Im Rahmen des Lüscher-Seminars am Gymnasium Zwiesel erhielten die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe einen spannenden Einblick in die Welt der Plasmen und der Kernfusion.
Dr. Alf Köhn-Seemann von der Universität Stuttgart erklärte anschaulich, warum dieses Thema eine entscheidende Rolle für die Energieversorgung der Zukunft spielen kann.

Experimente machen Plasma sichtbar und greifbar
Gleich zu Beginn wurde deutlich, dass der größte Teil des sichtbaren Universums aus dem vierten Aggregatzustand, dem Plasma, besteht. Ob in der Sonne, bei Blitzen oder Polarlichtern – Plasma ist allgegenwärtig, auch wenn es im Alltag selten bewusst wahrgenommen wird.

Erklärung komplexer physikalischer Prozesse
Damit die Theorie greifbar wurde, führten Dr. Silke Stähler-Schöpf vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik und Dr. Andreas Kratzer vom Leibniz Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften mehrere Experimente durch. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler unter anderem verschiedene Lichtspektren beobachten, Plasma in einer speziellen Röhre erleben und nachvollziehen, wie Blitze entstehen.

Anschauliche Erklärung komplexer physikalischer Prozesse
Ein besonderes Highlight war ein Versuch, bei dem in einem Glas mithilfe einer Mikrowelle Plasma erzeugt wurde. So wurde eindrucksvoll sichtbar, wie durch Energiezufuhr ein Gas zum Leuchten gebracht werden kann.
Neben den praktischen Demonstrationen wurde auch ein Blick in die aktuelle Forschung geworfen. Konzepte wie Tokamak und internationale Großprojekte wie ITER zeigen, wie intensiv an der Nutzung der Kernfusion gearbeitet wird.

Faszination Wissenschaft zum Anfassen
Die Veranstaltung machte deutlich, dass Plasma nicht nur ein faszinierendes Naturphänomen ist, sondern auch eine Schlüsselrolle für die Energie der Zukunft spielen könnte. Durch die anschaulichen Experimente wurde Wissenschaft für die Jugendlichen direkt erlebbar.

Die Teilnehmer des Lüscher-Seminars am Gymnasium Zwiesel

Landgraf-Leuchtenberg Gymnasium Grafenau
Gymnasium Zwiesel