Waldführer sind tragende Säule der Bildungsarbeit im Nationalpark

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12.02.2026
Riedlhütte, Sankt Oswald
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Sie sind das Rückgrat der Bildungsarbeit im Nationalpark Bayerischer Wald: Aktuell engagieren sich 124 ehrenamtliche Waldführerinnen und Waldführer, überwiegend aus den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen, für das vielfältige Führungs- und Informationsangebot im Schutzgebiet. Beim jüngsten Jahrestreffen im Waldgeschichtlichen Museum St. Oswald würdigte Nationalparkleiterin Ursula Schuster dieses Engagement ausdrücklich.

 

Rund 85 Prozent aller Führungen im Nationalpark wurden im Jahr 2025 von Ehrenamtlichen durchgeführt. Insgesamt kamen so 2881 Veranstaltungen zustande. „Sie sind die tragende Säule unseres Bildungsprogramms“, betonte Schuster vor den anwesenden Waldführern. Gleichzeitig gab sie einen Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr mit positiven Entwicklungen wie der entspannten Borkenkäfersituation, der Fertigstellung des Naturerlebnisses Wistlberg und der gestarteten Pilotphase des neuen Verkehrskonzepts rund um Waldhäuser.

 

Auch der Ausblick auf 2026 zeigte zahlreiche Neuerungen. Im Nationalparkzentrum Falkenstein sollen neue Gehege für Gelbbauchunken und Feuersalamander entstehen, ergänzt durch zusätzliche Spiel- und Erlebnisstationen für Familien. Zudem startet eine neue Ausbildungsrunde für 20 angehende Waldführer. Weitere Höhepunkte sind Natur-Klanginstallationen im Rahmen der Landesausstellung in Freyung sowie die Neuauflage des Schachtenhausfests am 2. August.

 

Gemeinsam mit Umweltbildungsreferent Achim Klein ehrte Schuster langjährig Engagierte. Josef Eichinger wurde nach 13 Jahren verabschiedet. Für zehn Jahre ehrenamtliche Tätigkeit erhielten mehrere Waldführerinnen und Waldführer eine Auszeichnung. Für 25 Jahre Engagement wurde Heinrich Vierlinger geehrt, zugleich Kulturpreisträger des Landkreises Freyung-Grafenau. Er erklärte sichtlich bewegt, dass ihn der Nationalpark seit jeher in seinen Bann ziehe.

 

Eine größere Gruppe ehrenamtlicher Waldführerinnen und Waldführer steht gemeinsam mit Verantwortlichen der Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald in einem Veranstaltungsraum. Mehrere der Teilnehmenden halten Urkunden in den Händen, im Hintergrund sind Holzdecken und Ausstellungsbilder zu sehen.
Nationalparkleiterin Ursula Schuster und Umweltbildungsreferent Achim Klein zeichneten beim Jahrestreffen im Waldgeschichtlichen Museum St. Oswald langjährige Waldführerinnen und Waldführer aus. In der Mitte Heinrich Vierlinger, der seit 25 Jahren ehrenamtlich Führungen im Nationalpark Bayerischer Wald durchführt.

 

In seinem Statistiküberblick erläuterte Achim Klein, dass 2025 insgesamt rund 3400 Führungen stattfanden, an denen knapp 30.000 Menschen teilnahmen. Besonders erfreulich sei der hohe Anteil an Kindergartenkindern, die rund zehn Prozent der Teilnehmenden ausmachten. Zusätzlich informierten Waldführer bei Infoständen an Besucherschwerpunkten mehrere tausend Gäste über Themen wie Ameisen, Luchse, Reptilien und den Wolf.

 

Abschließend berichtete Klein, dass der Nationalpark Bayerischer Wald nun Teil des Qualitätsnetzwerks Bildung für nachhaltige Entwicklung in Bayern ist. Ziel dieser Bildungsarbeit sei es, Menschen zu befähigen, die Zukunft nachhaltig und verantwortungsvoll zu gestalten. Die ehrenamtlichen Waldführer leisten hierzu einen unverzichtbaren Beitrag.


- JS


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Quellenangaben

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald, Foto Gregor Wolf

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