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03.12.2020
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Soldaten aus der Kaserne in Freyung unterstützen das Gesundheitsamt des Landratsamtes Freyung-Grafenau

Das Gesundheitsamt des Landratsamtes Freyung-Grafenau steht nach wie vor bei der Bewältigung der Corona-Pandemie an vorderster Front. Seit neun Monaten ist das Gesundheitsamt - genauer gesagt die Abteilung Gesundheitswesen des Landratsamtes Freyung-Grafenau in Waldkirchen - gefordert. Vorrangiges Ziel ist dabei die Unterbrechung der Infektionsketten. Soldaten der Kaserne am Goldenen Steig unterstützen das Gesundheitsamt bei dieser Infektionskettennachverfolgung. Möglich wird das durch einen sogenannten Hilfeleistungsantrag. Dieser Antrag sorgt dafür, dass eine zivil-militärische Kooperation durchgeführt werden kann, um bestimmte Aufgaben zu erfüllen: Hier die Bekämpfung des Corona-Virus durch die Ermittlung von Kontaktpersonen sowie die Unterbrechung von Infektionsketten.
Zusammen mit Landrat Sebastian Gruber machte sich der Kommandeur des Aufklärungsbataillons 8, Oberstleutnant Darius Niemm, ein Bild von der Arbeit der Soldaten. „Es gibt immer wieder Themen und Projekte, in der die Zusammenarbeit von Landkreis und Garnison reibungslos funktioniert. Die Corona-Pandemie zeigt uns täglich, dass wir sämtliche Kräfte mobilisieren müssen, um diese Anstrengungen bewältigen zu können. Ein herzliches Dankeschön für die Unterstützung durch die Bundeswehr, insbesondere durch das Aufklärungsbataillon 8“, so Landrat Gruber.
Insgesamt sind es zehn Soldaten von der Kaserne Am Goldenen Steig, die das Gesundheitsamt unterstützen. Die Arbeitsplätze befinden sich in frisch renovierten Räumen des Gesundheitszentrums Waldkirchen. Oberstabsfeldwebel Markus Bechteler behält dabei den Überblick über die Aufgabenverteilung. Die Soldaten werden in der Kontaktpersonennachverfolgung eingesetzt sowie in der Sichtung und Meldung von Zahlen in diesem Zusammenhang. Oberstleutnant Niemm zeigt sich erfreut darüber, dass die Soldaten der Bundeswehr hier Hilfe leisten können und mit der neuen Aufgabe auch gut ausgelastet sind.

(v. l.): Oberstleutnant Darius Niemm, Verwaltungsleiterin Stefanie Anetzberger-Peter, Katastrophenschutz-Beauftragter Thomas Thurnreiter, Oberstleutnant der Reserve Johann Ederer, Oberstabsfeldwebel Markus Bechteler, Amtsärztin Dr. Sonja Kandlbinder und Landrat Sebastian Gruber(v. l.): Oberstleutnant Darius Niemm, Verwaltungsleiterin Stefanie Anetzberger-Peter, Katastrophenschutz-Beauftragter Thomas Thurnreiter, Oberstleutnant der Reserve Johann Ederer, Oberstabsfeldwebel Markus Bechteler, Amtsärztin Dr. Sonja Kandlbinder und Landrat Sebastian Gruber


Die Arbeit der Soldaten besteht vor allem darin, dass Kontakte von nicht im Landkreis lebenden Indexfällen ermittelt werden. Ein Indexfall ist eine Person, die positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet wurde. Diese Person lebt nicht im Landkreis hat aber Kontakt zu Landkreisbürgern. Das zuständige Gesundheitsamt des Indexfalls informiert das Gesundheitsamt des Landratsamtes Freyung-Grafenau über die Kontaktpersonen. Diese Kontakte werden dann von den Soldaten verfolgt, um eine mögliche Infektion abzuklären und alles Weitere zu besprechen.
Dr. Sonja Kandlbinder, Leiterin der Abteilung Gesundheitswesen, zeigt sich ebenfalls zufrieden mit der Arbeit der Unterstützungskräfte des Contact Tracing Teams (CTT). Da der aktuelle Hilfeleistungsantrag am 4. Dezember ausläuft, wurde bereits ein neuer Antrag gestellt, damit das Aufklärungsbataillons 8 weiterhin das Gesundheitsamt unterstützen kann.
Auch wenn die Kontaktnachverfolgung über das Gesundheitsamt läuft, ist es wichtig, auf die Eigenverantwortung hinzuweisen. Aufgrund der hohen Fallzahlen kann es bei der Nachverfolgung zu Zeitverzögerungen kommen. Deswegen sollen Betroffene, sobald ein positives Testergebnis vorliegt, enge Kontaktpersonen darüber informieren, damit diese den Kontakt zu anderen Menschen auf ein absolut nötiges Minimum reduzieren können.


- SB


Landratsamt Freyung-GrafenauFreyung

Quellenangaben

Landratsamt Freyung-Grafenau

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