zurück zur Übersicht
07.06.2020
445 Klicks
teilen

Haidmühle soll staatlich anerkannte Kneipp-Gemeinde werden

„Wir wollen in den kommenden sechs Jahren Bauplätze zur Ansiedlung junger Familien ausweisen, Ortskerne gestalten, Leerstände beheben, Infrastruktur instand setzen und dem Tourismus in unserer Gemeinde neue Impulse geben.“ – Mit dieser ambitionierten Agenda startet der neugewählte Haidmühler Bürgermeister Heinz Scheibenzuber in seine Amtszeit sowie die Umsetzung seines Zukunftsprogramms. Den Landtagsabgeordneten Max Gibis und Prof. Dr. Gerhard Waschler stellte er seine Ideen und Ziele nun im Rahmen eines Antrittsbesuches vor.
„Um die touristischen Angebote in Haidmühle breiter aufzustellen und den Tourismus als Wirtschaftsfaktor anzukurbeln, wollen wir neue Wege gehen und eine staatliche Anerkennung als Kneippkurort erwirken“, so der Bürgermeister. Neben den klassischen Kneipp-Angeboten wolle man zudem Angebote im Bereich der Waldmedizin schaffen. Die historische Kulturlandschaft der Bischofsreuter Waldhufen solle hierbei einen touristischen Schwerpunkt bilden. Der Tourismus in Haidmühle solle im Einklang mit einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Landschaftspflege einhergehen, weshalb Scheibenzuber auch auf eine intensive Zusammenarbeit mit dem Förderverein Bischofsreuter Waldhufen e.V. setzt. Auch der Camping-Tourismus könne in Zukunft Potenziale bieten, wie MdL Prof. Dr. Waschler weiter anregt.
Die Abgeordneten sicherten Scheibenzuber ihre Unterstützung beim touristischen Aufbau der Gemeinde zu. „An dieser Stelle ist es durchaus möglich, als eher strukturschwache Region in besonderem Maße von Corona zu profitieren“, zeigt sich MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler überzeugt. „Wenn der Urlaub im eigenen Land Konjunktur hat, können sich auch Haidmühle und das östliche Niederbayern auf längere Sicht hin noch umfassender als bisher als attraktive Reiseziele etablieren.“

v.l.: MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, Bürgermeister Heinz Scheibenzuber und MdL Max Gibisv.l.: MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, Bürgermeister Heinz Scheibenzuber und MdL Max Gibis


Mit Blick auf die natürlichen Besonderheiten seiner Gemeinde, müsse man auch überlegen, ob Haidmühle als Ziel von Bildungs- und Forschungsaufenthalten verstärkt in den Fokus genommen werden könne, wie Heinz Scheibenzuber anregt. Die Gemeinde sei u. a. aufgrund der Gegebenheiten der Bischofsreuter Waldhufen für Forschung und Lehre im Bereich der Natur- und Biodiversität bestens geeignet, ist Modellregion des „Grünen Bandes Europa“ und ausgezeichnete „Natura-2000-Gemeinde“.
Jenseits des Tourismus seien für die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde auch die Ansiedlung eines neuen Gewerbegebiets und der flächendeckende Glasfaserausbau von zentraler Relevanz, so Scheibenzuber. Er selbst habe im Schnitt nur 1,8 Mbit/s zur Verfügung. MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler zeigte sich dahingehend überzeugt, dass „flächendeckend 5G ein enormer Werbe- und Standortfaktor auch für Haidmühle“ sein könne. Laut einer ihm vorliegenden Aussage der Deutschen Telekom werde die Gemeinde bereits in näherer Zukunft bei einem Programm zur Erweiterung bestehender Mobilfunkmasten mit LTE Berücksichtigung finden. Hierbei müsse man „dran bleiben“, so der Abgeordnete.
Bezugnehmend auf die anstehende Sanierung der Kläranlage sprach sich MdL Max Gibis für eine Fortführung der „Richtlinien für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben“ (RZWas) über das Jahr 2021 hinaus aus. Eine Verlängerung sei zwingend geboten, um die Kommunen auch weiterhin bei entsprechenden Vorhaben zu unterstützen und unzumutbare Kostenbelastungen für Bürger und Kommunen abzuwenden. „Die Fülle an Anträgen zeige den dahingehenden Bedarf an Investitionen in die Trink- und Abwasseranlagen“, so Gibis.


- sb



Quellenangaben

Abgeordnetenbüro Passau
Prof. Dr. Gerhard Waschler, Max Gibis



Kommentare

Bitte registrieren Sie sich um hier Kommentare eintragen zu können!
» Jetzt kostenlos Registrieren oder haben Sie Loginprobleme?

Ähnliche Berichte

Tourismusstandort Neureichenau will gestärkt aus der Pandemie herausgehenNeureichenau Das touristische Potenzial der Gemeinde Neureichenau in der Zeit nach Corona erörterten der Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Gerhard Waschler und Bürgermeisterin Kristina Urmann am Rande eines Fachgespräches, welches bereits vor Inkrafttreten der derzeitigen Kontaktbeschränkungen bzw. des derzeitigen Lockdowns stattgefunden hatte.Mehr Anzeigen 25.12.2020„Sicherer Präsenzbetrieb für Alle muss das Ziel sein!“Untergriesbach Das Bayerische Kultusministerium hat bereits mit dem Schuljahresende die Schulen auf vier mögliche Szenarien hingewiesen, wie der Unterrichtsbetrieb mit Beginn des neuen Schuljahres vonstattengehen könnte. Nun tauschte sich Prof. Dr. Gerhard Waschler mit der neuen Schulleiterin des Gymnasiums Untergriesbach, Dr. Nadiane Kreipl, im Rahmen eines Vorbereitungsgesprächs zum nahenden Schulstart aus.Mehr Anzeigen 01.09.2020„Die Krise hat auch positive Seiten“ – Stellenwert der Gesundheitsversorgung wieder gestiegenFreyung Die CSU-Mandatsträger MdL Max Gibis, MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler und Bezirksrat Josef Heisl haben sich zu einem ersten offiziellen Antrittsbesuch bei Landrat Sebastian Gruber eingefunden.Mehr Anzeigen 23.07.2020„Nach dem Sturm kommt der Käfer und jetzt haben wir eine Epidemie“Passau „2017 im August hat Sturm Kolle innerhalb von 20min einen Streifen der Verwüstung hinterlassen und zahlreiche Bauminseln abgeknickt wie Streichhölzer – dann kam der Borkenkäfer und der lässt uns bis heute nicht in Frieden“, bringt der Vorsitzende der Waldbauernvereinigung Passau Max Nigl bei einem Austausch mit den CSU-Abgeordneten Walter Taubeneder und Prof. Dr. Gerhard Waschler auf den Punkt.Mehr Anzeigen 30.06.2020ruf Jugendreisen im ARBERLANDRegen Outdoor-Abenteuer in Bayerisch Kanada, Wasserspaß im Freibad-Camp und dabei Englisch lernen: ruf Jugendreisen bietet 2020 im Sommer jetzt Urlaubs- und Sprachreisen in Deutschland an. Eines der neuen Urlaubsziele ist die zertifizierte Jugendreisedestination ARBERLAND. Die Reisen sind seit Kurzem buchbar, die Nachfrage ist groß.Mehr Anzeigen 26.06.2020Bürgermeisterin will Neureichenau als Bildungsstandort stärkenNeureichenau Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie die natürlichen Gegebenheiten ihrer Gemeinde gleichermaßen als Chance begreifen will die Neureichenauer Bürgermeisterin Kristina Urmann.Mehr Anzeigen 09.06.2020