Im Nationalpark Bayerischer Wald war diese Woche wieder RamaDama angesagt. Rund 50 Mitarbeitende aus verschiedenen Arbeitsbereichen beteiligten sich an einem großen Müllaktionstag und befreiten Straßenränder sowie Wege im Schutzgebiet von Abfall.
An drei Sammelpunkten verteilt über das gesamte Nationalparkgebiet trafen sich die freiwilligen Helferinnen und Helfer bereits früh am Morgen. Ausgestattet mit Müllbeuteln, Greifzangen und Handschuhen ging es anschließend in kleinen Teams ins Gelände.
Besonders stark verunreinigt waren erneut die Bereiche entlang viel befahrener Straßen. Vor allem an der B11 zwischen Ludwigsthal und Bayerisch Eisenstein sowie an der Nationalparkstraße zwischen Mauth und Spiegelau kamen große Mengen Müll zusammen.
Zu den häufigsten Fundstücken gehörten Zigarettenkippen, Coffee to go Becher, Verpackungsmüll, Getränkedosen und Glasflaschen. Aber auch ungewöhnliche Gegenstände wie ein Lastwagenreifen, eine Windel oder ein Dildo wurden entdeckt.

Auch an der B11 zwischen Ludwigsthal und Bayerisch Eisenstein kam viel Unrat zusammen.
„Die Menge, die da zusammengekommen ist, ist schon beachtlich“, erklärte Milena Boxleitner, die den Aktionstag federführend organisiert hatte. Gleichzeitig freute sie sich über die große Bereitschaft vieler Kolleginnen und Kollegen, freiwillig an der Aktion teilzunehmen.
Für die Ranger gehört das Müllsammeln regelmäßig zum Arbeitsalltag. Zweimal jährlich finden zusätzlich konzentrierte Reinigungsaktionen entlang der Straßen im Schutzgebiet statt.
Rangerchef Reinhold Gaisbauer beobachtet dabei eine zunehmende Vermüllung: „Da können wir weiterhin nur an unsere Gäste appellieren, alles, was mitgebracht wird, auch wieder mit nach Hause zu nehmen und dort zu entsorgen.“
Müll verschmutze nicht nur den Wald, sondern könne auch gefährlich für Mensch und Tier werden. Besonders Glas stelle zudem eine potenzielle Brandgefahr dar.

Schnell waren die Säcke entlang der Nationalparkstraße bei Neuschönau voll.

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Nationalpark Bayerischer Wald