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15.02.2019
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Gemeinsam die medizinische Versorgung auf dem Land verbessern –Telemedizin als vielversprechende Ergänzung

Am vergangenen Mittwoch präsentierte das Projektteam des Technologie Campus Grafenau zusammen mit dem externen Dienstleister des Projekts, Klaus Graf von IQ MEDWORKS, die nächsten Schritte in der Umsetzung der geplanten Telemedizin Maßnahmen. Die Veranstaltung richtete sich an alle an dem Projekt beteiligten Partner und sollte Gelegenheit geben, sich über die Ziele und Inhalte des Projekts auszutauschen. Karlheinz Roth, Bürgermeister von Spiegelau, betonte den Mehrwert des Projekts für die beiden Pilotkommunen Spiegelau und Frauenau und bedankte sich bei allen anwesenden Partnern für ihre Teilnahme am Projekt und ihr Engagement.

 

Mit dabei sind 7 Projektpartner aus Hausarztpraxen, Pflegeheim und Pflegedienst, sowie regionalen Kliniken, wenn es darum geht elektronische Gesundheitsakten und Telemedizin-Anwendungen im Praxisalltag zu erproben. Auch das Waldschmidthaus am Großen Rachel soll künftig an das Telemedizin-Netzwerk für eine verbesserte Erste Hilfe angebunden werden.

In den kommenden Wochen werden zunächst die Hausarztpraxen in Spiegelau und Frauenau sowie Mitarbeiter im Pflegeheim Rosenium in verschiedenen Telemedizin-Verfahren geschult und mit der notwendigen Technik ausgestattet. Im Anschluss kann die Praxisphase mit begleitender Evaluierung starten. In einem weiteren Schritt werden auch die ambulante Intensivpflege und die Kliniken in Grafenau und Zwiesel in das Telemedizin-Netzwerk integriert.

Neben Informationen zum geplanten Ablauf des Projekts durften sich die Projektpartner über einen interessanten Gastvortrag von Herrn Prof. Dr. med. Siegfried Jedamzik, Geschäftsführers der Bayerischen TelemedAllianz, freuen. Der Hochschulprofessor an der Technischen Hochschule Deggendorf, Allgemeinmediziner und Unternehmer referierte über die Digitalisierung im Gesundheitswesen. Die demographische Ausgangslage in Deutschland ist klar: Die Bevölkerung wird immer älter, was einen Anstieg chronisch kranker und multimorbider Menschen nach sich zieht. Hinzu kommt eine nicht flächendeckende Verfügbarkeit medizinischer Expertise. Die Digitalisierung ist in unserem Alltag bereits angekommen. Allerdings hinkt hier das deutsche Gesundheitswesen im europäischen Vergleich deutlich hinterher. Einige technische Neuerungen und Projekte, die sich mit der Erforschung digitaler Lösungen in der Medizin und Pflege beschäftigen gibt es bereits. MeDiLand ist ein weiteres vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gefördertes Forschungsvorhaben, das auf eine Verbesserung der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum durch Digitalisierung abzielt.

Damit ist MeDiLand ein wichtiger Bestandteil innerhalb des Digitalen Dorfs Spiegelau-Frauenau – einem Projekt von und mit den Bürgern vor Ort für eine nachhaltige Steigerung der Attraktivität des ländlichen Raums und zur Alltagserleichterung in allen Lebensbereichen. Ziel ist eine lebenswerte Zukunft auf dem Land, analog wie digital.

 

Bild (TCG): Informationsabend Projekt MeDiLand mit Gastredner Prof. Dr. med. Siegfried Jedamzik, Dienstleister Klaus Graf (IQ MEDWORKS) und den Vertretern der sieben Projektpartner.

- dt

TH DeggendorfFachhochschule | Deggendorf

Quellenangaben

Magdalena Gruber, THD



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