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28.06.2022
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Trinken nicht vergessen!

Direkte und indirekte Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit werden heutzutage viel diskutiert. Klimaveränderungen, wie etwa eine Erhöhung der Durchschnittstemperatur und das vermehrte Auftreten von Hitzetagen können dazu führen, dass die gesundheitlichen Belastungen zunehmen. Insbesondere Risikogruppen wie ältere, chronisch Erkrankte oder Menschen mit Handicap sind davon betroffen und müssen besonders geschützt werden. Was gerne vergessen wird, aber gerade in solchen Phasen sehr wichtig ist, ist das Trinken. Der Landkreis ruft deshalb dazu auf genug zu trinken und im eigenen Umfeld darauf zu achten, dass gerade Menschen aus der Risikogruppe nicht vergessen genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. „Das Thema Hitze und deren Auswirkungen wird auch bei uns in der Region immer mehr Thema werden“, erklärt die stellvertretende Landrätin, Frau Helga Weinberger. „Wir wollen mit diesem Appell dafür ein Bewusstsein schaffen und die Bevölkerung auch künftig vermehrt über gesundheitliche Risiken in dem Zusammenhang informieren.“
Heiße Sommertage sind oft belastend, denn für den Organismus ist die Wärmeregulation lebensnotwendig. Deshalb ist er an Hitzetagen besonders gestresst und man kommt schnell ins Schwitzen. Kommt zur Hitze noch eine hohe Luftfeuchtigkeit dazu, wird es für den Körper rasch kritisch. „Der Klimawandel ist auch bei uns in der Region schon spürbar und die Anzahl und Dauer der Hitzewellen nimmt stetig zu. Nicht nur die Landwirtschaft oder die Wasserversorgung, sondern auch die Gesundheit der Bürger ist dadurch betroffen. Eine ausreichende Trinkmenge ist daher unerlässlich, um keine gesundheitlichen Defizite zu erleiden“, so Frau Eva Brunner, Klimaschutzmanagerin des Landkreises Freyung-Grafenau.

Gerade im Sommer gerät man schnell in einen Flüssigkeitsmangel. Diesen erkennt man besonders an körperlichen Symptomen, wie beispielsweise Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrationsschwierigkeiten, trockenen Mund, trockene Haut sowie Unwohlsein. Das kann bis zum Kollaps gehen. Dies gilt es zu vermeiden. Insbesondere vulnerable Personen, Senioren und Menschen mit Handicap benötigen an Hitzetagen besondere Zuwendung und die aktive Erinnerung zu trinken. Trinken wird leider viel zu oft vergessen, zumal nicht selten kein persönliches Durstgefühl vorhanden ist oder auch z.B. die Kommunikation zwischen Pflegenden und Pflegebedürftigen Barrieren aufweisen kann.

„Trinken nicht vergessen“ mit diesem Appell wenden sich (von links) Leiter der GesundheitsregionPlus René Kurtz, stellvertretende Landrätin Helga Weinberger, Seniorenbeauftragte Anna Mitterdorfer, Klimaschutzmanagerin Eva Brunner an die Landkreisbevölkerung.
„Trinken nicht vergessen“ mit diesem Appell wenden sich (von links) Leiter der GesundheitsregionPlus René Kurtz, stellvertretende Landrätin Helga Weinberger, Seniorenbeauftragte Anna Mitterdorfer, Klimaschutzmanagerin Eva Brunner an die Landkreisbevölkerung.


Wie viel Flüssigkeit der Körper braucht hängt von verschiedenen Faktoren wie Gewicht, Alter und Gesundheitszustand ab. Als Richtwert für eine gesunde erwachsene Person gelten etwa 2 Liter pro Tag. Am besten geeignet sind ungesüßte und mineralreiche Getränke, wie beispielsweise Mineralwasser oder ungesüßte Tees. Lauwarme Getränke werden vom Körper besser als sehr kalte Getränke aufgenommen und gleichen den Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen schneller aus. Um sich selbst regelmäßig ans Trinken zu erinnern, ist es hilfreich an häufig frequentierten Stellen in der Wohnung ein Getränk bereitzustellen, z.B. in der Küche, am Fernseher oder am Arbeitsplatz.

„Gerade für Senioren und Risikogruppen, die nicht selbstständig auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten können, gilt eine gute Versorgung mit Flüssigkeit an heißen Tagen als grundlegende Aufgabe der pflegenden Personen“, fügt Frau Anna Mitterdorfer, Seniorenbeauftragte des Landkreises hinzu.

„Mit unserem Appell wollen wir Bürgerinnen und Bürger über Flüssigkeitsmangel und dessen Folgen in Kenntnis setzen und zum ausreichenden Trinken animieren. Dies gilt vor allem für vulnerable Risikogruppen“, erläutert René Kurtz, Leiter der GesundheitsregionPlus Landkreis Freyung-Grafenau.

Weitere Informationen zu Angeboten für Senioren und Menschen mit Handicap finden Sie auf der Homepage des Landkreises Freyung-Grafenau www.freyung-grafenau.de oder www.lgl.bayern.de.


- SB


Landratsamt Freyung-GrafenauFreyung

Quellenangaben

Landratsamt Freyung-Grafenau

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