Die Ausstellung Kein Durchkommen ist aktuell an der Philosophischen Fakultät der Südböhmischen Universität in Budweis zu sehen und beleuchtet eindrucksvoll die Geschichte des Eisernen Vorhangs entlang der deutsch tschechischen Grenze.
Mit dem Jahr 1989 begann für die Grenzregion eine neue Zeit. Jahrzehntelang voneinander getrennte Gebiete konnten wieder zusammenfinden und die Region entwickelte sich zurück ins Herz Europas. Die Ausstellung greift diese historische Entwicklung auf und zeigt, wie stark der Eiserne Vorhang das Leben der Menschen auf beiden Seiten geprägt hat.
Anhand zahlreicher Fotografien, historischer Dokumente und eines Films erhalten Besucher einen authentischen Einblick in die Zeit der Teilung Europas. Dabei wird deutlich, dass die Grenze nicht nur politische Systeme trennte, sondern auch Familien und persönliche Lebenswege nachhaltig beeinflusste.
Bereits 2024 wurde die deutsch tschechische Wanderausstellung in Prag präsentiert. Nun ist sie erneut in Tschechien zu sehen. Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Kultur begrüßten die erneute Präsentation und hoben die Bedeutung für die historische Bildung hervor.

v.r. Christian Fiebig (Landratsamt), Daniel Musílek (Universität Budweis), Dr. Markéta Ederová (Universität Budweis), Prof. Ondřej Pešek (Universität Budweis), Zuzana Jonová (Kuratorin), Dr. Magdalena Malechová (Universität Budweis), Dr. Jürgen Eder (Universität Budweis), Dr. Miroslav Šepták (Universität Budweis), Ivan Falta (Kulturverein Über d Grenz), Romana Karmazínová (Kulturamt Stadt Třeboň), Selma Šedová Keck (Landratsamt), Julia Bauer (Landratsamt)
Auch seitens der Universität Budweis wird die Ausstellung als wichtige Gelegenheit gesehen, Studierenden die Geschichte der Region näherzubringen. Die Kuratorin Zuzana Jonová ermutigte dazu, sich aktiv mit der gemeinsamen Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Die Ausstellung ist für vier Wochen an der Philosophischen Fakultät zugänglich und richtet den Blick nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch in die Zukunft. Sie zeigt, dass Grenzen zwar weiterhin existieren, jedoch zunehmend ihre trennende Wirkung verlieren.

Landratsamt Freyung-Grafenau