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08.06.2020
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Das Regionalmanagement und die LEADER-Förderung in der Kreisentwicklungsgesellschaft ARBERLAND REGio GmbH

Termine und Sitzungen wurden abgesagt, Kurse gestrichen, Sportangebote ausgesetzt, der Hotel-, Gastronomie- und Internatsbetrieb eingestellt – kurzum: Die Corona-Krise hat auch im ARBERLAND HAUS Regen und seinen Außenstellen zu einigen gravierenden Veränderungen im Arbeitsalltag geführt. Dass in dieser Zeit dennoch stetig gearbeitet, vorbereitet, evaluiert und in digitale Bahnen gelenkt wurde, zeigt das Resümee von Tobias Wittenzellner.

„Insgesamt vier Wochen befand sich unsere Abteilung aus Gründen des Infektionsschutzes komplett in Home Office. Danach besetzten maximal zwei Personen das Büro im Wechsel“, erzählt Regens Regional- und LEADER-Manager. Das habe ganz gut funktioniert, nicht nur im Hinblick auf die Kommunikation und die digitale Zusammenarbeit: „Wir konnten Punkte abhaken, die sonst eher hinten anstehen – Dokumentationen, die Planung für Website-Relaunches, Broschürenkonzepte, Zeitpläne und dergleichen. Mittlerweile sind wir wieder vollzählig anwesend und es ist Einiges passiert - auch, wenn das klassische Veranstaltungsprogramm bis auf weiteres entfallen muss.“

Bereits kräftig vorlegen konnte man im Förderprojekt „LandKULTUR“: Bis zum Mai fanden bereits elf von 18 geplanten Workshops für Schulen statt, die den Werkstoff Glas sukzessive in den Unterricht bringen sollen. Entsprechende Lehrerfortbildungen will man gegebenenfalls online abhalten. Bereits ausgeschrieben ist die zweite Runde eines Designwettbewerb in Kooperation mit der Glasfachschule Zwiesel: Bis November 2020 werden individuelle Entwürfe einer gläsernen Karaffe mit passendem Trinkglas aus Schülerhand gesucht. Das zweite Symposium für Glasdesign und Glasarchitektur ist je nach Pandemie-Lage für die kommenden beiden Jahre (eventuell auch in anderer Form) angedacht. Aktuell wird die Broschüre des Netzwerkes Glas überarbeitet. Der Förderverein Glas hat seine nächste Sitzung Richtung Herbst bzw. Winter verschoben. Dann soll eine finanzielle Unterstützung für drei Projekte im Landkreis beschlossen werden.

Im Bereich ARBERLAND-Standortmarketing – mit Anzeigen, Großflächenwerbung und Social Media-Kampagnen – ging die Arbeit fast ununterbrochen weiter. Die Imagewebsite www.dahoam-im-arberland.de wird komplett überarbeitet, eine entsprechende Printbroschüre folgt voraussichtlich Ende 2020. Die Dreharbeiten für die beliebten „ARBERLAND-Gschicht’n“ können in Kürze wieder aufgenommen werden. Nach Bergläufer Martin Pfeffer will das Regionalmanagement fünf weitere spannende Persönlichkeiten aus dem Landkreis durch Videoclips vorstellen, sobald die Bedingungen dafür wieder günstiger sind.

Eine Zwangspause wegen der bestehenden Kontaktbeschränkungen erlebt derzeit die erfolgreiche Veranstaltungsreihe „Zu Gast bei Technologieführern“ – jedoch besteht Aussicht auf digitale Formate. Weiterhin auf dem Laufenden hält das Technologienetzwerk seine Mitglieder via Newsletter. Zudem haben die Unternehmen die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Interviewreihe zu den betrieblichen Auswirkungen, Chancen und Risiken der Corona-Krise zu äußern.

Archiv-Bild | v.l.: Johanna Brunner-Rinke, Teresa Kaiß, Maria Schneider und Tobias WittenzellnerArchiv-Bild | v.l.: Johanna Brunner-Rinke, Teresa Kaiß, Maria Schneider und Tobias Wittenzellner


Umso mehr auf Trab hält die Mitarbeiter des Regionalmanagements das Thema Ehrenamt. Der Beratungsbedarf bei Vereinen und frei bürgerschaftlich Engagierten ist in dieser Zeit erwartungsgemäß hoch. Das Konzept für ein eigenes Ehrenamtsnetzwerk im Landkreis Regen wird gerade erarbeitet. Einen direkten Beitrag leistete man mit dem Aufbau der Coronahilfe ARBERLAND, die sich die Unterstützung besonders von der Pandemie betroffener Personen zum Ziel gesetzt hat und seitdem unter anderem entsprechende Vorhaben finanziert und begleitet. Die Vorträge der „Wissenswerkstatt Ehrenamt“ lassen sich eventuell durch Videos und Webinare ersetzen, eine entsprechende Form wird derzeit mit Hilfe einer Umfrage gefunden. Definitiv nicht stattfinden können hingegen die vorgesehenen Netzwerkveranstaltungen sowie der Vereins- und Ehrenamtstag 2020.

Parallel ist die Erstellung einer Zukunftsstrategie für das ARBERLAND in Planung: Eine groß angelegte Umfrage in der Bürgerschaft soll Aufschluss über die künftige Entwicklung der Region geben. Im Nachgang wird eine Expertengruppe mittels Stärken/Schwächen-Analyse die künftigen Handlungsschwerpunkte identifizieren.

Komplett ausgeschöpft wurden unterdessen die Mittel des EU-Förderprogramms LEADER. Nur noch Restmittel sind in einem bayernweiten Topf vorhanden, die Lokale Aktionsgruppe ARBERLAND will auch hier noch zu Zug kommen. Aktuell ist Wittenzellner mit der Abwicklung laufender Projekte, der Auswertung der alten und der Vorbereitung auf die neue Förderperiode beschäftigt. Weil sie in der Vergangenheit zahlreichen Vorhaben auf den Weg geholfen hat, will er die Kleinprojekteförderung zugunsten des bürgerschaftlichen Engagements erneut beantragen und so die Vereine und Ehrenamtlichen im Landkreis unterstützen.

Das Regionalmanagement wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.

LEADER wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).


- sb


ARBERLAND REGio GmbHRegen

Quellenangaben

ARBERLAND REGio GmbH



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