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26.09.2022
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Aktion zum Tag der Patientensicherheit im Bezirksklinikum Mainkofen

Als Mitglied des Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) stellte sich das Bezirksklinikum Mainkofen dem diesjährigen Motto. Das APS setzt sich für Strategien zur Vermeidung unerwünschter Ereignisse ein, die oftmals infolge komplexer und arbeitsteiliger Abläufe entstehen.

Im Fokus stand dabei die Verordnung, Verabreichung und der fachgerechte Umgang mit Medikamenten. Mittels Infoflyern, Plakaten an zentralen Orten und Einbeziehung von Patienten und Angehöriger wurde auf mögliche Risiken hingewiesen.  Dies betraf nicht nur den Standort Mainkofen, sondern alle weiteren „Filialen“ wie Passau, Grafenau und Pfarrkirchen.

Im Bezirkskrankenhaus Passau zeigen digitalisierte Anordnungen den großen Vorteil, dass ärztlich verordnete Medikamente nur von dieser Berufsgruppe in die Behandlungspläne eingetragen werden. Die Wirkstoffe werden unverwechselbar benannt und die Höhe der Dosierung eindeutig beschrieben.  Im Gegensatz dazu kann eine handschriftliche Anordnung oder die Dosis manchmal nicht eindeutig identifiziert werden. Auch Übertragungsfehler in wechselnde Behandlungsblätter werden vermieden.

Bei der Zubereitung der Medikamente gilt das „Vier-Augen-Prinzip“ – ungestörte Umgebung und zwei Pflegefachkräfte, die die Verordnung auf Richtigkeit überprüfen. Zu den Prüfkriterien zählen Patientenname, Medikamentenname, Darreichungsform, Dosierung, Zeitpunkt der Einnahme und schließlich die ordnungsgemäße Dokumentation der zubereiteten und verabreichten Medikamente. Ein Plakat mit den Prüfkriterien hatte jede Station der größten Gesundheitseinrichtung des Bezirks Niederbayern erhalten.

v. li. Hans Peter Hartl, stellv. Pflegedirektor, Uwe Böttcher, Krankenhausdirektor, Kurt Kroner M.A., Qualitätskoordinator
v. li. Hans Peter Hartl, stellv. Pflegedirektor, Uwe Böttcher, Krankenhausdirektor, Kurt Kroner M.A., Qualitätskoordinator


Eine Besonderheit der Verabreichung ist die Medikamentengabe über eine Ernährungssonde. Auch hier gilt es, Gefahren zu kennen und sicherzustellen, dass der gewünschte Wirkstoff beim Patienten ankommt. Gemeinsam mit Chefapothekerin Dorit Engelke wurden Umgangsregeln zusammengefasst und auf Schwerpunktstationen verteilt. So können in die Pflege und Behandlung eingebundene Mitarbeitende ihren Wissenstand abgleichen und zu mehr Sicherheit im komplexen Vorgang „Medikation“ beitragen.

Den ambulanten Dienstleistern des Bezirksklinikums wurden zudem Infos für Patienten und Angehörige überreicht, wie Arzneimittel zu Hause bestmöglich gelagert und gehandhabt werden sollen.

Das Bezirksklinikum Mainkofen möchte damit ein Zeichen für mehr Patientensicherheit setzen.


- SB


Bezirksklinikum MainkofenMainkofen

Quellenangaben

Bezirksklinikum Mainkofen
Foto: Christine Windorfer

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