen Jahr so etwa 1500 Schüler aus der Region in den Genuss von Aktivitäten rund um den Nationalpark“, rechnet Nationalpark Pädagoge Thomas Michler vor.

Waldkartierung am Fuße des Lusen: Schüler der Mittelschule Zwiesel, einer von neun NationalparkPartnerschulen, nehmen den nachwachsenden Wald genau unter die Lupe.
Waldkartierung am Fuße des Lusen: Schüler der Mittelschule Zwiesel, einer von neun Nationalpark-Partnerschulen, nehmen den nachwachsenden Wald genau unter die Lupe.

Aber nicht nur hiesige Kinder und Jugendliche erkundeten das Großschutzgebiet. Vor allem das Wildniscamp am Falkenstein bei Zwieslerwaldhaus und das Jugendwaldheim in Schönbrunn am Lusen waren Anlaufpunkte für Schüler aus ganz Deutschland. „Die weiteste Anreise hatte ein Gymnasium aus Ronnenberg in Niedersachsen, das sich ganz gezielt den Nationalpark als Ziel ausgesucht hat, um den Lehrplaninhalt Ökosystem Wald bei uns kennen zu lernen“, sagt Wildniscamp Leiter Achim Klein. Ins Jugendwaldheim kam für das esri-Sommercamps sogar eine Schülergruppe aus der Nähe von Kiel, um im Nationalpark die Handhabe von Geoinformationssystemen auszuprobieren. Zusammen mit den an Wochenenden und in den Ferien vom Verein Waldzeit betreuten Gruppen kommen die beiden Nationalpark-Jugendbildungseinrichtungen heuer auf stolze 12.000 Übernachtungen.
„Wir freuen uns, dass unsere pädagogischen Programme weiterhin so regen Zulauf haben“, sagt Sachgebietsleiter Josef Wanninger. „Den Erfolg verdanken wir hauptsächlich dem überdurchschnittlichen Engagement unserer Mitarbeiter und vieler ehrenamtlichen Waldführer.“ So steht der Nationalpark jungen Naturfreunden auch im kommenden Jahr jederzeit als spannendes Outdoor-Klassenzimmer zur Verfügung.


- SB


Nationalparkverwaltung Bayerischer WaldGrafenau

Quellenangaben

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald

Sie möchten Ihren Bericht regional bewerben?

Alle Informationen und Ihren Ansprechpartner finden Sie HIER.



Kommentare

Bitte registrieren Sie sich um hier Kommentare eintragen zu können!
» Jetzt kostenlos Registrieren oder haben Sie Loginprobleme?


Ähnliche Berichte

Nationalpark bietet wieder Waldführer-AusbildungGrafenau Wer hat Lust, Kindern, Schülern und Besuchern die Aufgaben und Ziele sowie die Einrichtungen und landschaftlichen Höhepunkte des Nationalparks näher zu bringen? Für den ist die Ausbildung zum ehrenamtlichen Waldführer genau das Richtige. Bis zum 31. Januar 2023 können sich Interessierte bewerben.Mehr Anzeigen 09.11.2022Die Natur abgedrucktNeuschönau Die Natur vor der eigenen Haustür mal in ein anderes Licht setzen. Das durften die Zweit-, Dritt- und Viertklässler der Neuschönauer Heinz-Theuerjahr-Schule zusammen mit der Passauer Künstlerin Verena Schönhofer erleben.Mehr Anzeigen 13.07.2017Ausstellung informiert über das LIFE+ ProjektRegen Noch bis September 2018 läuft das LIFE+ Projekt im Nationalpark Bayerischer Wald. Die Ziele sind klar definiert. Mit dem Projekt soll der Wasserhaushalt in den Moorgebieten verbessert werden, zudem soll die Durchgängigkeit und natürliche Dynamik der Fließgewässer, sprich der Bäche im Parkgebiet, verbessert werden.Mehr Anzeigen 22.03.2017Die Faschingsferien in der Natur genießenGrafenau Rund um Fasching gibt‘s nur eine Woche Ferien, aber die will gut genutzt sein? Kein Problem mit dem Kinderferienprogramm des Nationalparks Bayerischer Wald! Dort ist Spiel, Spaß und Spannung garantiert.Mehr Anzeigen 20.02.2017SommerSpezial (3): Der Wald und seine MenschenNeuschönau (Neuschönau) Sandra de Graaf ist Rangerin im Nationalpark Bayerischer Wald. Ein wunderbarer Job. Sie passt nicht nur auf die Natur auf, sie lehrt uns auch, damit umzugehen.Mehr Anzeigen 06.08.2015SommerSpezial: Der Wald und seine MenschenSankt Oswald (Sankt Oswald) Im Waldgeschichtlichen Museum in St. Oswald kann man die Geschichte und Entwicklung, die Nutzung und die Kultur des Bayerischen Waldes hautnah erfahren.Mehr Anzeigen 11.07.2015