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20.01.2022
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Wintersportboom mit Hinternissen

Schon längst gilt unser Bayerischer Wald nicht nur als perfektes Ziel für Wanderausflüge. Auch für Schneeschuh- und Skitourengeher und Langläufer ist die Region ein wahres Eldorado! Gerade in Zeiten von Corona und 2G-Regel in den alpinen Skigebieten, bieten diese Wintersportarten gewisse Vorteile. Meist ohne Test- oder Impfnachweis einfach loslegen – das reizt offensichtlich immer mehr Menschen. Zudem lockt der Bayerische Wald mit ausreichend Schnee, einer herrlichen Landschaft und unzähligen, gut präparierten Winterwanderwegen und Loipen für jeden Anspruch und jedes Können. Für Einsteiger und Wiederentdecker gibt es derzeit aber ein - mal wieder corona-bedingtes - Problem: Viele Sportgeschäfte sind aufgrund der großen Nachfrage und wegen Lieferschwierigkeiten bei manchen Sportartikelherstellern teilweise fast leergeräumt. So schildert es zum Beispiel Christian Schuster, der Geschäftsführer des gleichnamigen Sportgeschäfts in Freyung.

 

Geschäftsführer Christian Schuster


Sport Schuster Geschäftsführer Christian Schuster

bekommt derzeit kaum Nachschub.

 

Mangelware Langlaufausrüstung und Schneeschuhe


„Am brenzligsten ist es im Moment im Langlaufbereich aber zum Beispiel auch bei den Wanderschuhen“, sagt Schuster. „Wir bekommen einfach keine Lieferungen mehr von vielen bekannten und stark gefragten Marken. Und wenn ich Material bekomme, ist es oft ganz schnell schon wieder ausverkauft. Vor kurzem habe ich immerhin mal eine kleine Lieferung Schneeschuhe bekommen. Die waren dann aber über Nacht, also innerhalb weniger Stunden, über meinen Onlineshop schon vorreserviert.“

 

Auch was die nächste Wintersportsaison angeht, ist die Stimmung in der Branche bereits gedämpft. Laut Christian Schuster werden die Vorbestellungen der Sportgeschäfte derzeit schon quasi rationiert. „Ich und auch andere Sportgeschäfte bekommen nur noch eine begrenzte Menge an Ware. Ich erwarte nächste Saison also nicht unbedingt eine andere Situation“. Nach Aussagen von Christian Schuster sind aufgrund von Corona manche Lieferketten unterbrochen, weshalb die Sportartikelhersteller derzeit nicht genug produzieren können. Aber auch der Trend hin zum Individualsport vor der eigenen Haustüre führt zu teilweise leer gefegten Regalen. „Hier kommt momentan einfach alles zusammen“, sagt der Sportgeschäft-Inhaber.

 

Neue Chancen durch andere Trendsportarten

 

Der umtriebige Freyunger Geschäftsmann steckt trotzdem nicht den Kopf in den Sand. „Ich bin froh, dass ich, was die Sportarten angeht, so breit und gut aufgestellt bin“, sagt er. Auch wenn es in manchen Bereichen derzeit eng ist, im Bereich Alpin-Sport habe er zum Glück noch genug Ware. Und was den aktuellen Trend des Skitourengehens angeht, sieht es offenbar auch noch verhältnismäßig gut aus. So will Schuster im Skigebiet Mitterdorf neben einem Verleih für Touren-Skier in Zukunft auch verstärkt entsprechende Kurse anbieten. „Diese besonderen Zeiten fordern auch uns Sportgeschäften und Skiverleihern derzeit mehr Flexibilität ab, aber damit müssen wir leben und umgehen“, resümiert der Geschäftsführer.

 

Immerhin scheint es in dieser Wintersportsaison bei einer Sache keinen Mangel zu geben - dem Schnee. Nach einem kurzen Dämpfer um den Jahreswechsel liegt in den meisten Wintersportzentren im Bayerischen Wald seit einiger Zeit eine meist ausreichende Schneedecke. Und die Wetterberichte sagen für die kommenden Tagen auch nochmal etwas mehr der weißen Pracht voraus.


- JR


Sport Schuster GmbHFreyung

Quellenangaben

Bericht: Julia Reihofer
Fotos: Julia Reihofer, Sport Schuster

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