Für die Stadt Passau zeigt die Jahresbilanz 2025 eine insgesamt positive Entwicklung der touristischen Kennzahlen. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitgeteilt hat, stieg die Zahl der Gästeankünfte im Vergleich zum Vorjahr um 6,1 Prozent auf 330.923. Auch die Übernachtungszahlen legten zu: Mit 577.310 Übernachtungen wurde ein Plus von 3,5 Prozent erreicht. Damit verzeichnet Passau den zweitstärksten Übernachtungswert der vergangenen Jahre, übertroffen nur vom Jahr 2019.
Oberbürgermeister Jürgen Dupper betont, dass Passau als Reiseziel weiterhin sehr gefragt ist. Gleichzeitig bleibe entscheidend, dass der Tourismus zur Stadt passe, also verträglich sei, Qualität sichere und von einer Infrastruktur getragen werde, die mit dieser Nachfrage gut umgehen kann.
Insbesondere der Herbst und Winter 2025 war von sehr positiven Übernachtungszahlen geprägt. Vor allem die Monate Oktober mit plus 11,6 Prozent, November mit plus 8,8 Prozent und Dezember mit plus 17,9 Prozent lagen deutlich über den Vorjahreswerten. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug im vergangenen Jahr 1,7 Tage.
Auch die Tourist-Information verzeichnete eine höhere Nachfrage: Mit 101.578 Kunden lag die Frequenz um 6 Prozent über dem Vorjahr. Damit wurde die Marke von 100.000 Besucherinnen und Besuchern erstmals seit der Corona-Zeit wieder überschritten. Dies gilt als Indikator dafür, dass Gäste sich vor Ort wieder stärker informieren, beraten lassen und Angebote gezielt nutzen.
Der Tourismus ist für Passau ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Von der Gästefrequenz profitieren nicht nur Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe, sondern auch der Einzelhandel sowie Dienstleister und Zulieferer in der Region.
Im Oktober hat der Ausschuss für Wirtschaft, Marketing und Arbeit das Tourismuskonzept der Stadt Passau beschlossen. Aktuell werden dazu Arbeitsgruppen aufgebaut und die Umsetzung von Maßnahmenpaketen vorbereitet. Die Handlungsfelder Digitalisierung, Serviceorientierung, Nachhaltigkeit, Profilbildung, Wertschöpfung und Tourismusakzeptanz sollen in den kommenden Jahren schrittweise bearbeitet und bei Bedarf an neue Rahmenbedingungen angepasst werden.

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