„Jugend forscht“ 2022: Die Sieger des Regionalwettbewerbs stehen fest

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02.03.2022
Passau
4398 Klicks
  • Rund 8.500 Anmeldungen für die bundesweit 57. Wettbewerbsrunde von „Jugend forscht“
  • Regionalentscheid Niederbayern findet erneut digital statt
  • 107 Nachwuchstalente präsentieren ihre Erfindungen
  • Beeindruckende Projekte aus sieben Fachgebieten prämiert

Kürzlich wurde der jährlich stattfindende Regionalwettbewerb Niederbayern von Jugend forscht / Schüler experimentieren ausgetragen. Bereits zum zweiten Mal präsentierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Regionalentscheids von „Jugend forscht“ ihre beeindruckenden Forschungsprojekte aus Gründen des Infektionsschutzes nicht in Präsenz, sondern virtuell. 107 junge Talente aus niederbayerischen Schulen und Ausbildungsbetrieben zeigten der Jury ihre cleveren Forschungsarbeiten via Live-Übertragung. Am Ende wurden herausragende Projekte aus sieben Fachgebieten prämiert. Patenunternehmen des Wettbewerbs sind die ZF Friedrichshafen AG, die Micro-Epsilon Messtechnik GmbH & Co. KG und die Thyracont Vacuum Instruments GmbH.

„Jugend forscht“ ist der größte europäische Nachwuchswettbewerb im Bereich Naturwissenschaften und Technik mit dem Ziel, Schülerinnen und Schüler für Technik zu begeistern. 2022 haben sich rund 8.500 junge Forscherinnen und Forscher aus ganz Deutschland mit über 4.700 Projekten registriert.

Beim Regionalentscheid für Niederbayern, der vergangene Woche stattfand, lagen die Anmeldezahlen bei 107 Nachwuchsforscherinnen und -forschern, die 62 innovative und kreative Projekte unter dem Motto "Zufällig genial?" eingereicht haben.

„Durch die Förderung der jugendlichen Neugier für Naturwissenschaften und Technik können wir als Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Zukunftssicherung leisten und uns Nachhaltigkeitsthemen wie Ressourcen, Energie und Mobilität gemeinsam stellen“, so Roland Biebl, Ausbildungsleiter des „Jugend forscht“-Patenunternehmens ZF am Standort Passau. „Nur, wenn wir Nachwuchstalente so ausbilden, dass sie über die fachliche Qualifikation hinaus auch Verantwortungs- und Wertebewusstsein in sich tragen, werden wir dies erreichen. Der Jungforscher-Wettbewerb dient dabei als ideale Plattform, um Schülerinnen und Schüler sowie junge Technikbegeisterte zusammenzubringen und frühzeitig zu fördern. Als Paten und Organisatoren sind wir jedes Mal tief beeindruckt, auf welche kreativen Lösungsansätze und Innovationen die jungen Teilnehmer kommen und mit welcher Hingabe die Projektumsetzungen und Darbietungen erfolgen.“

Der Studiendirektor des Gymnasiums Waldkirchen und Leiter des Regionalwettbewerbs, Dr. Andreas Kämmerer, schließt sich der Aussage an: „Ideenreichtum, Forscherdrang und Erfindergeist unserer Jungforscher sind jedes Jahr aufs Neue beeindruckend. Auch diesmal hat es beim Passauer Regionalentscheid wieder viele bemerkenswerte Projekte gegeben.“

Die Arbeiten der Regionalsieger reichten von der Entwicklung eines Baby-Bodys mit integrierter Sensorik zur Prävention des plötzlichen Kindstodes über die Ermittlung der perfekten Stromlinienform bis hin zu experimentellen Untersuchungen der Sonnenstrahlung oder zur Herstellung umweltfreundlicher Tinte aus Kaffeesatz.

„Wie schon im vergangenen Jahr zielten auch heuer wieder viele Projekte auf das Thema Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung ab und spiegeln damit das Umweltengagement der jungen Generation wider“, so Dr. Kämmerer.

Mit seinem Festvortrag „Was Pinguine mit Atmosphärenchemie zu tun haben“ gelang es Dr. Jan-Marcus Nasse vom Institut für Umweltphysik der Universität Heidelberg, die Online-Preisverleihung zu bereichern. Seine wissenschaftlichen Erkenntnisse und die Erlebnisse im ewigen Eis flossen in den Vortrag ein. Dr. Jan-Marcus Nasse beschäftigte sich mit dem Themengebiet Halogenchemie in der unteren Atmosphäre der Polargebiete. Erfahrungen sammelte er auf einer zweimonatigen Fahrt des Forschungseisbrechers Polarstern sowie während seiner Doktorandenzeit auf der Neumayer III in der Antarktis. Nasse entwickelte und baute ein neues Messinstrument, das er zweieinhalb Jahre auf der Forschungsstation betrieben hat. Heute ist er als Manager für Nachhaltigkeit und strategische Projekte bei der Stadtwerke Düsseldorf AG beschäftigt. Er war ebenfalls via Live-Übertragung zugeschaltet.

