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17.10.2021
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Junge Union fordert schonungslose Aufarbeitung der Bundestagswahl

Begleitet von den Auftritten zahlreicher hochrangiger Vertreter und Mandatsträger der CSU, einer intensiven Aussprache zur Bundestagswahl sowie der Beratung zahlreicher inhaltlicher Anträge wählte die Junge Union Bayern im Zuge ihrer dreitägigen Landesversammlung in Deggendorf einen neuen Landesvorstand sowie ihre Vertreter für die bundesweiten und internationalen Gremien. Dabei bestätigten die rund 300 Delegierten den oberpfälzer Europaabgeordneten Christian Doleschal mit 94,78 Prozent der Stimmen an die Spitze des bayerischen Landesverbandes der Jungen Union.

Im Zuge der turnusgemäßen Neuwahlen wurde der Vorsitzende der Jungen Union im Landkreis Regen, Alexander Hannes, als Stellvertreter des Landesvorsitzenden Christian Doleschal gewählt. „Für mich ist das eine besondere Ehre und eine ebenso spannende Aufgabe. Die Wahl nehme ich mit großer Demut an“, sagt Hannes nach seiner Wahl, für die er vom niederbayerischen JU-Bezirksverband einstimmig nominiert worden war. „Als ich 2011 der JU beigetreten bin, hätte ich das niemals für möglich gehalten“, so der 29-jährige Zwieseler Stadt- und Kreisrat weiter. Zu den ersten Gratulanten zählt sodann der örtliche JU-Kreisvorsitzende Christoph Weishäupl. „Es ist ein starkes Zeichen und kann für die gesamte Region nur positiv sein, dass wir mit Alexander Hannes eine erfahrenen und verwurzelten Kommunalpolitiker aus dem Bayerischen Wald im höchsten Gremium der JU Bayern haben“, begrüßt Weishäupl die Wahl seines Regener Amtskollegen.

Als weitere stellvertretende Landesvorsitzenden wurden Dr. Nicole Kaiser (Oberfranken), Stefanie Hümpfner (Unterfranken) und Dr. Ludwig Lenzgeiger (Schwaben) gewählt. Als Mitglied des als Deutschlandrat bezeichneten erweiterten Bundesvorstands der Jungen Union Deutschlands wurde mit dem Kreisvorsitzenden der JU Passau-Stadt, Jonas Weidenthaler, auch ein Vertreter der Region in ein bundesweites Gremium entsandt. Der stellvertretende Kreisvorsitzende aus Freyung-Grafenau, Daniel Traxinger, ist dort weiterhin stellvertretendes Mitglied. Carlo Schöpp wurde wiederum in seiner Funktion als Delegierter in den JU-Deutschlandtag bestätigt.
Jenseits der Wahlhandlungen stellten u. a. die Reden sowie die anschließenden Diskussionen mit dem Bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Parteivorsitzenden Dr. Markus Söder, dem Vorsitzenden der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, Manfred Weber, der Bayerischen Landtagspräsidentin Ilse Aigner sowie CSU-Generalsekretär Markus Blume zentrale Höhepunkte der Landesversammlung dar. Hierbei war den Delegierten an einer klaren Aussprache und einer ehrlichen Aufarbeitung des Abschneidens bei der Bundestagswahl gelegen. „Konfrontiert mit dem schlechtesten Wahlergebnis der gesamten Unionsgeschichte müssen wir uns fragen, wie es zu einem derart drastischen Absturz kommen konnte und daraus die richtigen Schlüsse für die Zukunft ziehen“, umreißt Kreisvorsitzender Christoph Weishäupl den Geist der Debatte, der sich auch in der Abschlusserklärung zur Landesversammlung widerspiegelt.

(v. links n. rechts) Die Landesdelegierten der Jungen Union Freyung-Grafenau, Ersatzdeutschlandrat Daniel Traxinger, Kreisvorsitzender Christoph Weishäupl und Deutschlandtagsdelegierter Carlo Schöpp, mit dem wiedergewählten Landesvorsitzenden Christian Doleschal, MdEP, dem niederbayerischen Bezirksvorsitzenden Michael Fuchs sowie dem Regener Kreisvorsitzenden und neu gewählten stellvertretenden Landesvorsitzenden Alexander Hannes.(v. links n. rechts) Die Landesdelegierten der Jungen Union Freyung-Grafenau, Ersatzdeutschlandrat Daniel Traxinger, Kreisvorsitzender Christoph Weishäupl und Deutschlandtagsdelegierter Carlo Schöpp, mit dem wiedergewählten Landesvorsitzenden Christian Doleschal, MdEP, dem niederbayerischen Bezirksvorsitzenden Michael Fuchs sowie dem Regener Kreisvorsitzenden und neu gewählten stellvertretenden Landesvorsitzenden Alexander Hannes.


Die abschließend verabschiedete „Deggendorfer Erklärung“ trägt den Titel „Next Generation – Mutig. Frei. Selbstbestimmt.“ und nimmt insbesondere das Abschneiden der Union in der Zielgruppe der jungen Menschen in den Blick. „Zwar waren wir bei den U18-Wahlen in Bayern immer noch stärkste Kraft, doch rückt dies angesichts des geringen Vorsprungs und insbesondere des Ergebnisses bei den Erstwählern in den Hintergrund“, wie Landesdelegierter Daniel Traxinger bilanziert. Es sei Zielsetzung und Anspruch der CSU die absolute Mehrheit in Bayern zurückzuholen und in allen Altersstufen stärkste und bestimmende politische Kraft zu sein, so Traxinger weiter. Der Schlüssel hierzu soll mitunter darin liegen, wieder mehr Mut zur eigenen Meinung zu haben sowie ein klares Bekenntnis zu Freiheit und Selbstbestimmung abzugeben.

„Die vergangenen zwei Corona-Jahre haben uns daran erinnert, dass unsere Freiheit ein wichtiges, wenn nicht sogar das wichtigste Gut ist und wir gut daran tun, so viel Freiheit wie irgendwie möglich zuzulassen“, ist Landesdelegierter Carlo Schöpp überzeugt. Staatliche Eingriffe müssten minimiert und die Bürgerinnen und Bürger wieder stärker als mündig und selbstbestimmt begriffen werden. „Während sich andere Parteien für immer mehr Regelungen, Quoten und Steuererhöhungen aussprechen, sind wir die Verfechter eines Staates, der uns die Freiheit lässt, unsere eigene Zukunft selbst in die Hand zu nehmen“, heißt es in der Erklärung der Jungen Union. Die Union müsse das Wahlergebnis nun schonungslos aufarbeiten, sich personell breiter aufstellen, allen voran aber wieder mutig, frei und selbstbestimmt für ihre Themen und um die Meinungsführerschaft werben, ist Kreisvorsitzender Weishäupl überzeugt. Manfred Weber formuliert es in seiner Rede dahingehend, dass die Trendwende nur dann gelingen kann, wenn die Union nicht länger „Agenda-Surfing“, sondern wieder vermehrt „Agenda-Setting“ betreibt.


- sb


Junge Union Freyung-GrafenauFreyung

Quellenangaben

Junge Union Freyung-Grafenau

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