Wie wird man eigentlich Influencer*in? – Ein Gespräch mit Nadine Freund

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19.05.2021
Büchlberg
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Facebook, Instagram und Co. Social-Media ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Umso interessanter ist es, wenn sich daraus ganz neue Berufsfelder entwickeln, von denen man bis dato noch nie etwas gehört hat. So geschehen bei Nadine Freund aus dem Landkreis Passau. Seit einigen Jahren arbeitet die 22-jährige auf Instagram als Influencerin. Wie wird man eigentlich Influencerin und wie sieht so ein Arbeitsalltag aus? Wir haben Nadine Freund besucht und nachgefragt!

 

Von Null auf Hundert

115.000. So viele Follower hat Nadine Freund in ihren mittlerweile ca. vier Jahren als Influencerin angesammelt. Alleine 2 Millionen Aufrufe in den letzten zwei Wochen kann Nadine Freund auf ihrem Instagram-Kanal verzeichnen. Die Aufrufe gehen weit über Bayern, Deutschland und Europa hinaus. Etwa 8% ihrer Aufrufe stammen aus den vereinigten Staaten. Angefangen hatte das damals mit einem einfachen Hobby, erklärt sie. Während ihrer Fortbildung begann sie damit, Fotos von sich auf Instagram hochzuladen. Den Kanal hatte sie da schon bereits seit 2012, allerdings entstanden erst jetzt qualitativ höherwertigere Fotos. „Ich hatte damals sehr viel Freizeit und einfach Lust vor der Kamera zu stehen und Bilder zu bearbeiten“. Mit ihren ersten 3000 Followern wurden schließlich erste regionale Firmen auf sie aufmerksam. Die ersten Aufträge beinhalteten meist Fashion und Tracht mit regionalen, typisch bayerischen Bezügen. „Danach schossen die Follower-Zahlen rapide in die Höhe“, sagt Nadine. Mit der steigenden Reichweite ging auch schließlich ein deutschlandweites Interesse an Nadine Freunds Insta-Profil einher. Seitdem sind Nadines Auftragslisten gut gefüllt und erlauben ihr zudem, zwischen verschiedenen Aufträgen auszuwählen. Ein gewöhnlicher Auftrag sieht dann wie folgt aus: Zunächst nimmt Nadine oder die Firmen selbst Kontakt auf. Anschließend stellt sich die Firma vor und präsentiert ihr Produkt, das sie bewerben möchten. Die Firmen holen sich zudem noch sog. „Insights“ des Influencers ein. Dabei handelt es sich um Statistiken, die mögliche Zielgruppen aufzeigen. Wenn das Angebot für beide Seiten stimmt, werden etwaige Richtvorgaben vereinbart, wie z.B. wo und wie gepostet werden soll. „Das Produkt muss einerseits zu mir passen und andererseits muss ich auch hinter dem Produkt stehen können“, meint sie.

 

 

Sei du Selbst

Die Produkte, die Nadine bewirbt, reichen über Tracht & Beauty bishin zu Autos & Reisen. Alles Themen, die bei Nadine auch persönlich Anklang finden. Ihr heimlicher Favorit ist allerdings ihr Audi Quattro, den man auf ihrem Instagram-Kanal ebenfalls begutachten kann. „In einer meiner letzten Umfragen, bei der ich meine Follower befragt habe, wieso sie mich abonnieren, meinten sehr viele, dass sie mich wegen des Audis abonnieren würden“, sagt sie. Auch spiele der Dialekt eine wichtige Rolle. „Ein Follower meinte, er fände meinen Dialekt so sympathisch, auch wenn er nicht alles verstehen würde“, lächelt sie. Authentizität sei ihr generell sehr wichtig, erklärt mir Nadine. „Viele Leute meinen, sie müssen andere bekannte Personen nachahmen um erfolgreich zu werden, aber das geht in den meisten Fällen schief“, sagt sie. Ihr Tipp: „Sei du selbst!“.

 

 

Ihrer Profession als Influencerin geht Nadine nebenberuflich nach. Trotz der guten Auftragslage sei ihr ein Angestelltenverhältnis aber immer noch sehr wichtig. Nichtsdestotrotz lässt sich ihr derzeitiger Job sehr gut mit dem Beruf der Influencerin vereinbaren. Was häufig nicht beachtet wird: Hinter dem Beruf des Influencers steckt weit mehr als ausschließlich Fotos zu machen. Neben einem hohen verwaltungstechnischen,- und organisatorischen Aufwand, verlangt der Beruf eine hohe Aktivität auf den Social-Media Plattformen. Nadine vergleicht das gerne mit dem Fernsehen. Für sie ist der gemeinsame Nenner beider Medien die Unterhaltung. „Die Leute würden das Interesse verlieren, wenn man nur einmal im Monat etwas posten würde“, meint sie. Das erfordert demnach eine hohe Präsenz auf den Plattformen. Nach wie vor bereitet ihr aber der Beruf als Influencerin eine große Freude: „In dem Job lernt man total viele Leute kennen und knüpft Kontakte, weit über die Region hinaus!“.

 

Wer Nadine Freund auf ihrem Instagram-Kanal besuchen möchte, kann das hier tun.


- MH


Nadine FreundNadine FreundBüchlberg
Serie: Berufe und Unternehmen in der RegionBeruf oder doch Berufung? Menschen aus der Region erzählen uns, wie sie zu ihrem Beruf gekommen sind. Von außergewöhnlichen Berufen bis hin zu Geschichten über Frauen in einer Männerdomäne - oder umgekehrt - in dieser Serie beleuchten wir die Arbeitswelt in der Region und darüber hinaus.

Quellenangaben

Fotos: Bavarian Girl/Nadine Freund
Bildupload: Manuel Hartmann Manuel Hartmann Manuel Hartmann

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