Landkreis-Realschulen und Regionalmanagement setzen auf praktische Berufsorientierung

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27.07.2018
Freyung
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Das Regionalmanagement Freyung-Grafenau hat sein Angebot an berufsorientierenden Maßnahmen weiter ausgebaut.
Inzwischen organisiert die Initiative in Kooperation mit der Staatlichen Realschule in Grafenau auch dort ein eigenes Berufsorientierungsprojekt für die Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe.
Damit setzen Regionalmanagement und Schule nun auch für Grafenau eine Maßnahme um, die mit den sogenannten „Berufskompasstagen“ an der Realschule in Freyung in ähnlicher Form bereits seit zwei Jahren erfolgreich läuft.

Die Realschülerin Angelina Grimm hilft bei Elektro Loibl, Grafenau, im Rahmen der Was-will-ichwerden- Woche, die Deckenbeleuchtung an der eigenen Schule zu überprüfen.Die Realschülerin Angelina Grimm hilft bei Elektro Loibl, Grafenau, im Rahmen der Was-will-ich-werden-Woche, die Deckenbeleuchtung an der eigenen Schule zu überprüfen.


Generelles Ziel sowohl der Grafenauer „Was-will-ich-werden-Woche“ als auch der „Berufskompasstage“ in Freyung ist es, Jugendliche und Unternehmen aus der Region in direkten Kontakt zu bringen. „Junge Menschen, die an der Schwelle zum Eintritt in das Berufsleben stehen, sollen wissen, welche konkreten Möglichkeiten zur beruflichen Entwicklung Betriebe und Unternehmen im Landkreis Freyung-Grafenau zu bieten haben. Damit schaffen wir praktisch eine Win-win-Situation. Zum einen profitieren die jungen Leute dadurch, dass sie mögliche künftige Arbeitsplätze kennenlernen. Gleichzeitig können Unternehmensvertreter ersten Kontakt zu potenziellem Fachkräftenachwuchs aufnehmen“, so Regionalmanager Stefan Schuster.

Mit den Projekten „Was-will-ich-werden-Woche“ und „Berufskompasstage“ wollen die Verantwortlichen der Realschulen und des Regionalmanagements Freyung-Grafenau Schülerinnen und Schülern die Wahl des richtigen Berufs noch leichter machen. Damit setzt Berufsorientierung an den beiden Realschulen im Landkreis noch früher als bisher an.

Schulleiter Günther Schwarzbauer (links) von der Realschule Grafenau, SLE Technology- Geschäftsführer Martin Schwarz (2. von rechts), Personalleiterin Tanja Loibl (2. von links), Regionalmanager Stefan Schuster (rechts) und die teilnehmenden Praktikant(inn)en.Schulleiter Günther Schwarzbauer (links) von der Realschule Grafenau, SLE Technology-
Geschäftsführer Martin Schwarz (2. von rechts), Personalleiterin Tanja Loibl (2. von links),
Regionalmanager Stefan Schuster (rechts) und die teilnehmenden Praktikant(inn)en.


Vom Aufbau und Inhalt her unterscheiden sich die beiden Praktikumsprojekte übrigens grundlegend von anderen Projekten zur beruflichen Orientierung. Denn jede Praktikantin und jeder Praktikant „schnuppert“ während des Praktikumszeitraums in ganz unterschiedliche Berufsfelder, Branchen und Unternehmen. Damit kommen die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer unter Umständen auch mit Berufsfeldern in Berührung, die sie vor der Praktikumswoche für sich selbst kategorisch ausgeschlossen hätten.

Schulleiter Günter Schwarzbauer (6. von links), Komax SLE-Personalleiterin Helga Haydn (8. von links), die Ausbilder von Komax SLE (links), Regionalmanager Stefan Schuster (3. von rechts) und die teilnehmenden Praktikant(inn)en.Schulleiter Günter Schwarzbauer (6. von links), Komax SLE-Personalleiterin Helga Haydn (8. von links), die Ausbilder von Komax SLE (links), Regionalmanager Stefan Schuster (3. von rechts) und die teilnehmenden Praktikant(inn)en.


