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30.09.2019
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Schafkopfen im Trend: Kartenspiel mit Tradition

Kartenspiele gehören zu einem Abend im Wirtshaus genauso dazu wie das Bier. Vor allem haben Kartenspiele auch eine lange Tradition in Bayern. Allen voran sind das Schafkopfen und Watten besonders beliebt. Da in den letzten Jahren immer wieder befürchtet wurde, dass solche traditionellen Kartenspiele aussterben, will man auf unterschiedlichste Weisen dagegenwirken. Überall in Bayern, auch bei uns im Landkreis Freyung-Grafenau, finden vermehrt Schafkopfturniere statt, bei denen es auch wirklich um Preisgeld geht. Bevor man da aber antritt, sollte man auf jeden Fall üben, um sich mit den Gegnern wirklich messen zu können.

Üben kann man eigentlich überall und jederzeit, solange man Menschen hat, die mitspielen. Beim nächsten Abend im Wirtshaus, beim Kaffeetrinken mit den Eltern, sogar zuhause allein vor dem Computer – selbst hier findet man seine Mitspieler durch Online-Portale, in denen man nicht nur das Schafkopfen trainieren kann, sondern auch Poker, Skat und diverse andere Spiele (bspw.: download Eye of Horus) ausprobieren kann. Für das nächste Schafkopfturnier hat man also auch immer Mitspieler, um vorher die eigenen Fähigkeiten zu stärken.

 

Für diejenigen, die das Schafkopfen nicht können oder schon lange nicht mehr gespielt haben, hier nochmal kurz die wichtigsten Regeln:

  • Gespielt wird zu viert und mit 32 Karten.
  • Jeder Spieler kriegt acht Karten zu Beginn.
  • Jede Karte hat einen Rang und zählt Punkte (Punkte werden auch Augen genannt). Das Ass zählt elf Augen, ein König dagegen nur vier. Insgesamt hat das Spielblatt also 120 Punkte.
  • Es gewinnt der, der als erster 61 Punkte hat.
  • Gespielt wird im Uhrzeigersinn. Innerhalb eines Umlaufs gewinnt der, der die höchste der vier Karten auf den Tisch legt.
  • Die ausgespielte Kartenfarbe bestimmt die Runde. Also wenn Herz geworfen wird, muss jeder Spieler Herz dazugeben. Nur wenn man keine Karte in der Farbe hat, darf eine andere geworfen werden.
  • Wenn man kein Solospiel zustande bringt, finden sich zwei Spieler zusammen – und zwar der Inhaber eines Asses und der Rufer, also der, der nach dem Ass gerufen hat. Dieses Ass wird immer ausgelegt, wenn die jeweilige Farbe gespielt wird. Die hohen Trumpfkarten ändern sich da nicht, aber Herz kommt als Trumpffarbe hinzu.

 

Am besten klappt Schafkopfen aber immer noch, wenn man sich mit erfahrenen Spielern zusammensetzt, die einem das Kartenspiel langsam lernen und alles erklären. Schafkopfen ist kein einfaches Spiel und man neigt dazu, in den Regeln unterzugehen. Aber um die Tradition weiter zu bewahren und vielleicht sogar beim nächsten Schafkopfturnier einen richtigen Gegner darstellen zu können, sollte man so oft spielen, wie man nur kann. Spaß und gute Laune macht es ohnehin.


- sb |



Quellenangaben

Bericht: Sandra Holler



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