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02.07.2018
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Auf dem Weg zum Fairtrade-Landkreis

Der Landkreis Straubing-Bogen will Fairtrade-Landkreis werden. Ein entsprechender Beschluss wurde Ende 2017 in den Kreisgremien gefasst und nun beginnt man mit der praktischen Umsetzung.

Denn um tatsächlich das Siegel als Fairtrade-Landkreis zu erhalten, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden. Einige sind bereits gegeben, an der Umsetzung der restlichen wird nun intensiv gearbeitet. Am Mittwoch traf sich zum ersten Mal die vorgeschriebene lokale Steuerungsgruppe, um den Status Quo auszuloten und das weitere Vorgehen zu besprechen. In der Steuerungsgruppe sitzen derzeit Vertreter von allen im Kreistag vertretenen Fraktionen, Mitglieder der Landratsamts-Verwaltung und Landrat Josef Laumer. Als vorübergehende Sprecherinnen der Steuerungsgruppe stellten sich bei der ersten Sitzung die Kreisrätinnen Maria Birkeneder und Anita Karl zur Verfügung. „Man muss auch Verantwortung übernehmen, wenn einem etwas am Herzen liegt“, sagt Anita Karl. Vorübergehende Sprecherinnen übrigens deshalb, weil sich alle Mitglieder einig waren, dass die Steuerungsgruppe von derzeit acht Personen bis zum nächsten Treffen auf 10 bis 15 Leute ausgebaut werden soll. Gerade aus dem Bereich der Zivilgesellschaft – also Vertreter von Geschäften und Lokalen mit Fairtrade-Produkten, kirchliche und schulische Vertreter, Mitglieder von Bildungseinrichtungen – sollen weitere Personen für die Steuerungsgruppe gefunden werden. „Das ist nun unsere nächste Aufgabe, diese Leute mit einzubinden“, so Maria Birkeneder. Beim nächsten Treffen – voraussichtlich am 27. September – soll aus dem dann erweiterten Kreis der/die Sprecher/in der Steuerungsgruppe gewählt werden. Mit der Einrichtung der Steuerungsgruppe und dem Beschluss der Kreisgremien sowie dem Ausschank von Fair-Trade-Kaffee und –tee im Büro des Landrats und bei Sitzungen der Ausschüsse sind erste Anforderungen an einen Fairtrade-Landkreis bereits erfüllt.

Die Mitglieder der Steuerungsgruppe bei ihrem ersten Treffen im Landratsamt Straubing-Bogen.Die Mitglieder der Steuerungsgruppe bei ihrem ersten Treffen im Landratsamt Straubing-Bogen.


Außerdem müssen gemäß den Vorgaben jeweils eine Schule, ein Verein und eine Kirche gewonnen werden. Das bedeutet, dass Produkte aus fairem Handel dort verwendet und darüber hinaus weitere Bildungsaktivitäten zum Thema fairer Handel umgesetzt werden. Mit den beiden Fairtrade-Schulen im Landkreis – der Nardini-Realschule in Mallersdorf-Pfaffenberg und der Marianne-Rosenbaum-Schule, Außenstelle Mitterfels – hat man die Voraussetzung in Sachen Schule bereits erfüllt. Nun richtet sich der Fokus auf Vereine und Kirche, sowie auf Geschäfte und Gastronomiebetriebe. Denn es werden auch 21 Geschäfte (Einzelhandel, Floristen) und 11 Gastronomiebetriebe im Landkreis benötigt, in denen mindestens zwei Produkte aus fairem Handel angeboten werden. Sind all diese Voraussetzungen erfüllt, wird der offizielle Titel als Fairtrade-Landkreis verliehen.

„Das streben wir an“, sagt Landrat Josef Laumer. „Mich freut, dass jetzt ein weiterer Schritt getan wurde. Denn die Thematik um faire Preise für Produkte beschäftigt uns auch lokal, z.B. in der Landwirtschaft. Es sollen aber auch in anderen Teilen der Welt die Menschen unter fairen Bedingungen und Preisen arbeiten und produzieren können.“ Am Ende der Kampagne stünde der Landkreis in einer Reihe mit bekannten Metropolen wie London, Rom, Brüssel oder San Francisco, die allesamt bereits das Siegel Fairtrade Town tragen. In Deutschland gibt es mittlerweile über 500 Kommunen, die sich mit dem Titel schmücken dürfen. Im Landkreis führt zum Beispiel die Gemeinde Atting bereits das Siegel als Fairtrade-Gemeinde. „Wir wollen das Bewusstsein für dieses Anliegen im gesamten Landkreis stärken“, resümiert Maria Birkeneder.


- sb |


Landratsamt Straubing-BogenLandratsamt | Straubing

Quellenangaben

Landratsamt Straubing-Bogen



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