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23.07.2020
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„Die Krise hat auch positive Seiten“ – Stellenwert der Gesundheitsversorgung wieder gestiegen

Die CSU-Mandatsträger MdL Max Gibis, MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler und Bezirksrat Josef Heisl haben sich zu einem ersten offiziellen Antrittsbesuch bei Landrat Sebastian Gruber eingefunden.
Corona hat auch in diesem Fall dafür gesorgt, dass es erst jetzt zu einem Austausch unter den Politikvertretern der unterschiedlichen Ebenen gekommen ist. „Aber es gibt auch nicht viel zu klagen, denn wir haben dankenswerter Weise mittels zahlreicher Förderprogramme Zuschüsse erhalten – im Bereich der Sportförderung, Sonderausstattung für digitale Endgeräte und vieles mehr“, dankt Landrat Gruber in diesem Zusammenhang den Landtagsabgeordneten für ihr Engagement auf Landesebene zu Gunsten der Kommunen. Auch was die Förderungen im Zusammenhang mit Gewerbesteuerausfällen im Rahmen der Corona-Krise angehe, darf man auf kommunaler Ebene mit Unterstützung des Freistaats rechnen. „Es bleibt weiter abzuwarten wie sich über den Jahreswechsel die Wirtschaft stabilisiert. Beim produzierenden Gewerbe bleibt abzuwarten, wie es sich entwickelt. Schwerer trifft es unsere Gastronomie und die Hotellerie – vor allem die mittelgroßen Betriebe haben die größeren Probleme“, so Gruber. Auch der Kulturbereich leide unter den Beschränkungen. „Bei uns im Landkreis leben konzentriert viele junge Menschen, die beispielsweise von der Musik leben und die es dementsprechend schwer haben.“ Dennoch: Die Entscheidungen im Umgang mit Corona seitens der Bayerischen Staatsregierung könne er als Landrat voll und ganz nachvollziehen – „wir müssen weiterhin vorsichtig sein. Denn eine zweite Welle darf es nicht geben“, sind sich auch die Abgeordneten Waschler und Gibis einig.

Die Corona-Krise habe auch ihre positiven Seiten: So ist für Gruber in diesen Zeiten sehr deutlich zum Vorschein gekommen, dass eine Gesundheitsversorgung unter kommunaler Trägerschaft eine absolute Daseinsberechtigung habe. „Die Grundversorgung auf dem Land ist wesentlich und von essenzieller Bedeutung. Die Wege müssen weiterhin kurz sein.“

(v.l.) Bezirksrat Josef Heisl, MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, Landrat Sebastian Gruber und MdL Max Gibis.(v.l.) Bezirksrat Josef Heisl, MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, Landrat Sebastian Gruber und MdL Max Gibis.


Neben Corona haben sich die Mandatsträger auch zu weiteren Themenfelder den Landkreis betreffend ausgetauscht. „Wir haben zahlreiche Herausforderungen und Aufgaben auf dem Plan. Eines der größten Projekte ist mit Sicherheit die Sanierung und Erweiterung der Berufsschule in Waldkirchen. Der erste Bauabschnitt wird Ende des Jahres abgeschlossen sein – in Summe übrigens eine Maßnahme mit knapp 50 Millionen Euro“, so Gruber weiter. Bis dato laufe alles rund und man werde sich intensiv für die Stabilität der Sprengel, speziell der Dachdecker, einsetzen und auch weiterhin Initiativen wie die „Kooperation Holz“ mit Rosenheim befeuern. „Das Kompetenzzentrum Holz ist uns ein großes Anliegen“, so Gruber gegenüber den Abgeordneten. Überhaupt setze man sich für das Feld der Beruflichen Bildung stark ein und forciere unter anderem eine neue Ausbildungsrichtung im Bereich Caravan-Bau gemeinsam mit der Firma Knaus in Jandelsbrunn.

Ein wichtiges Thema: Behördenverlagerung. Nicht nur was das geplante Polizeiausbildungs- und Fortbildungszentrum in Freyung angehe, auch hinsichtlich der weiteren Konzeptionierung des zugesagten Verwaltungsgerichts freuen wir uns auf die nächsten Schritte.


- sb


Landratsamt Freyung-GrafenauFreyung

Quellenangaben

Abgeordnetenbüro
Walter Taubeneder, MdL
Prof. Dr. Gerhard Waschler, MdL
Foto: Stefanie Starke

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