Frostige Tage und Ostwind
Dr. Fritz Haselbeck
Nimmt man das vergangene Januarwetter 2026 im Bayerwald in den Blick, so fallen folgende Phänomene ins Auge: Den ganzen Monat über während der Nacht „Frosttage“ unter null Grad, am 5. Januar minus 24,5 Grad an der Moldau bei Haidmühle, tagelang kalte Ostströmung, 21 niederschlagsfreie Tage! Die Anzahl der Sonnenstunden wie die Niederschlagsmenge liegen in gemäßigtem Rahmen. Die Niederschläge fielen in allen Höhenlagen durchwegs als Schnee.
In den ersten zwei Januarwochen gab es nur wenig Sonne und mit 48 Litern pro qm den meisten Niederschlag im Monat. In dieser Zeit stiegen die Tageswerte nicht über 2 Grad plus hinaus. Danach folgten 11 niederschlagsfreie Tage mit ausgiebigem Sonneschein, meist länger als 7 Stunden am Tag. Erst zum Monatsende hin setzte Schneefall mit mäßiger Intensität ein.
Die Durchschnittstemperatur pendelte sich in Bezug auf ersten Jahresmonat bei minus 3 Grad Celsius ein, in Vergleich zu den letzten Jahren ein deutlich kälterer Wert (2024: + 1,5 Grad / 2025: - 0,5 Grad). Die Tagestemperaturen lagen im Mittel bei plus 2 Grad, die nächtlichen Werte bei minus 8 Grad.

Das Foto zeigt eine winterliche Abendstimmung bei minus 15 Grad in Obergrainet auf 1000 Metern Höhe vom 22. Januar. An 31 Tagen sank im vergangenen Monat die Quecksilbersäume im Bayerischen Wald in der Nacht unter null Grad ab.
Die Sonnenscheindauer bemaß sich im kürzlich abgelaufenen Januar auf 92 Stunden (2024 35 Std. / 2025: 95 Std.), wobei allein auf die zweite Monatshälfte 84 Stunden entfielen! An 23 Tagen zeigte sich– wenn auch einige Male spärlich – die Sonne am Himmel, an 6 Tagen schien sie schon länger als 7 Stunden.
Die Niederschlagsmenge hielt sich zum Jahresbeginn 2026 stark in Grenzen, 62 Liter pro qm kamen im Januar zusammen (2024: 68 l/qm / 2025: 55 l/qm). Der niederschlagsreichste Tag war der 15. Januar mit etwa 10 Litern pro qm. Insgesamt ahhten wir 10 Niederschlagstage.