Organisatorisch laufen die Projekte an den beiden Realschulen so, dass für die komplette Praktikumswoche sogenannte „Pakete“ zusammengestellt werden. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler entscheiden sich dann jeweils für ein Paket: Das bedeutet beispielsweise, dass ein Schüler am Montag in einer Schreinerei an der Werkbank steht, am Dienstag in einer Bank vor dem Computer sitzt, am Mittwoch in einer Altenpflegeeinrichtung Senioren das Essen bringt, am Donnerstag mit einem Elektriker Rauchmelder überprüft und am Freitag in der Autowerkstatt beim Ölwechsel unterstützt.

Schulleiter Günther Schwarzbauer (rechts), die Ausbilder der Sedlbauer AG (2. von links und 3. von rechts), Regionalmanager Stefan Schuster (links) und die teilnehmenden Praktikanten vor einer Sedlbauer-Ladesäule.Schulleiter Günther Schwarzbauer (rechts), die Ausbilder der Sedlbauer AG (2. von links und 3. von
rechts), Regionalmanager Stefan Schuster (links) und die teilnehmenden Praktikanten vor einer
Sedlbauer-Ladesäule.


Schulleiter Günther Schwarzbauer von der Realschule Grafenau, an der das Projekt „Was-will-ich-werden-Woche“ in diesem Schuljahr erstmals angeboten wird, würdigt die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Regionalmanagement auf der einen sowie Realschule auf der anderen Seite: „Die inzwischen sehr nachhaltig wirkende Netzwerkarbeit hat mehr als positive Effekte auf den unterrichtsbegleitenden Bereich „Berufsorientierung“ an der Schule. Das Projekt unterstützt außerdem den frühen und schnellen Kontakt zwischen regionaler Wirtschaft und potenziellen Auszubildenden. Damit leistet die „Was-will-ich-werden-Woche“ einen wertvollen Beitrag zur Glättung des Fachkräftemangels.“

Die Organisatoren haben für die Projekte an beiden Realschulen insgesamt fast 60 Betriebe und Unternehmen aus dem Landkreis gewinnen können, die sich an der „Was-will-ich-werden-Woche“ und den „Berufskompasstagen“ in Freyung beteiligen. Dabei sind fast 140 ganz unterschiedlich ausgestaltete Pakete für eine interessante Praktikumswoche zustande gekommen.

Die Schülerinnen Selina Pauli (von links) und Sophia Perl mit einer Mitarbeiterin von Trachten Freund bei der Fertigung von Lederhosen.Die Schülerinnen Selina Pauli (von links) und Sophia Perl mit einer Mitarbeiterin von Trachten Freund bei der Fertigung von Lederhosen.

Regionalmanager Stefan Schuster sieht die beiden Praktikumsprojekte als wichtige Bausteine der Arbeit des Regionalmanagements und damit auch als hilfreiches Instrument, um jungen Menschen aufzuzeigen, welche vielfältigen beruflichen Möglichkeiten sie im Landkreis haben: „So unterstützen wir natürlich auch die laufende Imagekampagne des Landkreises ‚Mehr als du erwartest …‘, deren Ziel es unter anderem ist, gerade jungen Menschen aus der Region aufzuzeigen, dass viele Betriebe und Unternehmen in der Region Ausbildungs- und Arbeitsplätze auf höchstem Niveau bieten. Unser gemeinsames Ziel ist es, Freyung-Grafenau als attraktiven Lebensraum noch positiver zu positionieren.
Dazu gehört natürlich das Vorhandensein attraktiver Arbeitsplätze. Das entsprechende Bewusstsein dafür soll auch über die Berufskompasstage weiter gestärkt werden.“


- SB


Landratsamt Freyung-GrafenauLandratsamt Freyung-GrafenauFreyung

Quellenangaben

Landratsamt Freyung-Grafenau

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