zurück zur Übersicht

13.04.2021
551 Klicks
teilen

Enorme Nachfrage nach den Instrumenten der Ländlichen Entwicklung

Der neue Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) Niederbayern, Hans-Peter Schmucker, traf sich mit dem Landtagsabgeordneten Manfred Eibl zum gegenseitigen Informations- und Meinungsaustausch.

Schmucker berichtete, dass derzeit rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am ALE Niederbayern als Geodäten, Geographen, Techniker, Agraringenieure, Architekten, Landschaftsplaner, Bauingenieure, Regionalmanager, Juristen und Verwaltungsfachkräfte beschäftigt sind, um den gegebenen politischen Auftrag zu erfüllen. Ziel sei es, den ländlichen Raum mit seinen Dörfern und Landschaften nachhaltig zu stärken und für die dort beheimateten Menschen gleichwertige Lebensverhältnisse wie in den Städten zu schaffen. Ausgewählte Projekte der Ländlichen Entwicklung würden durch das ALE von der Planung bis zur Umsetzung fachlich begleitet und finanziell unterstützt.
Derzeit befinden sich am ALE Niederbayern mehr als 450 Projekte mit einer noch wesentlich höheren Anzahl an Einzelmaßnahmen in Bearbeitung. „Dies zeigt“, so Schmucker wörtlich, „dass unsere Instrumente bestens auf die Bedürfnisse des ländlichen Raums abgestimmt und enorm nachgefragt sind. Dieser großartige Erfolg hat jedoch auch seine Schattenseiten. Denn die Anträge auf Förderung übersteigen die finanziellen Möglichkeiten des ALE Niederbayern bei weitem. Speziell in den letzten drei Jahren hat man in guter Absicht zu vieles in Aussicht gestellt, das sich nur über einen längeren Zeitraum hinweg realisieren bzw. finanzieren lässt. Die in diesem Zusammenhang dringend notwendige Konsolidierung wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Dennoch ist kein zugesagtes Projekt grundsätzlich in Frage gestellt“.

Hans-Peter Schmucker, Leiter des ALE Niederbayern, (li.) und MdL Manfred EiblHans-Peter Schmucker, Leiter des ALE Niederbayern, (li.) und MdL Manfred Eibl


MdL Manfred Eibl betonte in dem Gespräch, dass sich bereits mehrere Gemeinden wegen der ausbleibenden Auszahlung von Zuschüssen an ihn gewandt hätten. Er verwies darauf, dass die Kommunen die Zuschüsse des ALE Niederbayern fest eingeplant und nun Probleme bei der Aufstellung ihrer Haushalte hätten. Wenn absehbar in diesem und evtl. auch in Folgejahren keine Auszahlungen erfolgen können, solle das Amt den betroffenen Gemeinden zumindest zeitliche Perspektiven aufzeigen.

„Daran wird bereits mit Hochdruck gearbeitet“, versicherte Schmucker. „Sobald eine solide Datenbasis vorliegt, wird sich das Amt mit konkreten Aussagen an die betroffenen Kommunen wenden.“ Der Amtsleiter bat allerdings um Verständnis dafür, dass dies noch etwas Zeit in Anspruch nehmen werde.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs wurde speziell auf die Bedürfnisse der Integrierten Ländlichen Entwicklung „Ilzer Land“ eingegangen. Zur Behandlung dieses Themas war auch der neue Vorsitzende des Trägervereins, Herr Werner Weny, mit angereist.


- sb


Amt für Ländliche EntwicklungLandau a. d. Isar

Quellenangaben

ILE Ilzer Land
Amt für Ländliche Entwicklung

Sie möchten Ihren Bericht regional bewerben?

Alle Informationen und Ihren Ansprechpartner finden Sie HIER.


Kommentare

Bitte registrieren Sie sich um hier Kommentare eintragen zu können!
» Jetzt kostenlos Registrieren oder haben Sie Loginprobleme?


Ähnliche Berichte

Zukunftsfähiges Konzept der Innenentwicklung im Ilzer LandSchönberg Bei der kürzlich stattgefundenen Vorstandssitzung der ILE Ilzer Land wurde das fortgeschriebene gemeindeübergreifende Innenentwicklungskonzept offiziell an die Verantwortlichen und Gemeinden übergebenMehr Anzeigen 06.08.2021Tierwohl und FleischqualitätLandshut Die Genussregion Niederbayern, ein Gemeinschaftsprojekt des Amts für ländliche Entwicklung (ALE) und des Bezirks Niederbayern, blickt über den Tellerrand hinaus und startete kürzlich ihre Weiterbildungsinitiative, in diesem Fall zum Thema „Größtmögliches Tierwohl als Grundstein für höchstmögliche Fleischqualität — MehrWert für Tier, Mensch und Umwelt“.Mehr Anzeigen 17.07.2021Einblicke in die DigitalisierungPerlesreut Mit digitalen Betriebsportraits der Öko-Modellregion unterstützen Lena Schandra und Katharina Hobelsberger Betriebe dabei, Kunden zu finden und auf ihre Produkte aufmerksam zu machen.Mehr Anzeigen 17.06.2021Innenentwicklung im Ilzer Land startet wieder durchPerlesreut Das erste Nach-Corona-Treffen der Lenkungsrunde Innenentwicklung der ILE Ilzer Land markiert einen Neustart des Handlungsfelds Innenentwicklung - Flächensparen als Priorität.Mehr Anzeigen 05.06.2021Positive Entwicklung bei der Ortskernbelebung im Ilzer LandPerlesreut Wie alle Gemeinden der Umgebung, so hat auch Perlesreut mit dem Leerstand im Ortskern zu kämpfen. Der Grund für diese negative Entwicklung ist im Moment in vielen Kommunen derselbe – Corona.Mehr Anzeigen 04.06.2021Neue Projektmanagerinnen der Öko-Modellregion Ilzer LandPerlesreut „Wir freuen uns auf neue Projekte, eine gute Zusammenarbeit mit den Betrieben in der Region und euren Ideen“, führte Manfred Eibl, MdL und 1. Vorsitzender der ILE Ilzer Land aus, als er Anfang März die beiden neuen Beauftragten der Öko-Modellregion bei einem gemeinsamen Planungstermin begrüßte.Mehr Anzeigen 10.04.2020