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21.09.2017
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Der Südkaukasus besucht das ARBERLAND

Vom 13. bis 15 September waren die Partner des „Städtenetzes Südkaukasus“ aus Armenien, Georgien und Aserbaidschan mit ihren Partnerstädten aus Deutschland zu Gast im ARBERLAND. Seit 2011 unterhält der Landkreis Regen ein Partnerschaftsabkommen über die touristische, wirtschaftliche und bildungsrelevante Zusammenarbeit mit der nordarmenischen Region Tavush. Neben einem Kennenlernen aller deutschen und südkaukasischen Netzwerkpartner standen auch erste Bilanzen und Zukunftspläne auf dem Programm.

„Der Südkaukasus nimmt sein Schicksal in die Hand und öffnet sich der Welt. Regierungen, Kommunen, Wirtschaftsbetriebe, soziale Organisationen, die Bevölkerung, jeder Einzelne stellt sich den Herausforderungen der Zukunft“, so Regens stellvertretender Landrat Willi Killinger in seiner Begrüßungsrede. „Davon wollen wir weiterhin ein Teil sein!“ Bereits mehrmals hat Killinger die Region Partnerregion Tavush im Norden Armeniens besucht und sich vom Entwicklungsprozess überzeugt. Die Partnerschaft ist Teil des „Städtenetzes Südkaukasus“, das den Landkreis Regen vom 13. bis 15. September als Tagungsort seines jährlichen internationalen Netzwerktreffens wählte. Das Netzwerk wurde 2002 im Rahmen der Kaukasus-Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ins Leben gerufen. Es umfasst fünf Partnerschaften: Saarbrücken-Tbilisi (Georgien), Biberach-Telawi (Georgien), Rostock-Batumi (Georgien) und Ludwigshafen-Sumgait (Aserbaidschan) - und Regen-Tavush/Vanadzor (Armenien).

Unter dem großen thematischen Dach „Interkommunale Zusammenarbeit“ befasst sich die Kommunalpartnerschaft mit der strategischen Regionalentwicklung, Wirtschafts- und insbesondere Tourismusförderung sowie dem Abfallmanagement in ländlichen Regionen. Das heißt konkret: „Wir organisieren - mit viel ehrenamtlichem Engagement - Hospitationen, Fachinformations- und Studienreisen und beraten beim Aufbau von kommunalen Tourismusstrukturen und der Entwicklung von touristischen Produkten“, erläutert Herbert Unnasch, Koordinator für den Landkreis Regen. Hier konnten, wie die Berichte der armenischen Partner zeigen, in den vergangenen Monaten einige Erfolge erzielt werden: Die Kapazitäten der von der Kommunalpartnerschaft gegründeten Arbeitsgemeinschaft  „Tavush Development Agency“ seien gestärkt, das Profil der Region als Urlaubsziel ist geschärft und gezielte Maßnahmen zur Tourismusförderung umgesetzt. Zudem seien die Verantwortlichen der Städte Dilijan und Vanadzor mit konkreten Handlungsoptionen im Umgang mit Abfallmanagement vertraut. Zentrales Thema der Konferenz war die Auslotung der Möglichkeiten lokaler und regionaler Wirtschaftsförderung in den Entwicklungsländern im Südkaukasus.

Katrin Schäfer (GIZ, Teamleiterin Armenien), Willi Killinger, Karsten Posse, (GIZ, Programmleiter „Gute Lokale Regierungsführung“), Herbert Unnasch und Netzwerkpartner Akif Kerimer.Katrin Schäfer (GIZ, Teamleiterin Armenien), Willi Killinger, Karsten Posse, (GIZ, Programmleiter „Gute Lokale Regierungsführung“), Herbert Unnasch und Netzwerkpartner Akif Kerimer.

Neben Herbert Unnasch, der das  Aufgabenspektrum der Kreisentwicklungsgesellschaft der ARBERLAND REGio GmbH aufzeigte, gab Wolfgang Maier, Sachgebietsleiter Wirtschaftsförderung an der Regierung von Niederbayern, einen Überblick über die Instrumente einer regionalen Wirtschaftsförderung am Beispiel Niederbayerns. Ein klares, finanzielles Bekenntnis zur nachhaltigen Unterstützung des Südkaukasus gab einmal mehr die Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), allen voran Katrin Schäfer, Teamleiterin Armenien, und Karsten Posse, Leiter des Programms „Gute Lokale Regierungsführung“. Sie lobten die hervorragende Organisation der internationalen Konferenz durch Unnasch und sein Team als „beispielhaft für das Engagement und den Geist der Städtepartnerschaften.“ Man fühle sich im ARBERLAND stets unter Freunden und freue sich, den Bayerischen Wald, der einst als östliche, ländlich strukturierte geprägte Randzonenregion dem Südkaukasus einmal gar nicht so unähnlich war, wieder besuchen zu dürfen. Die beeindruckende Entwicklung im Landkreis Regen mache den Entwicklungsländern im Südkaukasus Mut bei ihren Bemühungen.


- sb


ARBERLAND REGio GmbHRegen

Quellenangaben

ARBERLAND REGio GmbH



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