zurück zur Übersicht
17.11.2017
888 Klicks
teilen

Waldschmidthaus nun im Eigentum des Nationalparks

Spiegelau. Die ganze Saison über blieb die Küche im Waldschmidthaus kalt. Die auf 1360 Meter unterhalb vom Großen Rachel gelegene Schutzhütte war bis dato in Privatbesitz. Ein eigenwirtschaftlicher Betrieb schien – auch aufgrund einiger baulicher Mängel – nicht mehr möglich.

Das Waldschmidthaus am Fuße des Rachelgipfels blieb heuer geschlossen. Das soll sich so bald wie möglich wieder ändern.
Das Waldschmidthaus am Fuße des Rachelgipfels blieb heuer geschlossen. Das soll sich so bald wie möglich wieder ändern.

Daher hatte sich Eigentümer Hans Genosko um einen Käufer bemüht – und mit der Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald nun gefunden. Seit Anfang November befindet sich das Waldschmidthaus im Eigentum des Freistaats Bayern.
„Ich bin froh, dass damit die Zukunft des Hauses gesichert ist“, freut sich Genosko.
Nationalparkleiter Franz Leibl betont, dass eine Öffnung als Tagesgaststätte im Sommerhalbjahr so früh wie möglich erfolgen soll. „Dafür müssen wir jedoch zunächst den baulichen Zustand – vor allem in Hinblick auf Hygiene- und Brandschutzvorschriften – genau überprüfen und umfangreiche Renovierungsarbeiten durchführen lassen.“ Danach soll ein neuer Pächter gesucht werden, wie jüngst bei der Racheldiensthütte, die vom Nationalpark unter Federführung des Staatlichen Bauamts Passau aufwendig renoviert wurde.

Um die Hausnummer 30 in Klingenbrunn/Bahnhof – das Waldschmidthaus – kümmert sich nun nicht mehr Hans Genosko (rechts), sondern der Nationalpark Bayerischer Wald um dessen Leiter Franz Leibl.
Um die Hausnummer 30 in Klingenbrunn/Bahnhof – das Waldschmidthaus – kümmert sich nun nicht mehr Hans Genosko (rechts), sondern der Nationalpark Bayerischer Wald um dessen Leiter Franz Leibl.

„Langfristig ist auch erwünscht, im Waldschmidthaus wieder Übernachtungen zu ermöglichen“, sagt Leibl. Doch auch hierfür müsse erst geprüft werden, ob die dafür nötigen Auflagen – vor allem in Sachen Brandschutz – in absehbarer Zeit erfüllt werden können.


- sb


Nationalparkverwaltung Bayerischer WaldGrafenau

Quellenangaben

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald



Kommentare

Bitte registrieren Sie sich um hier Kommentare eintragen zu können!
» Jetzt kostenlos Registrieren oder haben Sie Loginprobleme?

Ähnliche Berichte

Wegen Corona: Waldschmidthaus bleibt zuSpiegelau Rachel-Wanderer müssen sich für die Pause in Gipfelnähe zukünftig wieder selbst versorgen, denn das Waldschmidthaus bleibt vorerst geschlossen. Die aufgrund der CoronaPandemie verhängten Maßnahmen für die Gastronomie würden „wirtschaftlich, gesundheitlich und rechtlich ein nicht kalkulierbares, existentielles Risiko“ darstellen, so die bisherigen Pächter.Mehr Anzeigen 30.05.2020Seelensteig wird auf Vordermann gebrachtSpiegelau Der Seelensteig am Fuße des Rachels ist seit 1995 einer der beliebtesten Anlaufpunkte für Nationalparkbesucher, die einen Einblick in die spannende Walddynamik bekommen wollen. Nun wird der Erlebnisweg in der Nähe von Spiegelau komplett auf Vordermann gebracht. Dabei entstehen auch zwei neue Ruhebereiche mit Sitzmöglichkeiten.Mehr Anzeigen 06.07.2019Das Waldschmidthaus hat wieder geöffnetSpiegelau Der höchste Nationalparkgipfel bietet ab sofort wieder eine Einkehrmöglichkeit. Der symbolische Schlüssel für das Waldschmidthaus wurde am Donnerstag feierlich seinen neuen Pächtern Siegrid Kick und Rudi Holzapfel übergeben.Mehr Anzeigen 13.08.2018Das Waldschmidthaus am Rachel hat neue PächterSpiegelau Fünf Monate, nachdem der Nationalpark Bayerischer Wald das Waldschmidthaus am Rachel gekauft hat, stehen jetzt die neuen Pächter fest: Siegrid Kick und Rudi Holzapfel aus Viechtach.Mehr Anzeigen 19.04.2018Pächter für das Waldschmidthaus gesuchtSpiegelau Seit kurzem befindet sich das Waldschmidthaus am Großen Rachel im Eigentum des Freistaats Bayern. Nun sucht der Nationalpark Bayerischer Wald einen Pächter, der die Schutzhütte bewirtschaften will.Mehr Anzeigen 29.11.2017Bayerischer Wald ist bekanntester Nationalpark DeutschlandsGrafenau Der Nationalpark Bayerischer Wald gehört zu den Flaggschiffen der deutschen Großschutzgebiete. Ganz aktuell zeigt dies eine Studie, die auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin vorgestellt wurde. Demnach ist die Region um Falkenstein, Rachel und Lusen der bekannteste Nationalpark Deutschlands.Mehr Anzeigen 29.03.2017