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23.05.2018
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RegioMahl: Limousin-Rinder, Stefan Baumann

Seit 20 Jahren hat sich Stefan Baumann der Zucht von, genetisch hornlosen, Limousin-Rindern verschrieben. Seine Landwirtschaft mit den 40 ha Grünflächen, die er 1999 komplett auf Bio umgestellt hat, bietet dafür die beste Voraussetzung. Seine Herde umfasst ca. 50 Tiere: 18 Mutterkühe, einen Deckbullen, der Rest sind Kälber und Färsen. Pro Jahr verkauft Baumann etwa acht Tiere an andere Züchter. Die Limousin-Bullen werden auch gerne mit einheimischen Fleckviehkühen gekreuzt. Denn das Fleckvieh überzeugt durch seine gute Milchleistung, das Limousin-Rind mit seinem hochwertigen Fleisch. Stefan Baumann ist von der Rasse überzeugt, ebenso wie von der biologischen Landwirtschaft. Seine Begeisterung springt über, als er die zahlreichen Gäste anlässlich der Bio-Woche der Ökomodellregion Ilzer Land auf seinem Hof empfängt. „Mit dem eigenen Gras, den eigenen Grünflächen Fleisch zu erzeugen, das ist fantastisch“, schwärmt Baumann.

 

Etwa acht Rinder schlachtet Stefan Baumann im Jahr. Er bietet sein Bio-Limousin-Fleisch auf Vorbestellung an. Ob Gulasch, Bratenfleisch, Roulade, Filet, Kochfleisch, Beinscheibe, Hackfleisch oder Suppenknochen – für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Limousin-Rinder zählen unter den Rindern zu den besten Fleischrassen. Sie sind ausgesprochen robust, vital und langlebig. Außerdem ist ihre Leichtkalbigkeit ein weiteres kennzeichnendes Merkmal dieser Rasse. Viele Qualitätsfleischprogramme bevorzugen die Vaterrasse Limousin. Sie überzeugt mit besten Schlachtkörpern, feinem Skelett und einem hohen Anteil an edlen Fleischteilen. Die Ausschlachtungen fallen in der Regel überdurchschnittlich gut aus. Es ist das saftige, zarte Fleisch mit dem ausgewogenen Fleisch-/Fettverhältnis und dem ausgeprägten Geschmack, das für Gaumenfreude sorgt.

 

Die Rasse der Limousinrinder ist für eine natürliche und artgerechte Haltung besonders gut geeignet. Die Provenienz der Limousin-Rasse sind die wenig fruchtbaren Mittelgebirgslagen Südfrankreichs. Die Limousin sind eine sehr robuste Rinderrasse, was dazu führt, dass eine gute Ausbildung der wertvollen Muskelpartien zu beobachten ist. Besondere Leistungen sind die kurzen Zwischenkalbzeiten und eine lange Nutzungsdauer. Des Weiteren sind der geringe Grad der Verfettung, der feine Knochenbau und die hohe Schlachtausbeute ein klarer Vorteil. Charakteristisch für Limousin sind rotes bis weizenfarbiges Fell mit Aufhellungen an Augen sowie Flotzmaul und Füßen.

 

Die Kühe erreichen in der Regel ein Lebendgewicht um 650 bis 850 kg bei einer Widerristhöhe von ca. 137 cm. Bullen werden etwa 1.100 bis 1.400 kg schwer mit einer Widerristhöhe von ca. 143 cm. Die Milchleistung der Kühe ist hierbei für die gute Zunahme der Kälber in der Mutterkuhhaltung ausreichend. Etwa acht bis zehn Monate saufen die Kälber bei der Mutterkuh. Das ist ganz außergewöhnlich und schlägt sich auch in der Qualität des Fleisches nieder: „Die Milch sitzt im Fleisch“, sagt Baumann.


- sh

Limousin-Rinder - Stefan BaumannEbenreuth

Quellenangaben

Fotos: Stephen Hahn



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