Die Bewertung der online präsentierten Arbeiten in den Fachgebieten Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik, Technik und Chemie erfolgte durch Jurorinnen und Juroren aus ganz Deutschland. Darunter Fachleute aus Wirtschaft und Hochschulen sowie Lehrkräfte verschiedener Schularten.

„Aufgrund der hohen Digitalkompetenz aller Beteiligten lief der Wettbewerb trotz der erschwerten Bedingungen reibungslos ab“, freut sich Wettbewerbsleiter Dr. Kämmerer. „Es war spannend zu sehen, welche Projekte die jeweilige Fachjury am Ende zu überzeugen vermochten.“ In der Spitze waren beim Abschlussevent mehr als 180 Teilnehmer in der Leitung.

„Jugend forscht“ goes virtual: Dr. Andreas Kämmerer (links), Studiendirektor des Gymnasiums Waldkirchen und Leiter des Regionalwettbewerbs und Roland Biebl, ZF-Ausbildungsleiter und Pate von Jugend forscht, betreuten den niederbayerischen Regionalentscheid des größten europäischen Nachwuchswettbewerbs für Naturwissenschaften via Live-Übertragung.
„Jugend forscht“ goes virtual: Dr. Andreas Kämmerer (links), Studiendirektor des Gymnasiums Waldkirchen und Leiter des Regionalwettbewerbs und Roland Biebl, ZF-Ausbildungsleiter und Pate von Jugend forscht, betreuten den niederbayerischen Regionalentscheid des größten europäischen Nachwuchswettbewerbs für Naturwissenschaften via Live-Übertragung.


Ihren Regionalsieg im jeweiligen Fachgebiet der Sparten "Jugend forscht" und "Schüler experimentieren" konnten schließlich folgende Jungforscherinnen und Jungforscher feiern:

Sieger Jugend forscht:

  • Eva Klessinger (Gymnasium Untergriesbach): Experimentelle Untersuchungen zur Sonnenstrahlung
  • Julian Zillner (Johann-Riederer-Schule Staatliche Realschule Hauzenberg): Education-Manager - Der erste kostenlose Schulmanager für Schulen
  • Lea Koller (Veit-Höser-Gymnasium Bogen): Die perfekte Stromlinienform - Analyse anhand der Wasserwiderstände verschiedener Körper
  • Katharina Traise, Nadine Reyhe, Johannes Luginger (DRÄXLMAIER Group): Baby Body mit integrierten Drucksensoren und Vitalmessung
  • Emily Rosenkranz (St.-Michaels-Gymnasium Metten): BottleCheck

Sieger Schüler experimentieren:

  • Luisa Lehner (Veit-Höser-Gymnasium Bogen): Umweltfreundliche Tinte aus Kaffeesatz
  • Anna Reindl (Columba-Neef-Realschule Neustift): Die Wolfach - ein Humustransporteur?!
  • Matthias Spateneder (Gymnasium Pfarrkirchen): Untersuchungen an den Tribonacci-Zahlen
  • Jakob Praxl, Anna Praxl (Karl-von-Closen-Gymnasium Eggenfelden): Zugluft elektrisiert
  • Simon Beinhofer, Jakob Striegl (Tassilo-Gymnasium Simbach am Inn): Tintenpatronenauffüllautomat


Die Regionalsiegerinnen und -sieger qualifizieren sich – wie alle Gewinner der insgesamt 80 bundesweiten Regionalwettbewerbe – für die Teilnahme an den Landeswettbewerben, in denen dann die besten Nachwuchsforscher des jeweiligen Bundeslandes prämiert werden. Am Ende steht das Bundesfinale, das vom 26. bis 29. Mai 2022 stattfinden wird. Dort messen sich die Besten des Landes in den sieben Fachgebieten. Der viertägige Wettbewerb wird von einem attraktiven Rahmenprogramm begleitet. Den 57. Bundeswettbewerb richtet die Stiftung Jugend forscht e. V. gemeinsam mit dem Forschungsforum Schleswig-Holstein e.V. in Lübeck aus.


- SB


ZF Friedrichshafen AGZF Friedrichshafen AGPassau

Quellenangaben

ZF Friedrichshafen AG

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