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17.12.2020
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Arbeiten auf der Überholspur

„Diese Zeiten verlangen von jedem viel“, so Josef Bauer (Geschäftsführender Vorstand). „Gerade im Umgang mit Menschen und deren Notlagen muss bei unseren Kollegen eine gute Resilienz gesichert werden.“ Diese Widerstandskraft zu erhalten und zu stärken liegt dem Wohlfahrtsverband am Herzen: „Stress hat zwei Gesichter. Gerade wenn neue Situationen eintreten, auf die es keine Möglichkeit zur Vorbereitung gibt.“

Stress – das Salz in der Suppe

Wir wissen: Stress sicherte dem Menschen das Überleben.

Gerade die vergangenen turbulenten Monate verlangten eine rasche Anpassung an neue Gegebenheiten. Das kann schnell zu viel werden. Die Folgen: Der Körper sendet zwar Symptome, wie Kopfschmerzen & Co., aber gern werden diese dann übergangen. Je mehr Signale missachtet werden, umso mehr verdichten sich diese Beeinträchtigungen“, informierte im Webinar Thomas Garhammer, Fachberater beim Gesundheitszentrum Deggendorf (B.A.D) die Teilnehmer. „Mit zunehmender Anspannung kommt es zu Störungen, ernsten Erkrankungen und letztendlich kann auch der Zusammenbruch drohen.“ Neben allgemeiner Ausführungen was Stress bedeutet, ging der Referent auf die Bewältigung der negativen Stressentwicklung ein.

Thomas Garhammer, Berater beim Gesundheitszentrum Deggendorf B.A.DThomas Garhammer, Berater beim Gesundheitszentrum Deggendorf B.A.D

Regeneration statt Karussell im Kopf

„Es gilt auf drei Ebenen eigene Kompetenzen zu entwickeln: bei den äußeren ‚Stressoren‘, also dem, was mich stresst. Bei meinen persönlichen Mustern, die den Stress verstärken und die eigene Stressreaktion. Dafür empfiehlt Garhammer von Zeit zu Zeit eine Bestandsaufnahme. In diesem Zusammenhang gilt es auf die „äußeren Stressoren“ gezielt einzuwirken: Etwa ein klärendes Gespräch mit der Kollegin zu führen, fehlende aber notwendige fachliche Zusatz-Qualifikationen zu erwerben, aber auch sich für die eigenen Bedürfnisse einzusetzen. „Förderliche Bewertungen sich selbst gegenüber zu formulieren hilft immer den Stress abzufedern.“ Darüber hinaus sollten Techniken zur Entspannung erlernt und in den Alltag integriert werden. Neben regelmäßiger Bewegung, bewusster Ernährung und ausreichend Schlaf, ist es sehr wichtig, außerberufliche Kontakte aufzubauen und zu pflegen.

Sich einen positiven Ausgleich neben dem Beruf zu schaffen. „Stress ist für den Menschen immer schon überlebenswichtig. Er bringt Energie, schafft Sinn. Jeder erlebt Stress anders. Aber Stress kann auch toxisch wirken. Der Mensch braucht daher immer auch ein gutes Maß an Regeneration“, fasste Thomas Garhammer die Präsentation zusammen. Anmerkung: Sollte das mit dem klärenden Gespräch wieder einmal nicht zum gewünschten Ergebnis geführt haben. „King-Kong“ hilft sofort – Maximale Körperspannung und sich mit beiden Fäusten auf den Brustkorb trommeln. Im Homeoffice stellt übrigens dann auch die entsprechende akustische Untermalung kein Problem mehr dar.


- sb


Kreis-Caritasverband Freyung-Grafenau e.V.Firmenpartner-BronzeFirmenpartner BronzeFreyung

Quellenangaben

Kreis-Caritasverband Freyung-Grafenau e.V.



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