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14.04.2022 16:10 Uhr
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Franz-Josef-Strauß-Brücke: Neue Übergangskonstruktion erfolgreich eingehoben

Franz-Josef-Strauß-Brücke: Neue Übergangskonstruktion erfolgreich eingehoben

Arbeiten liegen im Zeitplan


Schweres Gerät war nötig, als in dieser Woche der Einbau der neuen Übergangskonstruktion (ÜKO) auf der Südseite der Franz-Josef-Strauß-Brücke in Angriff genommen wurde. In Millimeterarbeit platzierte ein 48-Tonnen-Autokran die 7,5 Tonnen schwere und über 17 Meter lange Konstruktion an Ort und Stelle. Die Arbeiten sind damit zwar noch nicht abgeschlossen, liegen aber im Zeitplan. Demnach soll die Vollsperrung der wichtigen Verkehrsachse am 2. Mai aufgehoben werden.

 

Nach dem Einhub durch den Autokran erfolgte die provisorische Fixierung der ÜKO mittels Pressen und Keilen. Anschließend wurde die bestehende Bewehrung mit Eisen ergänzt. Am Mittwoch wird die bestehende Bewehrung mit neuen Eisen ergänzt. Dies geschieht durch Bohrung, Verklebung und Herstellung einer monolithischen Verbindung mit der Bestandsbewehrung, um die Kraftübertragung von der neuen ÜKO zu gewährleisten. Sobald dies geschehen ist, wird die Schalung eingebaut und die neue ÜKO in ihrer finalen Lage einbetoniert. Nach Ostern kommt der Korrosionsschutz
an die Reihe, der in drei Lagen aufzubringen ist. Die Trocknungsphasen müssen jeweils exakt eingehalten werden, weshalb dieser Schritt eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. In der letzten Woche der Vollsperrung stehen die Anschlussbereiche im Fokus. Es wird Asphalt aufgebracht und an den Kappen, also den Brückenrändern, betoniert.


Notwendig ist die Maßnahme, weil eine Reparatur der alten ÜKO aufgrund des Beschädigungsgrads nicht mehr möglich war. Demzufolge wurde sie zunächst im Rahmen nächtlicher Sperrungen ab 21. März mittels HDW-Verfahren (Hochdruckwasserstrahlen) ausgebaut. Zuvor waren die Schweißverbindungen durchtrennt worden, tagsüber konnte der Verkehr mit einem bereits im November 2021 installierten Mini-Flyovers, also einer kleinen Rampe über die schadhafte Stelle, aufrechterhalten werden. Der Einbau der neuen ÜKO
erfordert jedoch eine Vollsperrung, die größtenteils in die Osterferien gelegt wurde, weil das Verkehrsaufkommen zu dieser Zeit geringer ist.


Bis voraussichtlich 2. Mai gilt das aus den vorangegangenen Arbeiten bekannte Umleitungskonzept. Der von Süden kommende Verkehr wird über die B 8, die Schanzlbrücke und die B 85 umgeleitet. Von der Nordseite her wird eine Umleitung über die St 2125, die B 85 und die Schanzlbrücke eingerichtet. Fußgänger und Radfahrer haben die Möglichkeit, über den westlichen Gehweg zu passieren. Hier kommt es nur zu sehr kurzen Sperrungen mit kleineren Wartezeiten.


Da insbesondere im Bereich der Schanzbrücke mit größeren Behinderungen zu rechnen ist, wurden folgende Maßnahmen zusätzlich ergriffen: Anpassung der Schaltzeiten der Lichtsignalanlagen, zusätzliche Rechtsabbiegerspur auf der Südseite der Schanzlbrücke Richtung B 8 (die jetzige rechte Geradeausspur wird zu einer Mischspur rechts und geradeaus) sowie Sperrung der Gehwegverbindung Oberwasser auf der Schanzbrücke und Umleitung auf den Gehweg Unterwasser. Bereits Ende März war weiträumig, also an den Bundesstraßen 8, 12 und 85 sowie an der Staatsstraße 2125, eine Beschilderung aufgestellt worden mit der
Ankündigung der Sperrzeiten und Umleitungsoptionen, die zum 10. April nochmals umfassend ergänzt wurden. Unter anderem empfiehlt die Stadt Passau, die Umfahrung über die Autobahn A 3 Richtung Süden zu nutzen.

 

Mit höchster Präzision bringen die Arbeiter mithilfe eines Autokrans die neue ÜKO an die exakte Stelle.


- JS


Stadt PassauPassau

Quellenangaben

Stadt Passau

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