Winterarbeitslosigkeit bleibt stabil: 9415 Menschen im Februar ohne Job

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02.03.2026
Passau
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Im Februar 2026 zeigt sich am regionalen Arbeitsmarkt im Raum Passau weiterhin keine spürbare Entspannung. Insgesamt waren 9415 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 0,5 Prozent weniger als im Vormonat, die Arbeitslosenquote bleibt jedoch mit 5,0 Prozent unverändert. Im Vergleich zum Februar 2025 liegt sie um 0,1 Prozentpunkte höher.

 

Besonders auffällig ist der anhaltende Anstieg bei den Langzeitarbeitslosen. Ihr Bestand liegt aktuell bei 2070 Personen. Das bedeutet ein Plus von 22 Personen im Vergleich zum Januar und einen deutlichen Anstieg um 267 Personen gegenüber dem Vorjahr.

 

Porträt einer Frau mit dunklem Haar und Brille vor einem Hintergrund mit dem Logo der Bundesagentur für Arbeit. Sie steht an einem Geländer und blickt in die Kamera.
Eva Maria Kelch, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Passau

 

Eva Maria Kelch, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Passau, erklärt: Trotz der überwiegend kalten Witterung im Februar sei noch kein saisonaler Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen gewesen. Für das Frühjahr werde jedoch mit einer Reduzierung gerechnet. Derzeit seien rund 1600 Personen mit einer Wiedereinstellungszusage arbeitslos gemeldet. Insgesamt zeige sich der Arbeitsmarkt trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten vergleichsweise widerstandsfähig.

 

Im Rechtskreis SGB III, also in der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung, lag die Arbeitslosenquote bei 3,0 Prozent mit 5678 arbeitslosen Personen. Das entspricht einem Anstieg um 320 Personen oder 6,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Bereich SGB II betrug die Quote 2,0 Prozent mit 3737 Erwerbslosen. Hier ist im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Rückgang um 120 Personen oder 3,1 Prozent zu verzeichnen.

 

Der Arbeitsmarkt bleibt in Bewegung: 2033 Personen meldeten sich im Februar neu oder erneut arbeitslos, während 2095 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten. Damit überstieg die Zahl der Abgänge die der Zugänge.

 

Die Nachfrage nach Arbeitskräften zeigte sich leicht rückläufig. Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen sank auf 2480 Stellen und damit um 18 Stellen beziehungsweise 0,7 Prozent im Vergleich zum Januar.

 

Auch der Ausbildungsmarkt steht im Fokus. Seit Beginn des Berichtsjahres 2025 2026 wurden 2071 Berufsausbildungsstellen registriert. Das sind 393 Stellen weniger als im Vorjahreszeitraum, ein Rückgang um 15,9 Prozent. Gleichzeitig stieg die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber auf 1191, was einem Plus von 8,2 Prozent entspricht. Rechnerisch kommen damit 1,7 Ausbildungsstellen auf eine Bewerberin oder einen Bewerber.

 

Um Jugendlichen die Berufswahl zu erleichtern, empfiehlt die Agentur für Arbeit den Besuch der Ausbildungsmesse in Passau. Dort können Kontakte zu Unternehmen geknüpft, Praktika vereinbart und erste Gespräche geführt werden.

 

Ein Anstieg ist zudem bei der Kurzarbeit zu beobachten. Im Februar zeigten 12 Betriebe für insgesamt 439 Mitarbeiter Kurzarbeit neu an. Insgesamt bleibt die Nutzung von Kurzarbeit im Agenturbezirk auf einem hohen Niveau.


- KM


Agentur für Arbeit PassauAgentur für Arbeit PassauPassau

Quellenangaben

Bundesagentur für Arbeit, Bundesagentur für Arbeit

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