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05.07.2019
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Die Familie der Nationalpark-Partner wächst weiter

„Der Nationalpark Bayerischer Wald hat nicht nur eine immense Bedeutung für den Schutz der Waldnatur, sondern lädt als Erholungsort jährlich auch über eine Million Menschen dazu ein, unsere ursprüngliche Natur hautnah zu erleben.“ So erklärte Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl bei der Auszeichnung elf neuer Nationalpark-Partnerbetriebe den großen Wert der Kooperation zwischen Schutzgebiet und regionalen Tourismus-Akteuren. Schließlich sind es die Gastgeber, die oft als erste und am häufigsten mit den Urlaubern der Region in direktem Kontakt stehen. Im Umkehrschluss kommen laut einer jüngsten repräsentativen Umfrage zwischen 50 und 60 Prozent der Urlauber hauptsächlich wegen des Nationalparks in die Region.

Genau deswegen hat der Nationalpark bereits 2006 das Projekt Nationalpark-Partner gestartet. Dabei bekennen sich Schutzhütten, Hotels, Ferienwohnungen, Pensionen, ÖPNV- und Erlebnisanbieter, Gastronomie-Betriebe sowie Fördermitglieder aus dem touristischen Sektor zu den Werten des Schutzgebiets. Dazu zählt etwa eine besondere Stellung beim Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz sowie ein aktives Vermitteln von Nationalparkthemen. „Was Fridays for Future predigen, setzen wir seit über zehn Jahren um“, fasste dies Jochen Stieglmeier, Vorsitzender des Partnervereins und Betreiber des Spiegelauer Hotels Tannenhof, zusammen. 

Nationalparkleiter Franz Leibl (3. von links), Nationalparkmitarbeiterin Katrin Wachter (links) und Jochen Stieglmeier (3. von rechts), Vorsitzender des Partnervereins, freuen sich über elf neue Betriebe in die Familie der Nationalpark-Partner auf.Nationalparkleiter Franz Leibl (3. von links), Nationalparkmitarbeiterin Katrin Wachter (links) und Jochen Stieglmeier (3. von rechts), Vorsitzender des Partnervereins, freuen sich über elf neue Betriebe in die Familie der Nationalpark-Partner auf.


Am Montag ist die Familie der Partner um weitere elf Mitglieder angewachsen. Somit erfüllen nun 70 Betriebe aus den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen die strengen Qualitätsanforderungen der Kooperation. „Dafür möchte ich ein ganz herzliches Dankeschön aussprechen“, sagte Leibl bei einer kleinen Feierstunde in der Spiegelauer Tourismusinformation. Die leistungsfähigen Betriebe der Region mit ins Boot zu holen sei schließlich eine Win-Win-Situation für alle. Die Partner bekommen zum Beispiel regelmäßige, exklusive Schulungen und Exkursionen geboten, so dass sie ihre Gäste kompetent beraten können. „Und dank des Vereins, in dem sich die Partner 2011 zusammengeschlossen haben, haben sie nun auch Zugriff auf ein tolles Netzwerk, dass die Region als Ganzes weiterbringen will“, gab der Nationalparkchef den neuen Partnern mit auf den Weg.

Die neuen Mitglieder des Kooperationsprojekts spiegeln die Vielfalt der touristischen Betriebe wieder, so sind darin sowohl kleine Ferienwohnungen als auch große Hotels, urige Schutzhütten als auch bodenständige Wirtschaften sowie ein Fördermitglied. „Alle zusammen passen perfekt zu uns“, freute sich Katrin Wachter, die beim Nationalpark für die Partner-Betriebe zuständig ist. Und als Einstimmung in die künftige Zusammenarbeit durften die neuen Familienmitglieder nach ihrer Auszeichnung gleich bei der ersten Exkursion mitmachen. Waldführerin Veronika Egger begleitete die frisch gebackenen Partner zum Waldbaden ins Waldspielgelände.

 

Die ausgezeichneten Betriebe:

Racheldiensthütte bei Riedlhütte, Waldschmidthaus bei Spiegelau, Haus Rachel in Neuschönau, Am Peterhof in Liebersberg, Bickels Ferienwohnung in Zwieslerwaldhaus und Spiegelhütte, Ferienhaus Hofmannsäge in Rinchnach, Hotel Eibl-Brunner in Frauenau, Kurzentrum Sonnenschein in Zwiesel, Gasthof am Guldensteig in Waldhäuser, Café-Alm in Neuschönau, Glashütte Eisch in Frauenau (Fördermitglied).


- sb |


Nationalparkverwaltung Bayerischer WaldBehörden | Grafenau

Quellenangaben

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald



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