Zum Auftakt der Caritas-Jahreskampagne 2026 haben Kinder der Kita St. Stephan in Passau kleine und große Kunstwerke geschaffen. Gemeinsam mit regionalen Künstlerinnen und Künstlern ließen sie sich auf ein Experiment ein, bei dem sie sich selbst und ihre Umwelt neu entdecken konnten. Mit Pinsel, Farbe und viel Neugier folgten sie ihren eigenen Ideen und brachten Gefühle und Eindrücke kreativ aufs Papier.
Unter dem Kampagnentitel Zusammen geht was begeisterten die Kunstschaffenden Waltraud Danzig, Ernst Zahnweh und Hubert Huber die Kinder mit ihrer Leidenschaft für Kunst. Kita-Leiterin Constanze Simmel erlebte dabei, dass Kunst nicht nur Freude macht, sondern auch Vorstellungskraft und Mut stärkt, Neues auszuprobieren.
Bei der Vernissage betonte der Bischöflich Beauftragte für die Caritas, Stefan Seiderer, die Bedeutung des Projekts: Die Ausstellung sei weit mehr als eine Präsentation schöner Bilder. Sie stehe beispielhaft für eine ganzheitliche Entwicklung, bei der neben Wissen und Fertigkeiten auch Persönlichkeit, soziales Miteinander und kulturelle Ausdrucksfähigkeit gefördert werden. Kunst könne Räume öffnen, in denen Kinder sich selbst erfahren und die Welt um sich herum entdecken.

Sie begeisterten die Kinder mit ihrer Leidenschaft für Kunst. V.li.: Hubert Huber Waltraud Danzig und Ernst Zahnweh.
Im praktischen Tun wurde das besonders spürbar. Waltraud Danzig versammelte die Kinder um einen Hocker und ließ sie gemeinsam ein Bild gestalten. Jedes Kind sollte Platz am Papier finden, auch um Rücksicht einzuüben. Mit Kreide wurden Figuren angelegt und anschließend mit einer Walze in Caritas-Rot weiterbearbeitet. So lernten die Kinder spielerisch Grundlagen einer traditionellen Drucktechnik kennen.
Ernst Zahnweh lud die Kinder dazu ein, Schuh-Skulpturen zu bauen. Eltern unterstützten das Projekt mit gebrauchten Schuhen und Stiefeln. Aus dem Upcycling-Material entstanden unter Anleitung Steelen und kleine Kunstobjekte. Wie stark das nachwirkte, zeigte sich auch zuhause: Ein Kind baute laut Erzählung der Mutter später selbst eine Schuh-Pyramide.
Für farbenfrohe Begeisterung sorgte Hubert Huber mit Monotypie. Mit jeder Bewegung, jedem Klecks und jedem Abdruck entstand ein neues, individuelles Werk. Die Ergebnisse machten sichtbar, wie viel Freude im kreativen Prozess steckt und wie Kinder im Gestalten eigene Gedanken und Erfahrungen ausdrücken können.

Caritasverband für die Diözese Passau e. V.