Wie Licht den Himmel verschmutzt

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27.11.2018
Regen
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Regen. „Wann haben Sie zuletzt einen Sternenhimmel gesehen?“, ist eine Frage, der in der Ausstellung über Lichtverschmutzung gestellt wird. Noch bis Freitag, 7. Dezember, informiert der Naturpark Bayerischer Wald in der Eingangshalle des Landratsamtes Regen über das Problem, dass der Sternenhimmel auch in wolkenfreien Nächten immer seltener zu sehen ist. Grund dafür ist das Licht, das in der Nacht von den Straßenlaternen und anderen Leuchtmitteln (wie etwa den Strahlern, die Kirchtürme anleuchten), nach oben strahlt und den Himmel optisch aufhellt. In manchen Städten ist der Himmel bereits so hell, dass man an vielen Orten die Sterne nicht mehr sieht. Darauf macht die Ausstellung nun aufmerksam.

„Es ist gut, wenn sich eine Organisation, wie der Naturpark Bayerischer Wald, über so ein wichtiges Thema Gedanken macht“, sagte Landrätin Rita Röhrl bei der Öffnung der Ausstellung. Zuvor hatte schon der Naturparkvorsitzende Heinrich Schmidt das Wort ergriffen. Der Naturpark möchte demnach für einen schonenderen Umgang mit Licht in der Nacht werben. So wünschte sich Schmidt, dass die Beleuchtungen nur nach unten strahlen und nicht mehr in den Himmel. Auch die Lichtintensität sei wichtig. So begrüßte er die Initiativen im Nachbarland Tschechien, wo selbst an stark befahrenen Straßen nur mehr 3000 Kelvin als Lichtemperatur zugelassen sind. Und an wenig befahrenen Wegen seien sogar nur noch 2400 Kelvin üblich. In Deutschland hingegen seien 4000 und mehr Kelvin keine Seltenheit. Das Projekt solle neben der Energieeinsparung ein wichtiger Punkt beim Artenschutz sein. „Wir wollen die Insekten der Nacht schützen“, betont Schmidt und so warb er für Unterstützung.

Sie freuen sich, dass die Ausstellung im Landratsamt Regen zu Gast ist, v.li.:  Landrätin Rita Röhrl, Heinrich Schmidt (Vorsitzender des Naturparks Bayerischer Wald), Johannes Matt (Koordinator des Naturparkprojekts Lichtverschmutzung) und Rosemarie Wagenstaller (Landkreis Regen).Sie freuen sich, dass die Ausstellung im Landratsamt Regen zu Gast ist, v.li.: Landrätin Rita Röhrl, Heinrich Schmidt (Vorsitzender des Naturparks Bayerischer Wald), Johannes Matt (Koordinator des Naturparkprojekts Lichtverschmutzung) und Rosemarie Wagenstaller (Landkreis Regen).


Landrätin Rita Röhrl und Rosemarie Wagenstaller, von der unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Regen, sagten, dass dies der Landkreis auch erkannt habe. So werden am neuen Parkplatz nur LED-Lampen mit maximal 3000 Kelvin verbaut. „Es ist wichtig, dass die Leute so viel sehen, dass sie auch bei Dunkelheit sicher zu ihrem Fahrzeug kommen“, betont die Landrätin, dabei sei es aber nicht erforderlich, dass das Gelände bis in den letzten Winkel ausgeleuchtet wird.

Projektkoordinator Johannes Matt ging in seinen Erläuterungen kurz auf die Inhalte ein. Die Besucher erfahren, was Lichtsmog eigentlich ist und welche Auswirkungen vor allem der Blaulichtanteil von Bildschirmen auf den menschlichen Organismus haben kann. Auch die Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt wird in der Ausstellung aufgezeigt und Lösungsmöglichkeiten werden präsentiert. „Die Ausstellung wurde im Rahmen des Interreg-Projektes ´Lichtverschmutzung – gemeinsames Verfahren` erstellt. Das Projekt wird über das Programm zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Bayern und der Tschechischen Republik gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung realisiert“, weiß Matt zu berichten.

Wichtig sei es, dass möglichst viele Menschen sich informieren würden. Deswegen habe man auch beim Landratsamt angefragt, ob die Wanderausstellung hier gastieren darf. Der Landkreis unterstütze das Engagement gerne, versicherte Landrätin Rita Röhrl abschließend.

 

Info:

Die Ausstellung ist bis Freitag, 7. Dezember, zu den üblichen Öffnungszeiten im Foyer des Landratsamt Regen zu sehen.


- SB


Landratsamt RegenLandratsamt RegenRegen

Quellenangaben

Landratsamt Regen

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